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Staatsarchiv Sigmaringen
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Bestand Dep. 38 T 1: Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden

Geislingen

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Dep. 38 T 1 Nr. 863 Archivalieneinheit 
1359 August 9 (an dem na(e)hsten fritag vor Sant Hylarien tag) 
Konrad (Cu(o)n) Schenk von Andeck (Andek), Kirchherr zu Talheim (Talhein), und sein Bruder Albrecht (Abreht) Schenk von Andeck auf Andeck verkaufen an die Äbtissin und den Konvent des Klarissinnenklosters Wittichen (Widichen) und alle ihre Nachfolgerinnen einen zu Geislingen (Giselingen) gelegenen Hof, der Zepfenhof genannt, mit allen Ein- und Zugehörungen als recht freies Eigen, der zur einen Hälfte von dem Sohn von Konrad (Cu(o)ntz) Sifrid und zur anderen Hälfte von Adelheid Zepf und von "Hail irs vettern kint" bebaut wird, für 220 lb h und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Den Zepfenhof hatten die Aussteller von ihrem verstorbenen Bruder Werner Schenk von Andeck und seinem ebenfalls verstorbenen Sohn Konrad Schenk von Andeck geerbt. Von diesem Hof sind jedes Jahr 10 Malter Vesen und 3 Malter Hafer Hechinger Maß zu leisten und von Geislingen aus an jeden Ort der Umgebung innerhalb von 2 Meilen zu liefern, außerdem jedes Jahr am 1. Mai (uf Sant Walpurg tag) 6 ß 2 lb h, 4 Gänse, 8 Gülthühner und 120 Eier. Als Bürgen setzen die Aussteller ein: den jungen Herrn Albrecht von Stoffeln zu Justingen, den Ritter Hans von Lichtenstein, ihren Schwager Hans von Tierberg, ihren Neffen (swester sun) Fritz von Gomaringen (Gomeringen), Albrecht von Lichtenstein und ihren Neffen Rudolf (Ru(o)fen) von Gomaringen (Gomeringen). Abschließende Erklärung über die Bürgschaftsleistung im Einlager in Reutlingen oder Tübingen und die Schadloshaltung der Bürgen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 874 Archivalieneinheit 
1369 Oktober 22 (an dem nechsten Mendag nach Sant Gallen tag ains abtes) 
Albrecht Reitel, Oberlin Hentzlin, sein Sohn Hans (Hensli), Heinz (Hentzi) Heplin, der Schuhmacher, Hans (Hensli) Haigerloch, seine Schwester Willi, ihr Sohn Hans (Henslin), Werlin, der Gretzinger, sein Bruder Arnold und Konrad und Benz, die Söhne ihrer Schwester, verzichten gegenüber der Äbtissin des Klosters Ottmarsheim im Bistum Basel auf alle Rechtsansprüche an dem Meierhof zu Burgfelden mit allen seinen Zugehörungen [vermutlich ist auch der Name des Besitzers angegeben, der aber in einer ausgeblichenen Knickfalte nicht mehr lesbar ist]. Die Aussteller erklären, dass sie auf die von ihnen beanspruchten 6 Malter Gülte mit einer Hälfte Vesen und einer Hälfte Hafer aus diesem Hof verzichten. Die Äbtissin des Klosters Ottmersheim verzichtet dafür auf den Frevel und die Bußen (besserung) der Aussteller. Die Aussteller versprechen der ehrbaren Schwester Mechthild, der Belermen, derzeit Klausnerin zu Balingen, für sich, alle ihre Nachkommen und alle Mitgenossen, die sich als ihre Erben betrachten werden, dass die 6 Malter Korn ohne Rechtsansprüche von ihrer Seite der Äbtissin und dem Kloster Ottmarsheim gehören und sie alle Briefe, Urkunden und Beweise ihrer Vorfahren über diese Rechtsansprüche übergeben werden. Abschließende Erklärung der Aussteller über den Rechteverzicht. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 924 Archivalieneinheit 
1374 August 3 (in festo invencionis Sancti Stephani prothomartiris) 
Markwart [I.] von Bubenhofen (Marqwardus de Bu(o)benhoven), Edelknecht (armiger), teilt dem Bischof Heinrich [III. von Brandis] von Konstanz mit, dass er wegen der Vermehrung des göttlichen Kultes und seines und seiner Wohltäter Seelenheil mit Zustimmung des Grafen Eberhard [II.] von Württemberg (Eberhardi comitis de Wirtemberg), des Patrons, und des Konrad Speth (Cu(o)nradi (Spa(e)t), Rektors der Pfarrkirche in Ostdorf, eine ewige Pfründe gestiftet und dotiert hat am Altar der heiligen Katharina in der Kapelle des heiligen Ulrich in Geislingen, die Filiale der Pfarrkirche in Ostdorf ist, mit Gütern, die zum Teil von ihm, zum Teil von Swiger von Lichtenstein (Swengerus von Lihtenstain), seinem Verwandten, und den Einwohnern (villani) in Geislingen geschenkt wurden. Er behält sich das Präsentationsrecht (ius patronatus seu presentandi) zeit seines Lebens vor, danach soll es dem jeweils altesten seiner männlichen Erben zufallen, wobei die Ausübung des Rechts mit Rat des Swiger von Lichtenstein und der Einwohner in Geislingen beziehungsweise der Älteren (maiores) zu erfolgen hat. Die Güter der Altarpfründe werden einzeln aufgeführt. Bischof Heinrich von Konstanz, Graf Eberhard [II.] von Württemberg und Rektor Konrad Speth bestätigen die Stiftung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 922 Archivalieneinheit 
1405 September 10 (anno Domini MCCCC quinto die decima Septembris) 
Der Weihbischof Heinrich von Cernopolis, Generalvikar des Bischofs von Konstanz, Markwart [von Randeck], beurkundet, dass der neue Chor [der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen] mit seinem Hochaltar zu Ehren der Heiligen Mauritius und seiner Gefährten, des Bischofs Ulrich, Barbara, Afra, Agatha und Apollonia geweiht wurde. Im Hochaltar liegen die Reliquien der Apostel Petrus und Bartholomeus, des Stephanus, der Päpste Gregor und Clemens, Lucia und anderer heiliger Märytrer, Bekenner und Jungfrauen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 875 Archivalieneinheit 
1425 Juli 24 (an Sant Jacobs aubend) 
Hans Schmid von Geislingen (Gislingen), der rechte Schmid, verkauft an die beiden Pfleger der Kapelle Sankt Ulrich zu Geislingen, Heinz (Haintzlin) Bentzel und Konrad Erlhan, eine jährliche Gülte von 15 ß h, die jedes Jahr am 14. September (uff des hailigen crucztag ze herpst) fällig ist, für 15 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die Gülte wird aus folgenden Stücken geleistet: 1 Mannsmahd im Emertal, die unten an die Fritzenwiese und oben an die Nunenmännliswiese stößt und sich teilweise über den Weg erstreckt. Außer einem Tübinger [Pfennig] ist die Mannsmahd unbelastet. 20 h von 1/2 Mannsmahd Wiese an den Hürsten an dem Weg bei der Kapelle, die sich bis zu Hans Schmied am Rain neben dem Hegner zieht. Zu dieser Gülte sind alle zukünftigen Inhaber oder Nutznießer dieser Güter verpflichtet. Abschließend verspricht der Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 876 Archivalieneinheit 
1428 Dezember 13 (an Sant Lucien tag der hailgen junkfrowen) 
Hans Schmid von Geislingen (Gislingen), der rechte Schmied, verkauft an die Pfründe des neuen Sankt-Georg-Altars [in der Pfarrkirche Sankt Ulrich] zu Geislingen eine Gülte von 2 lb h, die der Kaplan des Sankt-Georg-Altars jedes Jahr am 29. September (uff Sant Michels tag) erhalten wird, für 44 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die Gülte wird aus folgenden Stücken geleistet: 1 ß h und 2 Herbsthühner aus seinem Haus und Hof mit zwei Gärten vor und unter dem Haus ohne weitere Belastung mit Geld oder Zehnten, 2 Hühner aus 1/2 Jauchert Acker an der unteren Staig, 20 h aus einer 1/2 Mannsmahd Wiese hinter dem Ölenberg, 2 ß h und der Kleine Zehnt aus 1 Jauchert Acker in der Schlichten am Losten erhält die [Pfarrkirche] Sankt Martin zu Isingen [U(i)singen], aus einer 1/2 Mannsmahd Wiese zu Erbriswiesen erhalten der Junker Wolf[gang I. von Bubenhofen] 10 h und der Heiligenpfleger zu Ostdorf 8 h, 2 Viertel aus einem 1/2 Jauchert Acker zu Wangen bei Werner Esch am Losten und 1 Mannsmahd Wiese im Giebel, die sich bis zur Frühmesswiese zieht. Zu diesem Zins sind alle zukünftigen Inhaber oder Nutznießer dieser Güter verpflichtet. Abschließend verspricht der Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 877 Archivalieneinheit 
1438 Mai 25 (uff Sant Urbans tag) 
Ulrich Bentzel von Geislingen (Gislingen) verkauft an Heinrich Erlhan, den Pfleger der beiden Kinder Heinrich und Konrad seines verstorbenen Bruders Konrad [Erlhan] von Geislingen, im Namen der beiden Kinder eine 1/2 Mannsmahd Wiesen in der unteren Balgenau (Under Balgnow), die einerseits an die Wiesen von Ulrich U(e)liß und Konrad Huser und andererseits an den Graben stößt, für 6 fl rh und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Abschließend erklärt der Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. Von den 1/2 Mannsmahd Wiesen erhält die Frühmess[pfründe] zu Geislingen 6 h. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 878 Archivalieneinheit 
1444 (Tagesdatum nicht mehr lesbar) 
Die Priorin und die Schwestern der Klause zu Binsdorf verkaufen an den Junker Wolf[gang I.] von Bubenhofen und Öttlin Hegner und Bentz Siber, die beiden Heiligenpfleger des Sankt-Georg-Altars in der [Pfarr]kirche Sankt Ulrich zu Geislingen, und alle ihre Nachkommen alle ihre im einzelnen genannten Güter, Zinsen, Nutzungen, Gülten und Gelder mit allen Rechten und Zugehörungen, die sie und ihre Vorfahren bisher zu Geislingen besessen haben und die von den Maiern zu Geislingen vor dem offenen Gericht angegeben wurden, für 110 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Verkauft werden: [1] Das [durch Anstößer und Flurnamen näher beschriebene] Rapoltzgut, das zu einem Drittel dem Sankt-Georg-Altar gehört und derzeit von Albrecht Koch bebaut wird. Genannte Anstößer: Heinrich Erler, der Schnepf, Junker Wolf[gang I.] von Bubenhofen, der Beiter, Heinz Kloßen, der Kohler (Koler), die Bruderschaft zu Rottweil, der Großhansen, Hans Schmid, der Stulis, der Erler, der Küntzel, der Sutter, Auberlin Schuler, Eberli Schlaitzen. [2] Das Rapoltzlehen, das derzeit Wolf von Bubenhofen gehört und von Albrecht Koch bebaut wird. [3] Das [durch Anstößer und Flurnamen näher beschriebene] Landoltzgut, das derzeit Albrecht Hohen bebaut. Genannte Anstößer: der Großhansen, Werner Kloßen, Junker Wolf[gang I. von Bubenhofen], Peter Bugel, Hans Erler, der Schlaitzen, der Vinken, der Joß, der Schnepf, der Schrotten, Klaus Butzen, Bentz Zürnen, Eberlin Schlaitzen, Konrad Bugel, Heinz Klosen, Ulrich Kloßen, Klaus Butzen, der Bernhard, A(e)llin Zürnen, der Joß, der Bischof von Binsdorf, der [Name nicht mehr vollständig lesbar] von Rosenfeld, der Brügel von Bubenhofen, Werner Kloßen, Bentz Markart, der Hossinger, der Kohler, Öttlin Hegner, der Kentzel und der Siber. [4] Das [durch Anstößer und Flurnamen näher beschriebene] Haus mit Hofreite von Albrecht Hohen zu Geislingen im Dorf an der Rapoltzgasse. Das Lehen wird derzeit von Bentz Siber bebaut. Genannte Anstößer: Öttlin Hegner, Junker Wolf[gang I. von Bubenhofen], Hans Schmid, Albrecht Koch, Peter Jörg, Bentz Markart, der Erler, der Siber, der Kentzel, Heinz Kloßen, Eberlin Schlaitzen, Hans Schmid, der Kirchherr von Bubenhofen, Junker Wolf[gang I. von Bubenhofen. [5] Das [durch Anstößer und Flurnamen näher beschriebene] Gütlein, das derzeit Konrad Zürnen bebaut. Genannte Anstößer: Junker Wolf[gang I.] von Bubenhofen, Martin Erler, der Kenzel, Eberlin Schlaitzen, Öttlin Hegner, Werner Kloßen, der Joß, Martin Erler, Albrecht Koch, A(e)llin Zürnen, Ulrich Kloßen, Heinz Kloßen und der Schnepf. [6] Die [durch Anstößer und Flurnamen näher beschriebene] Hofstatt an der Zürnengasse, die derzeit von der Witwe von Albrecht Schuler bebaut wird. Anstößer: Konrad Zürnen, Martin Erler, der Schnepf, der Keler, der Schmied Großhansen, Werner Kloßen, Öttlin Hegner und Junker Wolf[gang I.] von Bubenhofen. [7] Das [durch Anstößer und Flurnamen näher beschriebene] Gütlein, das derzeit der Schmied Großhansen bebaut, das Schnekengut genannt. Genannte Anstößer: Martin Erler, Eberlin Schlaitzen, der Erler, die Sankt-Agatha-[Pfründe] zu Bubenhofen, Albrecht Koch, Junker Wolf[gang I.] von Bubenhofen, die Klausnerinnen [zu Binsdorf], Ulrich Bentzel, Peter Schuler, Konrad Koch, Werner Kloßen, Bentz Markart, Klaus Buntzen, der Kirchherr von Bubenhofen, Albrecht Hohen, Öttlin Hegner und der Kohler. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. Die Käufer sind verpflichtet, auch zukünftig aus einer näher genannten Wiese dem [Zisterzienserinnenkloster] Rottenmünster jedes Jahr eine Gülte von 10 ß für eine Jahrzeit von Werner [II.] von Bubenhofen zu geben. Außerdem erhält das Gotteshaus zu Binsdorf aus dem Rapoltzgut jedes Jahr vom Lehenherren 4 ß h. Alle alten Schulden, Z insen und Gülten, die die Meier der genannten Güter bis zum Tag der Ausstellung dieser Urkunde noch nicht bezahlt haben, bleiben bestehen und werden auf die Heiligenpfleger des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen und ihre Nachfolger übertragen. Alle Briefe, Rödel, Schriften, Urkunden, Instrumente und Beweise über die genannten Stücke, Güter, Zinsen, Nutzungen und Gelder, die sich über kurz oder lang noch finden werden, sollen unverzüglich den Käufern übergeben werden. Von den Urkunden vom 24. Juli 1349 (an Fritag vor Sanntt Jacobs tag do(e) man zalt von Cristi gepurt drizehenhundert jaure und darenach in dem n(e)und und viertzigosten jaure) am 25. Mai 1377 (nauch cristi gepurt driczehenhundert sibentzig jaure und in dem sibenden jaure an Sanntt Urbanus tag) über die genannten Güter und andere Güter sollen die Urkunden über die anderen Güter in den Händen der Aussteller verbleiben. Abschließend erklärt Wolf[gang I.] von Bubenhofen, dass dieser Kauf mit seiner Zustimmung erfolgt ist und dessen Bestimmungen von allen seinen Nachkommen eingehalten werden sollen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 826 Archivalieneinheit 
1451 Oktober 22 (uff Fritag na(e)chst nauch Sanntt Gallen tag) 
Wolf von Bubenhofen (Wolff von Bu(o)benhoffen), Edelknecht, erklärt in einer Urkunde für Heinrich [IV. von Höwen], Bischof von Konstanz und Verweser des Stifts Chur (Kur), dass er die Kirche in seinem Dorf Geislingen (Gislingen), die bisher eine Tochterkirche der Pfarrkirche Sankt Ulrich in Ostdorf (O(e)storff) war und die er als Lehen über die Vormünder von Graf Ulrich [V.] von Württemberg als Kastvogt und Lehenherr erhalten hat, gegen die Kirche von Burgfelden tauscht, die ihm bisher als Kastvogt und Lehenherr gehörte. Die Kirche von Burgfelden kann nun künftig durch Graf Ulrich [V.] von Württemberg, seine Erben und Nachkommen als Kastvögten und Lehenherren auf ewige Zeiten verliehen werden. Die Kirche von Geislingen wird dafür zur Pfarrkirche erhoben. Nach dem Tod oder Wegzug eines Pfarrers steht die Einsetzung eines neuen Pfarrers nach den Bewilligungsbriefen von Graf Ulrich [V.] von Württemberg in den drei folgenden Monaten dem Aussteller oder dem jeweils Ältesten des Geschlechts von Bubenhofen zu. Der Aussteller stiftet für die Kirche von Geislingen folgende Güter, Zinsen, Nutzen und Renten für den Unterhalt des Geistlichen, die ihm auf ewige Zeiten gegeben werden sollen: [1] Eine Behausung in dem Kirchhof in Geislingen. [2] Von der Jahrzeit für Markwart von Bubenhofen gibt der Frühmesspfründner von Geislingen eine jährliche Gült von 3 1/2 ß h aus dem Sprengerhof und dem Kleinen Zehnten von Geislingen. [3] Aus der Jahrzeit des Ritters Heinrich von Bubenhofen gibt der Kaplan von Geislingen eine jährliche Gült von 3 1/2 ß h aus dem Zehnten von Geislingen, der in jedem Jahr 12 Malter mit 2/3 Vesen und 1/3 Hafer erträgt. [4] Von der Jahrzeit von Sophie vom Stain, die vier Mal im Jahr begangen wird, erhält der Pfarrer von Geislingen 10 ß h, von denen der Kaplan von Geislingen 7 1/2 ß h aus dem Braucherhof und einem Baumgarten beim Bernhardshof in Geislingen und der Frühmesspfründner von Geislingen 2 1/2 ß h aus dem Hof des Jäk in Roßwangen, der dem Frühmesspfründner 2 Malter Vesen Balinger Maß, 60 Eier und 2 Hühner gültet. [5] Von der Jahrzeit von Walter und Märklin (Ma(e)rklis) von Bubenhofen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 1/2 ß h, die der Kaplan von Geislingen gibt. [6] Von der Jahrzeit von Anna von Werenwag erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 1/2 ß h, die der Frühmesspfründner von Geislingen aus dem Hof des Jäk in Roßwangen gibt, der dem Frühmesspfründner jährlich 1 Malter Hafer Balinger Maß und 4 ß h Heuzins gibt, außerdem eine Wiese in Laufen an der unteren Mühlstatt, die gewöhnlich um 7 oder 8 ß h verliehen wird. [7] Von der Jahrzeit von Margarethe von Bubenhofen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 1/2 ß h, die der Frühmesspfründner von Geislingen aus dem Hof des Jäk in Roßwangen gibt, der dem Frühmesser von Geislingen 2 Malter Vesen, 60 Eier und 2 Hühner gültet. [8] Von der Jahrzeit aller Wohltäter und Wohltäterinnen der Kirche in Geislingen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gült von 2 1/2 ß h, die der Frühmesser von Geislingen aus dem Kretzingerhof gibt, der dem Frühmesspfründner von Geislingen jährlich 5 Malter Vesen, 6 Scheffel Hafer, 10 ß h Heuzins, 60 Eier und 4 Hühner gültet. [9] Von Christian Siesser in Roßwangen und dem Kernshof in Roßwangen eine jährliche Gült von 5 Malter Vesen, 3 Malter Hafer Balinger Maß, 1 lb h Heuzins, 2 Gänse, 120 Eier und 2 Vorderschinken. [10] Von der Jahrzeit von Verena von Bubenhofen erhält der Pfarrer 1 ß h, die der Kaplan von Geislingen zum einen aus einer halben Mannsmahd Wiese in den Hu(e)rsten erhält, die an den Weg bei der Kapelle stößt, und zum anderen aus einer Mannsmahd Wiese im Emertal, die unten an die Frienwiese und oben an die Nunnenma(e)nnliswiese stößt und sich zum Teil über den Weg erstreckt. [11] Von der Jahrzeit von Hans [Familienname fehlt] erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 16 h aus einem Garten hinter den Ha(e)ffen. [12] Von der Jahrzeit von Konrad Crusten erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gült von 3 ß aus einer Wiese in Ostdorf, die der Brühl genannt wird und an dem Wasen liegt. [13] Von der Jahrzeit von Albrecht Hurnen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 ß h aus einer Wiese im Tuttental. [14] Von der Jahrzeit von Margarethe Siber eine jährliche Gülte von 9 h aus einem Acker an dem langen Morgen mit 2 1/2 Jauchert. [15] Von der Jahrzeit von Berthold Siffrid eine jährliche Hellergülte von 3 ß aus einem Acker auf der Schlechtenfucht mit 2 Jauchert. [16] Von der Jahrzeit von Otten Schenkler erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 ß aus einem Acker im Emertal, genannt das Häldl. [17] Von der Jahrzeit von Berthold Angster erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 ß h aus einer Wiese, die in der Balgenau (Balgnow) liegt und an die Wittumwiese stößt. [18] Von der Jahrzeit von Albrecht Mayer erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 4 ß h aus einem Wald, der Berken genannt wird und in zwei Teile geteilt ist. [19] Von der Jahrzeit von Dietrich Rober eine jährliche Gült von 1 ß h aus einer Wiese in dem Gübel. [20] Von der Jahrzeit von [Vorname nicht mehr lesbar] Huser erhält der Pfarrer von Geislingen eine Gült von 2 ß h aus einem Acker hinter dem Lowe. [21] Von der Jahrzeit von Albrecht Lo(e)hlis erhält der Pfarrer von Geislingen 1 ß h aus einer Wiese, die früher ein Acker war und in Roßwangen (Wangen) liegt. [22] Von der Jahrzeit von Landolf dem Schmied erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h aus einem Acker auf dem Berg ob dem Giebel (Gu(e)bel). [23] Von der Jahrzeit von Kunz dem Schmied erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 4 ß h, die die Pflege Sankt Ulrich in Geislingen aus 8 ß h gibt, die sie früher aus dem Haus von Dietz Richartz hatte. [24] Von der Jahrzeit von Ulrich Crusten erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h, die die Pfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich aus einer Wiese am Steg im Emertal geben. [25] Von der Jahrzeit von Heinz Wetzel erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 18 h aus einer Wiese am Leren zu Hung. [26] Von der Jahrzeit von Auberlin Lo(e)chlis erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h aus einem Hanfland zu Sew und aus einer Wiese zwischen dem Angster und dem Vehlin. [27] Von der Jahrzeit von Werner Koch erhält der Pfarrer von Geislingen eine Gülte von 15 h aus einer Wiese, die an [Flurname nicht mehr lesbar] und an der Frügenmesswiese liegt. [28] Von der Jahrzeit von Willen Ha(e)rdlis erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h aus einer Wiese in Häßliszel. [29] Von der Jahrzeit von Hartmann [?] Ruttmann erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gült von 1 ß h, die aus Balingen am Dienstag vor dem 8. September (uff Zinstag vor unser lieben Frowen tag nativitatis) gegeben wird. [30] Von der Jahrzeit von [Name nicht mehr lesbar] erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 5 ß h, zu der eine Urkunde vorliegt, aus der hervorgeht, woher diese Gülte kommt. [31] Von der Jahrzeit von Konrad (Kontzen) Bentzel erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 2 ß h aus einem Acker mit 2 Jauchert im Binloch. [32] Von der Jahrzeit von Otten Zu(e)rnen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 6 ß h aus einem Acker ob dem [Beginn des Flurnamens nicht mehr genau lesbar] Brühl mit 2 Jauchert. [33] Aus der Jahrzeit von [Vorname nicht mehr lesbar] Zu(e)rnen, erhält der Pfarrer von Geislingen eine jähr liche Gült von 1 ß aus einem [Acker?] vor dem Kommissberg (Ku(o)miß Berg) an dem Weg. [34] Von der Jahrzeit von Heinrich Butzen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 3 ß h aus [weiter nicht mehr lesbar]. [34] Von der Jahrzeit von [Vorname nicht mehr lesbar] von Haiterbach [Hayterbach] eine jährliche Gülte von [Zahlangabe nicht mehr lesbar] aus einer Wiese an dem Owach. [35] Von der Jahrzeit von A(e)llen Schmid erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 20 ß h aus einem Acker [nähere Beschreibung nicht mehr lesbar]. [36] Von der Jahrzeit von Heinrich Hurmen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h aus einer Wiese in der Balgenau in dem Giebel. [37] Von der Jahrzeit von Werner Herzog erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h aus einer Wiese im [Flurname nicht mehr eindeutig lesbar]. [38] Von der Jahrzeit von Burkhart Schlaitzen erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 1 ß h aus einer Wiese in Bronnhaupten (Brunhaupten) in dem Loch. [39] Von der Jahrzeit der Hausfrau von Schwenger von Lichtenstein erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 5 ß h aus einem Haus in Balingen, genannt das Haus des Schneiders von Harthain. [40] Von der Jahrzeit von Heinz Landoltz erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 18 h aus einer Wiese mit einer 1/2 Mannsmahd auf dem Höberg. [41] Von der Jahrzeit von Heinz Scrälitz erhält der Pfarrer von Geislingen eine jährliche Gülte von 18 h aus einem Baumgarten hinter der Öwenwiese. Außerdem erhält der Pfarrer das im Folgenden genannte Korn nach der Zelge: [1] Groß Hans gibt 2 Malter weniger 2 Viertel von 6 Jauchert. [2] Öttli Hegner gibt 12 Viertel von 5 1/2 Jauchert. [3] Werner Knützel gibt 2 Viertel von einem 1/2 Jauchert. [4] Albrecht Kocks gibt 1 Viertel von einem kleinen 1/2 Jauchert. [5] [Name nicht mehr lesbar] gibt 2 Viertel von 1 Jauchert. [6] Bentz Siber gibt 1 Malter und 1 Viertel von 9 1/2 Jauchert. [7] Heinz Kloßen gibt 2 Viertel von einem 1/2 Jauchert. [8] Werner Kocks gibt [Angaben teilweise nicht mehr lesbar] 2 Viertel von 1 Jauchert. [9] Der Jos gibt 6 Viertel von 2 Jauchert. [10] Die Witwe von Ulrich Bentzel gibt 1 Malter von 4 Jauchert. [11] Ulrich Kloßen gibt 2 Viertel von einem 1/2 Jauchert. [12] Peter J(o)erg gibt 3 Viertel von einem kleinen Jauchert. [13] Hans Schnepf gibt 9 Viertel von 3 1/2 Jauchert. [14] Werner Fink (Vink) gibt 3 Viertel von 2 Jauchert. [15] Eberli Schlaitzen gibt 1 Viertel von einem 1/2 Jauchert. [16] Marti Erler gibt 2 Viertel von einem 1/2 Jauchert. Ferner erhält der Pfarrer von Geislingen an jährlichen Zinsen: [1] Werner Bach, genannt Wißermel, gibt jährlich 1 lb 4 ß h von 2 1/2 Mannsmahd Wiesen. [2] Peter Jo(e)rg gibt jährlich 1 lb h von 2 1/2 Mannsmahd Wiesen. [3] Heinz Kloßen gibt jährlich 12 ß h von 1 1/2 Mannsmahd Wiesen. [4] Der Jäk gibt jährlich 1 lb 4 ß h von 1 1/2 Mannsmahd Wiesen. [5] Die Witwe von Ulrich Bentzel gibt jährlich 9 ß h von 3 Viertel einer Mannsmahd. [6] Die Klausnerinnen (Kloßnerinnen) geben jährlich 7 ß h von einem Hanfgarten. [7] Bentz Markwart (Marquard) gibt jährlich 6 ß h aus einem kleinen Garten, jährlich 1 lb 6 ß h aus 2 Wiesen über dem Dorf und zu Binloch gelegen mit 2 Mannsmahd, 3 ß h von einer 1/2 Mannsmahd zu Distelbrunnen, 2 lb h von Wiesen zu Roßwangen und an dem Hu(e)rsten mit 3 Mannsmahd, 30 ß h von Wiesen in der Balgenau mit 3 1/2 Mannsmahd Wiesen. [8] Eberli Schlaitzen gibt 2 ß h von einer kleinen Wiese. [9] Schließlich bekommt der Pfarrer von Geislingen jährlich 2 Malter Hafer als Futterhafer und 30 Garben mit insgesamt 2 Malter Korn beider Arten. Zusammengenommen erbringen alle genannten Gülten, wenn Korn und Hafer verkauft werden: 20 lb 18 ß h. Die genannten Gülten, die bisher der Pfarrerv on Ostdorf erhaltenhat, soll nun künftig der Pfarrer von Geislingen auf ewige Zeit erhalten. Da diese Gülten zum Unterhalt des Pfarrers von Geislingen nicht ausreichen, stiftet der Aussteller für das Seelenheil seiner Eltern, Vorfahren und Nachkommen aus seinem Eigentum auch noch den vierten Teil des Zehnten von Täbingen, der im Jahr etwa 40 lb h erträgt. Zur Bestätigung dieser Stiftung und zur Erhebung der bisherigen Tochterkirche von Ostdorf zur Pfarrkirche von Geislingen bittet der Aussteller Bischof Heinrich von Konstanz um sein seine Bestätigung. Der Pfarrer von Ostdorf, Ulrich Wagner, erklärt, dass diese Übereinkunft mit seiner Zustimmung erfolgt ist und er dafür eine ausreichende Entschädigung (widerlegung und benu(e)gen) erhalten hat. Der Pfarrer oder die Kirche von Geislingen sind künftig auf ewige Zeiten verpflichtet, Wolf von Bubenhofen, seinen Nachkommen oder der Kirche zu Ostdorf jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 29. September (uff Sanntt Michels tag) zum ewigen Gedächtnis an ihre frühere Zugehörigkeit zur Mutterkirche in Ostdorf zwei Hühner als Zins zu leisten. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 827 Archivalieneinheit 
Konstanz, 1452 Juli 12 (die duodecima mensis July) 
Heinrich [IV. von Höwen], Bischof von Konstanz und und Verweser der Kirche von Chur, billigt und bestädtigt den Inhalt einer ihm im Original vorgelegten Urkunde, mit der der Edelknecht Wolf von Bubenhofen (pro parte Wolfonis de Bu(o)benhoven, armigeri) das Patronatsrecht und die Vogtei der Pfarrkirche in Burgfelden gegen das Patronatsrecht und die Vogtei der Kirche in Geislingen (Gyslingen) eintauscht. Diese Kirche war einst Filiale der Pfarrkirche in Ostdorf (Ostdorff) und ist jüngst von dieser aufgrund bischöflicher Gewalt (auctoritate ordinaria) mit Zustimmung der Beteiligten los getrennt und zur selbständigen Pfarrei gemacht worden sowie von Wolf von Bubenhofen mit in der vorgelegten Urkunde genannten Gütern ausgestattet worden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 879 Archivalieneinheit 
Geben uff Sannct Martin aubend, 1453 November 10 
Hans Meringer, Bürger zu Balingen, verkauft an Heinz Kloßen und Klaus Butzen von Geislingen (Gislingen), den Pflegern der Frühmess[pfründe], für die der Sankt-Katharina-Altar in der Pfarrkirche in Geislingen gestiftet ist, eine ewige Gülte von 1 lb h, die sie und ihre Nachkommen jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sannct Martis tag) erhalten sollen, für 24 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die Gülte geht aus folgenden Stücken und Gütern mit allen ihren Rechten, wer auch immer sie besitzen wird: [1] 1 Pfund Wachs aus dem Haus des Ausstellers, das zwischen den Häusern von Stefan Becken und Hans (Hennslin) von Zimmern liegt. [2] 9 h aus einem Garten, der an der Kirchgasse liegt. [3] 6 1/2 ß h aus 1 Mannsmahd Wiese im Reichenbach (Richenbach), die an die Wiesen von Hans (Hennslin) Bücklin (Bu(i)klin) und Benz Vokken stößt. Abschließend verspricht der Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
Pergament - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 867 Archivalieneinheit 
1459 Oktober 10 (an der nechsten Mittwochen vor Sant Gallen tag) 
Die Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen stiften eine ewige Jahrzeit für ihre verstorbene Mutter Margarethe von Neuneck und alle ihre Vorfahren in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (G(e)yslingen) zum Trost und zum Heil für sich selbst, alle ihre Nachkommen und alle gläubigen Seelen mit 5 lb h, die an Frucht und Geld aus ihren folgenden Gütern zu Ostdorf fallen: [1] Der Hohenhof von Burkhardt Maiger und Konrad Schad, den derzeit Konrad Maiger, Hans Schad, genannt Scherer, und die Witwe Ellin Gesta(e)ns bewirtschaften, gültet jährlich 4 Malter Vesen und 2 Malter Hafer Balinger Maß, 3 Herbsthühner und 1 Fastnachtshenne. [2] Der Langenhof zu Ostdorf der Lusserin, den derzeit Konrad Mayger bebaut, gültet jährlich 3 Scheffel Vesen und 1 Scheffel [Hafer] Balinger Maß, 60 Eier, 1 Herbsthuhn, 1 Fastnachtshenne und 4 ß h. In dieser Gülte ist jedes Malter Vesen mit 14 ß h und 1 Malter Hafer mit 10 ß h angeschlagen. Die 4 Malter und 3 Scheffel Vesen ergeben zusammen an Geld 3 lb 6 1/2 ß h und die 2 Malter und 1 Scheffel Hafer ergeben zusammen an Geld 1 lb pf 2 1/2 ß h. Mit den 4 ß h aus dem Hof der Lusserin ergibt sich eine Summe von 4 lb 13 ß h. Die Herbsthühner, die Fastnachtshennen und die Eier werden nicht mit Geld berechnet und angeschlagen. [3] Konrad Keller gibt jährlich aus seiner Hofreite 2 ß h und 2 Hühner, die mit 1 ß h jährlicher Gülte angeschlagen werden. [4] Burkhardt Mayger gibt aus 1 Scheffel Ackergeld jährlich von einem Acker zwischen den Bächen, genannt der Hossingeracker, eine Gült von 2 ß h. [5] Fritz Schneider gibt eine jährliche Gülte von 2 ß h aus einem Hanfgarten hinter der Scheuer von Klaus Ulrich, den jetzt Volmar Mu(e)slis besitzt. Zusammen ergeben alle Gülten eine Summe von 5 lb h jährlicher und ewiger Gülte, die jedes Jahr der Kirchherr zu Geislingen erhält. Für die jährliche Gülte von 5 lb h soll der Kirchherr zu Geislingen jedes Jahr drei Mal die Jahrzeit von Margarethe von Neuneck auf die folgende Art und Weise begehen: Den ersten Jahrtag soll der Kirchherr von Geislingen immer am Mittwoch nach Sankt Gallus, an dem Margarethe von Neuneck verstorben ist, mit sieben Priestern in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen begehen. Dazu sollen der Kirchherr zu Ostdorf, der Kirchherr zu Engstlatt (Engschlatt), der Kirchherr zu Bubenhofen, der Kirchherr zu Dotternhausen (Totternhusen), der Frühmesser zu Isingen (U(i)singen) und die beiden Kapläne zu Geislingen berufen werden. Den zweiten Jahrtag soll der Kirchherr zu Geislingen am Donnerstag nach dem Sonntag Oculi in der heiligen Fastenzeit mit fünf Priestern begehen. Dazu sollen der Kirchherr zu Dotternhausen, der Kirchherr zu Bubenhofen, der Kaplan zu Isingen und die beiden Kapläne zu Geislingen berufen werden. Den dritten Jahrtag soll der Kirchherr zu Geislingen am Donnerstag vor Sankt Jakob in der Erntezeit begehen. Dazu sollen die bereits genannten fünf Priester mit dem Kirchherrn von Geislingen berufen werden. Wenn einer dieser Priester nicht kommen kann oder kommen möchte, soll der Kirchherr von Geislingen an seiner Stelle mit Zustimmung der Aussteller, ihrer Erben und Nachkommen oder der künftigen Besitzer dieser Urkunde einen anderen Priester dazu berufen. Falls künftig noch eine weitere Kaplanei zu Geislingen gestiftet wird, soll der Kaplan zu Geislingen an die Stelle des Priesters zu Isingen treten. Am Dienstag- und Mittwochabend vor dem jeweiligen Mittwoch und Donnerstag soll stets zur Vesperzeit mit drei Glockenschlägen feierlich geläutet werden. Nach dem Zusammenläuten sollen die Priester zu Geislingen, der Kirchherr und die beiden Kapläne zu Geislingen eine ganze Vigil mit neun Lesungen singen. Danach sollen sie mit Weihrauch, den der Mesner machen soll, zum Grab der Herren von Bubenhofen im Chor gehen. Dort sollen sie eine ganze Seelenvespe r sprechen, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und einem Altargebet zur Ehre der Muttergottes singen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Am ersten Mittwochmorgen sollen sich die acht Priester und an den beiden Donnerstagmorgen die sechs Priester in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen einfinden. Nach dem üblichen Messeläuten sollen drei Priester die Seelenmesse lesen und die anderen fünf oder drei Priester eine Vigil mit neun Lesungen singen. Wenn die Vigil ausgesungen ist, soll der Kirchherr von Geislingen oder ein anderer Priester an seiner Stelle zum Altar gehen und eine Seelenmesse singen. Währenddessen sollen die Priester, die noch keine Messe gelesen haben, Messe lesen, die Priester, die bereits Messe gelesen haben, sollen bei der Messe singen. Der Kirchherr zu Geislingen oder ein anderer Priester soll nach der gesungenen Messe dem Volk in der Kirche zu Geislingen die Jahrzeit bekanntgeben und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn man möchte, dass das Sanctus zu dem Seelenamt gesungen wird, soll ein anderer Priester, der noch keine Messe gelesen hat, zu dem Muttergottesaltar im Chor gehen und eine Messe für die Gottesmutter Maria singen. Beim Gesang sollen alle genannten Priester mitwirken und Gott für die Lebenden und für die Toten bitten. Danach sollen alle Priester auf das Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen mit Weihrauch gehen, ein Placebo, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und Altargebet zur Ehre der Gottesmutter Maria sprechen, das Weihwasser darauf sprengen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn das alles vollbracht ist, soll der Kirchherr zu Geislingen von der ewigen Gülte zu den drei Jahrzeiten den anwesenden Priestern jeweils 3 1/2 ß h und den genannten Kaplänen zu Geislingen und Isingen jeweils 2 1/2 ß h geben. Bei der ersten und großen Jahrzeit mit acht Priestern erhalten die genannten Priester 17 1/2 ß h und die drei Kapläne zu Geislingen und Isingen 7 1/2 ß h, was zusammen eine Summe von 1 lb pf 5 ß h ergibt. Bei den anderen beiden Jahrzeiten mit sechs Priestern erhalten die genannten Priester 1 lb 1 ß h und die Kapläne von Geislingen und Isingen 15 ß h, was zusammen eine Summe von 36 ß h ergibt. Alle drei Jahrzeiten ergeben zusammen eine Summe von 3 lb 1 ß h. Außerdem soll der Kirchherr zu Geislingen von dieser Gülte geben: [1] Dem Mesner zu Geislingen für jede Jahrzeit 6 ß h und für alle drei Jahrzeiten 18 ß h. [2] Den Heiligenpflegern der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen für jede Jahrzeit 1 ß und für alle drei Jahrzeiten 3 ß, damit sie zwei Kerzen zu den genannten Jahrzeiten für die Vigil am Abend und am Morgen für die Messe aufstecken und brennen lassen. [3] Den Klausnerinnen zu Geislingen für jede Jahrzeit 6 h und für alle drei Jahrzeiten 18 h, insbesondere für die gesungenen Messen, die sie in ihrer Klause begehen. [4] Als Spende für Brot für jede Jahrzeit 5 ß h und für alle drei Jahrzeiten 15 ß h für Brot, das bei jeder Jahrzeit auf dem Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen stehen und nach dem Ende des Gottesdienstes an die armen Leute verteilt werden soll. Der Kirchherr zu Geislingen soll dabei Brot für 1 ß h in die Klause zu Geislingen und Brot für 1 ß h den Feldsiechen im Feldsiechenhaus zu Balingen geben. Das übrige Brot soll unter anderen armen Leuten verteilt werden. Wenn aber einer oder mehrere der genannten Priester zu einer Jahrzeit nicht erscheinen werden und an ihrer Stelle kein anderer berufen werden kann, sollen die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen das Geld einnehmen und für das Heiligengut verwenden. Alle Priester sollen am Sonntag vor den Mittwochen oder Donnerstagen die Jahrzeit von der Kanzel dem Volk öffentlich ankündigen. Den Rest von 18 ß h, der von den genannten fünf lb h jährlicher Gül te übrig bleibt, erhält der Kirchherr von Geislingen für die Einsammlung und Verteilung der Gülte. Wenn der Kirchherr zu Geislingen die genannten Jahrzeiten nicht auf die beschriebene Art und Weise abhalten wird, fällt die Gülte mit Korn, Hafer, Geld und Hühnern in diesem Jahr an den Sankt-Georgs- und Sankt-Katharina-Altar zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Kapläne des Sankt-Georg- und Sankt-Katharina-Altars die Jahrzeit mit Vigil, Seelenmesse und anderen Sachen wie der Kirchherr zu Geislingen begehen. Außerdem sollen sie an seiner Stelle auch die Priester berufen und die Gültanteile an den Mesner, die Klausnerinnen und den Heiligenpfleger verteilen. Wenn einer der Kapläne zu dieser Zeit aber nicht in Geislingen oder eine der Pfründen durch keinen Kaplan besetzt ist, sollen der anwesende Kaplan und die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen die Jahrzeit wie die beiden Kapläne begehen. Die Heiligenpfleger sollen dafür den gleichen Gültanteil erhalten wie der Kaplan. Wenn keine Kapläne zu Geislingen sind, die Jahrzeiten von ihnen nicht begangen werden oder einer der Kapläne die Jahrzeiten nicht zusammen mit den Heiligenpflegern begeht, fällt die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Heiligenpfleger dafür sorgen, dass die drei Jahrzeiten in der Kirche zu Geislingen gehalten, das Almosen gespendet, der Mesner und die Klausnerinnen ihren Anteil erhalten und das Kerzengeld gegeben wird. Wenn der Kirchherr zu Geislingen die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begeht, soll die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen fallen, ohne dass der Kirchherr zu Geislingen und seine Nachkommen irgendwelche Ansprüche erheben können. Wenn der Kirchherr zu Geislingen oder ein von ihm Beauftragter die Kapläne oder Heiligenpfleger bei der jährlichen Gülte behindern oder sie nicht rechtzeitig verteilen, sind die Kapläne, Heiligenpfleger oder ihre Beauftragten berechtigt, ihre Forderungen einzuklagen, bis sie die jährliche Gülte erhalten haben. Dagegen können der Kirchherr zu Geislingen oder seine Beauftragten keine Freiheiten und Rechte in Anspruch nehmen. Wenn die beiden Kapläne die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen und sie an die Heiligenpfleger fallen, können die Kapläne und ihre Nachkommen keine Ansprüche mehr darauf erheben. Die jährliche Gülte fällt daraufhin an die Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen und soll von den Heiligenpflegern für die ewige Abhaltung der drei Jahrzeiten verwendet werden. Wenn die beiden Heiligenpfleger die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen, sind die Aussteller, ihre Erben, Nachkommen und künftigen Besitzer dieser Urkunde berechtigt, die jährliche Gülte wieder an sich zu ziehen und auf ein ihnen geeignet erscheinendes Gotteshaus für die Jahrzeiten zu übertragen. Die Heiligenpfleger können dagegen keinen Anspruch erheben, es sei denn, dass die Jahrzeiten wegen Brand oder Zerstörung des Dorfes Geislingen im Krieg nicht begangen werden können. In diesem Fall werden die Aussteller, ihre Erben und Nachkommen oder die zukünftigen Besitzer dieser Urkunde die Jahrzeiten an einem anderen Ort begehen, bis das Dorf und Gotteshaus Geislingen wieder aufgebaut sind. In dieser Jahrzeit und Ordnung wird abschließend festgelegt, dass auch alle zukünftigen Besitzer des Dorfes Geislingen verpflichtet sind, den Kirchherren, Kaplänen und Heiligenpflegern die jährliche Gülte zu geben und für die Feier der Jahrzeiten zu sorgen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 868 Archivalieneinheit 
1459 Oktober 10 (an der nechsten Mittwochen vor Sant Gallentag) 
Die Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen stiften eine ewige Jahrzeit für ihre noch lebenden Ehefrauen Ottilie von Bach und [Margreth von Klingenberg], für alle ihre künftigen Ehefrauen bei einer Wiederverheiratung und alle ihre Vorfahren in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Gyslingen) zum Trost und zum Heil für sich selbst, alle ihre Nachkommen und alle gläubigen Seelen mit 9 lb 12 ß h, die an Frucht und Geld aus ihren folgenden Gütern und Höfen zu Steinhofen fallen: [1] Heinz Hürning von Steinhofen gültet jährlich 2 Malter Vesen, 1 Malter und 3 Viertel Hafer, 4 ß 5 h, 1 Huhn, 27 Eier und im dritten Jahr 2 Gänse. Die Gülte wird jetzt von Paule von Steinhofen gegeben. [2] Heinz Fretz, genannt Schweizer, gültet jährlich 2 Malter Vesen, 1 Malter und 3 Viertel Hafer, 4 ß und 5 h, 1 Huhn, 27 Eier und im dritten Jahr 2 Gänse. [3] Die Hensingerin zu Steinhofen gültet jährlich 2 Malter Vesen, 1 Malter und 3 Viertel Hafer, 4 ß und 5 h, 27 Eier, 1 Huhn und im dritten Jahr 2 Gänse. [4] Hans Ott zu Steinhofen gültet jährlich 20 Viertel Vesen, 15 Viertel Hafer, 3 ß 4 h, 20 Eier, in einem Jahr 1 Huhn und im zweiten Jahr 2 Hühner. [5] Der Herbstritt zu Steinhofen gültet jährlich 20 Viertel Vesen, 15 Viertel Hafer, 3 ß 4 h, 20 Eier, in einem Jahr 1 Huhn und im zweiten Jahr 2 Hühner. Zusammen ergeben alle Gülten eine Summe von 8 1/2 Malter Vesen, 5 Malter und 7 Viertel Hafer, alles Balinger Maß, ein lb h weniger einem h, 120 Eier, 2 Gänse und 6 Hühner jährlicher und ewiger Gülte. Der Malter Vesen wird mit 14 ß h angeschlagen. In der Summe ergeben die 8 Malter Vesen 5 1/2 lb 2 h. Der Malter Hafer wird mit 10 ß h angeschlagen. In der Summe ergeben die 5 Malter und 7 Viertel Hafer, die mit den übrigen 8 Viertel Vesen auf 6 Malter Hafer kommen, 3 lb h weniger einem h. Die 2 Gänse, die 6 Hühner und die 120 Eier werden nicht mit Geld berechnet und angeschlagen. Von den 9 lb 12 ß h jährlicher und ewiger Gülte soll der Kirchherr zu Geislingen jedes Jahr im Herbst 7 lb 12 ß h erhalten. Die übrigen 2 lb jährlicher Gülte sollen jedes Jahr im Herbst zum Kauf von 4 Pfund Wachs verwendet werden, um daraus Kerzen herstellen zu lassen, die auf ewige Zeit im Chor zu Geislingen brennen sollen, wo die Eltern der Aussteller und weitere ihrer Vorfahren begraben sind. Für die jährliche Gülte von 7 lb 12 ß h soll der Kirchherr zu Geislingen die Jahrzeiten für die Ehefrauen der Aussteller drei Mal im Jahr auf die folgende Art und Weise begehen: Die erste Jahrzeit soll der Kirchherr immer am Tag nach Allerseelen in der Pfarrkirche Sankt Ulrich mit neun Priestern begehen. Wenn Allerseelen auf einen Samstag fällt, soll die erste Jahrzeit nicht am Sonntag, sondern immer am Montag begangen werden. Dazu sollen mit Zustimmung der Aussteller, ihrer Erben und Nachkommen der Kirchherr zu Ostdorf, der Kirchherr zu Engstlatt, der Kirchherr zu Bubenhofen, der Kirchherr zu Dotternhausen (Totternhusen), der Frühmesser zu Isingen (U(i)singen), die beiden Kapläne zu Geislingen und zwei weitere Kirchherren berufen werden. Die zweite Jahrzeit soll der Kirchherr zu Geislingen am Dienstag nach dem Sonntag Letare in der heiligen Fastenzeit mit sieben Priestern begehen. Dazu sollen der Kirchherr zu Ostdorf, der Kirchherr zu Engstlatt, der Kirchherr zu Bubenhofen, der Kirchherr zu Dotternhausen, der Frühmesser zu Isingen und die beiden Kapläne zu Geislingen berufen werden. Die dritte Jahrzeit soll der Kirchherr zu Geislingen am Donnerstag nach Sankt Bartholomäus mit sieben Priestern begehen. Dazu sollen die bereits genannten sieben Priester berufen werden. Wenn einer dieser Priester nicht kommen kann oder kommen möchte, soll der Kirchherr von Geislingen an seiner Stelle mit Zustimmung der Aussteller, ihrer Erben und Nachkommen oder der künftigen Besitzer dieser Urkunde einen anderen Priester dazu berufen. Falls künftig noch eine weitere Kaplanei zu Geislingen gestiftet wird, soll der Kaplan zu Geislingen an die Stelle des Priesters zu Isingen treten. Am Abend vor den Jahrzeiten soll stets zur Vesperzeit mit drei Glockenschlägen feierlich geläutet werden. Nach dem Zusammenläuten sollen die Priester zu Geislingen, der Kirchherr und die beiden Kapläne zu Geislingen eine ganze Vigil mit neun Lesungen singen. Danach sollen sie mit Weihrauch, den der Mesner machen soll, zum Grab der Herren von Bubenhofen im Chor gehen. Dort sollen sie eine ganze Seelenvesper sprechen, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und einem Altargebet zur Ehre der Muttergottes singen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Am ersten Morgen sollen sich die zehn Priester und an den beiden anderen Morgen die acht Priester in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen einfinden. Nach dem üblichen Messeläuten sollen drei Priester die Seelenmesse lesen und die anderen sieben oder fünf Priester eine Vigil mit neun Lesungen singen. Wenn die Vigil ausgesungen ist, soll der Kirchherr von Geislingen oder ein anderer Priester an seiner Stelle zum Altar gehen und eine Seelenmesse singen. Währenddessen sollen die Priester, die noch keine Messe gelesen haben, Messe lesen, die Priester, die bereits Messe gelesen haben, sollen bei der Messe singen. Der Kirchherr zu Geislingen oder ein anderer Priester soll nach der gesungenen Messe dem Volk in der Kirche zu Geislingen die Jahrzeit bekanntgeben und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn man möchte, dass das Sanctus zu dem Seelenamt gesungen wird, soll ein anderer Priester, der noch keine Messe gelesen hat, zu dem Muttergottesaltar im Chor gehen und eine Messe für die Gottesmutter Maria singen. Beim Gesang sollen alle genannten Priester mitwirken und Gott für die Lebenden und für die Toten bitten. Danach sollen alle Priester auf das Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen mit Weihrauch gehen, ein Placebo, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und Altargebet zur Ehre der Gottesmutter Maria sprechen, das Weihwasser darauf sprengen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn das alles vollbracht ist, soll der Kirchherr zu Geislingen von der ewigen Gülte für die drei Jahrzeiten den anwesenden Priestern jeweils 4 ß h, den Kaplänen zu Geislingen und den anderen Priestern jeweils 3 ß h geben. Bei der ersten und großen Jahrzeit mit zehn Priestern erhalten die genannten Priester 1 lb h, die Kapläne und die anderen Priester 15 ß h, was zusammen eine Summe von 35 ß h ergibt. Bei den anderen beiden Jahrzeiten mit acht Priestern erhalten die genannten Priester 2 lb und die Kapläne von Geislingen und Isingen 18 ß h, was eine Summe von zwei pf 18 ß h ergibt. Alle drei Jahrzeiten ergeben zusammen eine Summe von 4 lb 13 ß h. Außerdem soll der Kirchherr zu Geislingen von dieser Gülte geben: [1] Dem Mesner zu Geislingen für jede Jahrzeit 1 ß h und für alle drei Jahrzeiten 3 ß h. [2] Den Heiligenpflegern der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen für jede Jahrzeit 1 ß und für alle drei Jahrzeiten 3 ß, damit sie 2 Kerzen zu den genannten Jahrzeiten für die Vigil am Abend und am Morgen für die Messe aufstecken und brennen lassen. [3] Den Klausnerinnen zu Geislingen für jede Jahrzeit 1 ß h und für alle drei Jahrzeiten 3 ß h, insbesondere für die gesungenen Messen, die der Kirchherr zu Geislingen oder sein Verweser in ihrer Klause begehen. [4] Als Spende für Weißbrot für jede Jahrzeit 6 ß h und für alle drei Jahrzeiten 18 ß h für Weißbrot, das bei jeder Jahrzeit auf dem Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen stehen und nach dem Ende des Gottesdienstes an die armen Leute verteilt werden soll. Der Kirchherr zu Geislingen soll dabei Weißbrot für 1 ß h in die Klause zu Geislingen und Weißbrot für 1 ß h den Feldsiechen im Feldsiechenhaus zu Balingen geben. Das übrige Weißbrot soll unter anderen armen Leuten verteilt werden. Wenn aber einer oder mehrere der genannten Priester zu einer Jahrzeit nicht erscheinen werden und kein anderer an ihrer Stelle berufen werden kann, sollen die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen das Geld einnehmen und für das Heiligengut verwenden. Alle Priester sollen am Sonntag vor den Mittwochen oder Donnerstagen die Jahrzeit von der Kanzel dem Volk öffentlich ankündigen. Den Rest von 32 ß h, der von den genannten 7 lb 12 ß h jährlicher Gülte übrig bleibt, erhält der Kirchherr von Geislingen für die Einsammlung und Verteilung der Gülte. Wenn der Kirchherr zu Geislingen die genannten Jahrzeiten nicht auf die beschriebene Art und Weise abhalten wird, fällt die Gülte mit Korn, Hafer, Geld, Eiern, Hühnern und Gänsen in diesem Jahr an den Sankt-Georgs- und Sankt-Katharina-Altar zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Kapläne des Sankt-Georg- und Sankt-Katharina-Altars die Jahrzeit mit Vigil, Seelenmesse und anderen Sachen wie der Kirchherr zu Geislingen begehen. Außerdem sollen sie an seiner Stelle auch die Priester berufen und die Gültanteile an den Mesner, die Klausnerinnen und den Heiligenpfleger verteilen. Wenn einer der Kapläne zu dieser Zeit aber nicht in Geislingen oder eine der Pfründen durch keinen Kaplan besetzt ist, sollen der vorhandene Kaplan und die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen die Jahrzeit wie die beiden Kapläne begehen. Die Heiligenpfleger sollen dafür den gleichen Gültanteil erhalten wie der Kaplan. Wenn keine Kapläne zu Geislingen sind, die Jahrzeiten von ihnen nicht begangen werden oder einer der Kapläne die Jahrzeiten nicht zusammen mit den Heiligenpflegern begeht, fällt die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Heiligenpfleger dafür sorgen, dass die drei Jahrzeiten in der Kirche zu Geislingen gehalten, das Almosen gespendet, der Mesner und die Klausnerinnen ihren Anteil erhalten und das Kerzengeld gegeben wird. Wenn der Kirchherr zu Geislingen die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begeht, soll die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen fallen, ohne dass der Kirchherr zu Geislingen und seine Nachkommen irgendwelche Ansprüche erheben können. Wenn der Kirchherr zu Geislingen oder ein von ihm Beauftragter die Kapläne oder Heiligenpfleger bei der jährlichen Gülte behindern oder sie nicht rechtzeitig verteilen, sind die Kapläne, Heiligenpfleger oder ihre Beauftragten berechtigt, ihre Forderungen einzuklagen, bis sie die jährliche Gülte erhalten haben. Dagegen können der Kirchherr zu Geislingen oder seine Beauftragten keine Freiheiten und Rechte in Anspruch nehmen. Wenn die beiden Kapläne die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen und sie an die Heiligenpfleger fallen, können die Kapläne und ihre Nachkommen keine Ansprüche mehr darauf erheben. Die jährliche Gülte fällt daraufhin an die Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen und soll von den Heiligenpflegern für die ewige Abhaltung der drei Jahrzeiten verwendet werden. Wenn die beiden Heiligenpfleger die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen, sind die Aussteller, ihre Erben, Nachkommen und künftigen Besitzer dieser Urkunde berechtigt, die jährliche Gülte wieder an sich zu ziehen und auf ein ihnen geeignet erscheinendes Gotteshaus für die Jahrzeiten zu übertragen. Die Heiligenpfleger können dagegen keinen Anspruch erheben, es sei denn, dass die Jahrzeiten wegen Brand oder Zerstörung des Dorfes Geislingenim Krieg nicht begangen werden können. In diesem Fall werden die Aussteller, ihre Erben und Nachkommen oder die zukünftigen Besitzer dieser Urkunde die Jahrzeiten an einem anderen Ort begehen, bis das Dorf und Gotteshaus Geislingen wieder aufgebaut sin d. In dieser Jahrzeit und Ordnung wird abschließend festgelegt, dass auch alle zukünftigen Besitzer des Dorfes Geislingen verpflichtet sind, den Kirchherren, Kaplänen und Heiligenpflegern zu Geislingen die jährliche Gülte zu geben und für die Feier der Jahrzeiten zu sorgen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 869 Archivalieneinheit 
1459 Oktober 10 (an der nechsten Mitwochen vor Sant Gallentag) 
Die Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen stiften eine ewige Jahrzeit für ihren verstorbenen Vater Konrad von Bubenhofen und alle ihre Vorfahren in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Gislingen) zum Trost und zum Heil für sich selbst, alle ihre Nachkommen und alle gläubigen Seelen mit 5 lb h, die an Frucht und Geld aus ihren folgenden Gütern zu Ostdorf fallen: [1] Das Gut von Eberlin Vetter, das derzeit von Benz Huser zu Ostdorf bewirtschaftet wird, gültet jährlich 17 Viertel Kernen und 18 Viertel Hafer Balinger Maß, 6 ß h, 1 Vorderschinken, 2 Herbsthühner, 1 Fastnachtshuhn und 60 Eier. Die 17 Viertel Kernen sind jährlich mit 3 Malter Vesen Balinger Maß angeschlagen, von denen jedes Malter Vesen mit 14 ß h Gülte angeschlagen wird, die 18 Viertel Hafer und die 6 ß h jährliche Gülte ergeben zusammen 2 lb 18 ß h. Die Hühner, der Vorderschinken und die Eier werden nicht mit Geld berechnet. [2] Das Gut von Benz Egen zu Ostdorf, das derzeit von dem Schwiegersohn von Heinrich Kuss, von dem Schwiegersohn von Benz Schuler Salis, von der Witwe von Wille Wernenhansen, Matthias Salis, Heinrich Geratwol und Enndlin Senndli zu Ostdorf bewirtschaftet wird, gültet jährlich 18 Viertel Kernen und 1 Malter Hafer Balinger Maß, 6 ß h, 60 Eier, 2 Herbsthühner, 1 Fastnachtshuhn und 1 Gans. Die 18 Viertel Kernen sind jährlich mit 3 Malter Vesen Balinger Maß angeschlagen, von denen jedes Malter Vesen mit 14 ß h und das Malter Hafer mit 10 ß h jährlicher Gülte angeschlagen wird. Die 60 Eier, die Gans, die beiden Herbsthühner und die Fastnachtshenne werden nicht mit Geld berechnet. Zusammen ergeben alle Gülten eine Summe von 5 lb 16 ß h jährlicher und ewiger Gülte. Davon erhält der Kirchherr zu Geislingen jedes Jahr im Herbst 5 lb h aus den genannten Höfen und Gütern. Die übrigen 16 ß h erhält der Kirchherr zu Geislingen ebenfalls jedes Jahr im Herbst und soll dafür nach einer versiegelten Pergamenturkunde für Friedrich Ga(e)ben, einen verstorbenen Knecht der Aussteller, eine Jahrzeit begehen. Für die jährliche Gülte von 5 lb h soll der Kirchherr zu Geislingen jedes Jahr drei Mal die Jahrzeit von Konrad von Bubenhofen auf die folgende Art und Weise begehen: Den ersten Jahrtag soll der Kirchherr von Geislingen immer am Donnerstag nach dem Sonntag Reminiscere in der heiligen Fastenzeit, an dem Konrad von Bubenhofen verstorben ist, mit sieben Priestern in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen begehen. Dazu sollen der Kirchherr zu Ostdorf, der Kirchherr zu Engstlatt, der Kirchherr zu Bubenhofen, der Kirchherr zu Dotternhausen (Dotternhusen), der Frühmesser zu Isingen (U(i)singen) und die beiden Kapläne zu Geislingen berufen werden. Den zweiten Jahrtag soll der Kirchherr zu Geislingen am Donnerstag nach Sankt Jakob in der Erntezeit mit fünf Priestern begehen. Dazu sollen der Kirchherr zu Dotternhausen (Totternhusen), der Kirchherr zu Bubenhofen, der Frühmesser zu Isingen und die beiden Kapläne zu Geislingen berufen werden. Den dritten Jahrtag soll der Kirchherr zu Geislingen am Donnerstag vor Sankt Gallus begehen. Dazu sollen die bereits genannten fünf Priester berufen werden. Wenn einer dieser Priester nicht kommen kann oder kommen möchte, soll der Kirchherr von Geislingen an seiner Stelle mit Zustimmung der Aussteller, ihrer Erben und Nachkommen oder der künftigen Besitzer dieser Urkunde einen anderen Priester dazu berufen. Falls künftig noch eine weitere Kaplanei zu Geislingen gestiftet wird, soll der Kaplan zu Geislingen an die Stelle des Priesters zu Isingen treten. Am Mittwochabend vor dem jeweiligen Donnerstag soll stets zur Vesperzeit mit drei Glockenschlägen feierlich geläutet werden. Nach dem Zusammenläuten sollen die Priester zu Geislingen, der Kirchherr und die beiden Kapläne, inder PfarrkircheSankt Ulrich eine ganze Vigil mit neun Lesu ngen singen. Danach sollen sie mit Weihrauch, den der Mesner machen soll, zum Grab der Herren von Bubenhofen im Chor gehen. Dort sollen sie eine ganze Seelenvesper sprechen, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und einem Altargebet zur Ehre der Muttergottes singen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Am Donnerstagmorgen sollen sich am ersten Donnerstag die acht Priester und an den beiden anderen Donnerstagen die sechs Priester in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen einfinden. Nach dem üblichen Messeläuten sollen drei Priester die Seelenmesse lesen und die anderen fünf oder drei Priester eine Vigil mit neun Lesungen singen. Wenn die Vigil ausgesungen ist, soll der Kirchherr von Geislingen oder ein anderer Priester an seiner Stelle zum Altar gehen und eine Seelenmesse singen. Währenddessen sollen die Priester, die noch keine Messe gelesen haben, Messe lesen, die Priester, die bereits Messe gelesen haben, sollen bei der Messe singen. Der Kirchherr zu Geislingen oder ein anderer Priester soll nach der gesungenen Messe dem Volk in der Kirche zu Geislingen die Jahrzeit bekanntgeben und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn man möchte, dass das Sanctus zu dem Seelenamt gesungen wird, soll ein anderer Priester, der noch keine Messe gelesen hat, zu dem Muttergottesaltar im Chor gehen und eine Messe für die Gottesmutter Maria singen. Beim Gesang sollen alle genannten Priester mitwirken und Gott für die Lebenden und für die Toten bitten. Danach sollen alle Priester auf das Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen mit Weihrauch gehen, ein Placebo, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und Altargebet zur Ehre der Gottesmutter Maria sprechen, das Weihwasser darauf sprengen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn das alles vollbracht ist, soll der Kirchherr zu Geislingen von der ewigen Gülte zu den drei Jahrzeiten den anwesenden Priestern jeweils 3 1/2 ß h und den genannten Kaplänen zu Geislingen und Isingen jeweils 2 1/2 ß h geben. Bei der ersten und großen Jahrzeit mit acht Priestern erhalten die genannten Priester 17 1/2 ß h und die drei Kapläne zu Geislingen und Isingen 7 1/2 ß h, was zusammen eine Summe von 1 lb 5 ß h ergibt. Bei den anderen beiden Jahrzeiten mit sechs Priestern erhalten die genannten Priester 1 lb 1 ß h und die Kapläne von Geislingen und Isingen 15 ß h, was zusammen eine Summe von 36 ß h ergibt. Alle drei Jahrzeiten ergeben zusammen eine Summe von 3 lb 1 ß h. Außerdem soll der Kirchherr zu Geislingen von dieser Gülte geben: [1] Dem Mesner zu Geislingen für jede Jahrzeit 6 h und für alle drei Jahrzeiten 18 h. [2] Den Heiligenpflegern der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen für jede Jahrzeit 1 ß und für alle drei Jahrzeiten 3 ß, damit sie 2 Kerzen zu den genannten Jahrzeiten für die Vigil am Mittwochabend und am Donnerstagmorgen für die Messe aufstecken und brennen lassen. [3] Den Klausnerinnen zu Geislingen für jede Jahrzeit 6 h und für alle drei Jahrzeiten 18 h, insbesondere für die gesungenen Messen, die sie in ihrer Klause begehen. [4] Als Spende für Weißbrot für jede Jahrzeit 5 ß h und für alle drei Jahrzeiten 15 ß h für Weißbrot, das bei jeder Jahrzeit auf dem Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen stehen und nach dem Ende des Gottesdienstes an die armen Leute verteilt werden soll. Der Kirchherr zu Geislingen soll dabei Weißbrot für 1 ß h in die Klause zu Geislingen und Weißbrot für 1 ß h den Feldsiechen im Feldsiechenhaus zu Balingen geben. Das übrige Brot soll unter anderen armen Leuten verteilt werden. Wenn aber einer oder mehrere der genannten Priester zu einer Jahrzeit nicht erscheinen werden und kein anderer an ihrer Stelle berufen werden kann, sollen die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen das Geld einnehmen und für das Heiligengut v erwenden. Alle Priester sollen am Sonntag vor den Donnerstagen die Jahrzeit von der Kanzel dem Volk öffentlich ankündigen. Den Rest von 18 ß h, der von den genannten 5 lb h jährlicher Gülte übrig bleibt, erhält der Kirchherr von Geislingen für die Einsammlung und Verteilung der Gülte. Wenn der Kirchherr zu Geislingen die genannten Jahrzeiten nicht auf die beschriebene Art und Weise abhalten wird, fällt die Gülte mit Korn, Hafer, Geld und Hühnern in diesem Jahr an den Sankt-Georgs- und Sankt-Katharina-Altar zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Kapläne des Sankt-Georg- und Sankt-Katharina-Altars die Jahrzeit mit Vigil, Seelenmesse und anderen Sachen wie der Kirchherr zu Geislingen begehen. Außerdem sollen sie an seiner Stelle auch die Priester berufen und die Gültanteile an den Mesner, die Klausnerinnen und den Heiligenpfleger verteilen. Wenn einer der Kapläne zu dieser Zeit aber nicht in Geislingen oder eine der Pfründen durch keinen Kaplan besetzt ist, sollen der vorhandene Kaplan und die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen die Jahrzeit wie die beiden Kapläne begehen. Die Heiligenpfleger sollen dafür den gleichen Gültanteil erhalten wie der Kaplan. Wenn keine Kapläne zu Geislingen sind, die Jahrzeiten von ihnen nicht begangen werden oder einer der Kapläne die Jahrzeiten nicht zusammen mit den Heiligenpflegern begeht, fällt die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Heiligenpfleger dafür sorgen, dass die drei Jahrzeiten in der Kirche zu Geislingen gehalten, das Almosen gespendet, der Mesner und die Klausnerinnen ihren Anteil erhalten und das Kerzengeld gegeben wird. Wenn der Kirchherr zu Geislingen die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begeht, soll die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen fallen, ohne dass der Kirchherr zu Geislingen und seine Nachkommen irgendwelche Ansprüche erheben können. Wenn der Kirchherr zu Geislingen oder ein von ihm Beauftragter die Kapläne oder Heiligenpfleger bei der jährlichen Gülte behindern oder sie nicht rechtzeitig verteilen, sind die Kapläne, Heiligenpfleger oder ihre Beauftragten berechtigt, ihre Forderungen einzuklagen, bis sie die jährliche Gülte erhalten haben. Dagegen könenn der Kirchherr zu Geislingen oder seine Beauftragten keine Freiheiten und Rechte in Anspruch nehmen. Wenn die beiden Kapläne die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen und sie an die Heiligenpfleger fallen, können die Kapläne und ihre Nachkommen keine Ansprüche mehr darauf erheben. Die jährliche Gülte fällt daraufhin an die Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen und soll von den Heiligenpflegern für die ewige Abhaltung der drei Jahrzeiten verwendet werden. Wenn die beiden Heiligenpfleger die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen, sind die Aussteller, ihre Erben, Nachkommen und künftigen Besitzer dieser Urkunde berechtigt, die jährliche Gülte wieder an sich zu ziehen und auf ein ihnen geeignet erscheinendes Gotteshaus für die Jahrzeiten zu übertragen. Die Heiligenpfleger können dagegen keinen Anspruch erheben, es sei denn, dass die Jahrzeiten wegen Brand oder Zerstörung des Dorfes Geislingen im Krieg nicht begangen werden können. In diesem Fall werden die Aussteller, ihre Erben und Nachkommen oder die zukünftigen Besitzer dieser Urkunde die Jahrzeiten an einem anderen Ort begehen, bis das Dorf und Gotteshaus Geislingen wieder aufgebaut sind. In dieser Jahrzeit und Ordnung wird abschließend festgelegt, dass auch alle zukünftigen Besitzer des Dorfes Geislingen verpflichtet sind, dem Kirchherren, den Kaplänen und den Heiligenpflegern die jährliche Gülte zu geben und für die Feier der Jahrzeiten zu sorgen. 
Pergament - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 929 Archivalieneinheit 
1462 Mai 4 (an Zinstag nechst nach dem Maytag) 
Die Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen stiften vier Jahrzeiten für ihren verstorbenen Vater Konrad von Bubenhofen, ihre verstorbene Mutter Margreth von Bubenhofen, geborene von Neuneck, in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Gyßlingen), ihren Vetter Wolf von Bubenhofen und die vierte für sich selbst, ihre Ehefrauen, ihre Vorfahren und ihre Nachkommen. Die Jahrzeiten sollen auf ewige Zeit der Pfarrer (kirchherr) zu Geislingen oder einer der beiden Kapläne des Sankt-Katharina- oder Sankt-Georg-Altars begehen und die Gülten dafür einnehmen. Wenn die beiden Kaplänge verhindert sind, sollen die Heiligenpfleger zu Geislingen die Jahrzeiten begehen, wie es in den Urkunden und in dem Jahrzeitenrodel zu Geislingen enthalten ist. Damit die Jahrzeiten ewig begangen werden können, haben die Aussteller die vier besiegelten Pergamenturkunden über die Jahrzeiten den Bürgermeistern und dem Rat der Stadt Rottweil zur ewigen Aufbewahrung an öffentlicher Stelle übergeben. Bei der Übergabe der Urkunden wurde vereinbart, dass Bürgermeister und Rat der Stadt Rottweil die Urkunden gegen eine Bürgschaft von 200 fl rh herausgeben sollen, wenn es bei einer der Jahrzeiten und bei einer der Gülten zu einem Irrtum kommt, eine der Jahrzeiten nicht der Stiftung gemäß begangen wird oder die Aussteller, ihre Erben und Nachkommen, der Pfarrer zu Geislingen, die beiden Kapläne oder die Heiligenpfleger die Urkunden für die Ausrichtung der Jahrzeiten brauchen. Nach einer angemessenen Zeit, die zwischen dem Entleiher und dem Verleiher zu vereinbaren ist, sind die Urkunden unversehrt und unverändert zurückzugeben. Wenn eine der Urkunden zerstört wird oder verloren geht, sollen die Bürgschaft von 200 fl rh für die Jahrzeiten eingesetzt und eine neue Urkunde hinterlegt werden. 
Pergament - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 870 Archivalieneinheit 
1462 Juli 3 (uff Santt Ulrichs aubend des hailigen bischoffs) 
Die Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen beurkunden, dass ihr verstorbener Onkel Wolf von Bubenhofen für sich selbst, alle seine Vorfahren und Nachkommen und allen gläubigen Seelen zu Trost und Hilfe eine ewige Jahrzeit gestiftet hat und bereits zu seinen Lebzeiten über lange Zeit fünf Mal im Jahr mit seinem Geld begehen liess. Die erste Jahrzeit wird an den vier Fronfastenzeiten mit sechs Priestern, die zweite Jahrzeit am nächsten Freitag nach Maria Himmelfahrt mit sieben Priestern mit Vigilen, Spendengeldern und Almosen begangen. Da Wolf von Bubenhofen zu Lebzeiten bestimmt hatte, dass seine Jahrzeit auch nach seinem Tod auf ewige Zeit begangen werden soll, bestätigen die Aussteller die Jahrzeitstiftung und setzen dafür 9 lb 18 ß h jährlicher Gülte mit Frucht und Geld aus den folgenden Gütern zu Engstlatt (Engschlatt) ein, die Wolf von Bubenhofen von Heinrich Freiburger (Friburgern) von Rottweil (Rotwil) gekauft hatte: [1] Das Gut von Matthäus Zimmermann, das der Lury vorher besessen hat, gültet 1 Malter Vesen, 1 Malter Hafer, 4 ß h, 1 Herbsthuhn, 1 Fastnachtshenne und 30 Eier. [2] Konrad Pauli gültet 6 Scheffel Vesen, 6 Scheffel Hafer, 3 1/2 ß h, 2 Herbsthühner, 1/2 Gans und 25 Eier. [3] Hans Dietrich gültet jährlich 1 Malter Vesen, 1 Malter Hafer, 4 ß h, 1 Huhn und 30 Eier. [4] Der Bechteller gültet jährlich 1 Malter Vesen und 2 Scheffel Hafer. [5] Die Kinder des verstorbenen Konrad Winter gülten jährlich 1 Malter Vesen. [6] Konrad Großbayer gültet jährlich 21 Viertel Vesen, 11 Viertel Hafer, 2 ß h, 1 Huhn und 20 Eier. [7] Hans (Hennßli) Götz gültet 2 Scheffel Vesen, 1 Scheffel Hafer, 2 ß h und 4 Hühner. Die Gülte wird jetzt von Jos Hans gegeben. [8] Der Rößl gültet jährlich 2 Scheffel Vesen, 1 Scheffel Hafer, 15 h und 15 Eier. [9] Der Hof zu Waldstetten, den derzeit der Sengl bewirtschaftet, gültet jährlich 10 ß h. [10] Heinz Höll gültet jährlich aus einem Heuzehnt zu Pfäffingen 2 Pfund Wachs. Zusammen ergeben alle Gülten 7 Malter und 13 Viertel Vesen, 5 Malter und 3 Viertel Hafer, alles Balinger Maß, 9 Hühner, 1 Fastnachtshenne, 120 Eier, 1/2 Gans, 1 lb 5 ß 9 h und 2 Pfund Wachs. Jeder Malter Vesen wird mit 14 ß h und jeder Malter Hafer mit 10 ß h angeschlagen. In der Summe ergeben die 7 Malter und 13 Viertel Vesen mit den dazu gerechneten 3 Viertel Hafer 5 lb 12 ß h. Die 5 Malter Hafer werden mit 2 1/2 lb h angeschlagen, die 9 Hühner mit 4 1/2 ß, die 120 Eier mit 4 ß h, die Fastnachtshenne mit 1 ß h und die 1/2 Gans mit 9 h und ergeben in der Summe 3 lb 5 ß 9 h. Zusammen ergeben alle Gülten eine Summe von 9 lb 18 ß h und 2 Pfund Wachs jährlicher und ewiger Gülte, die der Kaplan des Sankt-Georgs-Altars zu Geislingen jedes Jahr im Herbst aus den genannten Höfen und Gütern. Für die jährliche Gülte soll der Kaplan die Jahrzeit für Wolf von Bubenhofen mit jeweils vier Stunden auf folgende Art und Weise halten: Die erste Jahrzeit soll der Kaplan am Donnerstag nach dem Sonntag Invocavit, auf Deutsch am Weißen Sonntag, in der ersten Fastenwoche der heiligen Fronfastenzeit, an dem Wolf von Bubenhofen verstorben ist, mit zwölf Priestern in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen begehen. Dazu sollen der Kirchherr zu Ostdorf, der Kirchherr zu Engstlatt, der Kirchherr zu Bubenhofen, der Kirchherr zu Dotternhausen, der Kirchherr zu Geislingen, der zweite Kaplan zu Geislingen, der Kaplan zu Isingen (Ysingen) und weitere Priester mit Zustimmung der Aussteller, ihrer Erben und Nachkommen. Die zweite, dritte und vierte Jahrzeit soll der Kaplan an den drei anderen Fronfastenzeiten an den drei Donnerstagen und Samstagen mit fünf Priestern begehen. Am Mittwoch- oder Freitagabend vor dem jeweiligen Donnerstag- oder Samstagabend soll stets zur Vesperzeit mit drei Glockenschlägen feierlich geläutet werden. Nach dem Zusammenläuten sollen die P riester zu Geislingen, der Kirchherr und die beiden Kapläne, in der Pfarrkirche Sankt Ulrich eine ganze Vigil mit neun Lesungen singen. Danach sollen sie mit Weihrauch, den der Mesner machen soll, zum Grab der Herren von Bubenhofen im Chor gehen. Dort sollen sie eine ganze Seelenvesper sprechen, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und einem Altargebet zur Ehre der Muttergottes singen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Am Donnerstag und Samstag sollen sich die zwölf Priester und an den beiden anderen Donnerstagen die sechs Priester in der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen einfinden. Nach dem üblichen Messeläuten sollen zwei oder drei Priester die Seelenmesse lesen und die anderen Priester eine Vigil mit neun Lesungen lesen oder singen. Wenn die Vigil ausgesungen ist, soll der Kirchherr von Geislingen oder ein anderer Priester an seiner Stelle zum Altar gehen und eine Seelenmesse singen. Währenddessen sollen die Priester, die noch keine Messe gelesen haben, Messe lesen, die Priester, die bereits Messe gelesen haben, sollen bei der Messe singen. Der Kirchherr zu Geislingen oder ein anderer Priester soll nach der gesungenen Messe dem Volk in der Kirche zu Geislingen die Jahrzeit bekanntgeben und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn man möchte, dass das Sanctus zu dem Seelenamt gesungen wird, soll ein anderer Priester, der noch keine Messe gelesen hat, zu dem Muttergottesaltar im Chor gehen und eine Messe für die Gottesmutter Maria singen. Beim Gesang sollen alle genannten Priester mitwirken und Gott für die Lebenden und für die Toten bitten. Danach sollen alle Priester auf das Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen mit Weihrauch gehen, ein Placebo, ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und Altargebet zur Ehre der Gottesmutter Maria sprechen, das Weihwasser darauf sprengen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn das alles vollbracht ist, soll der Kirchherr zu Geislingen von der ewigen Gülte zu den drei Jahrzeiten den anwesenden Priestern jeweils 2 1/2 ß h geben. Bei der ersten und großen Jahrzeit mit 13 Priestern erhalten die genannten Priester 1 lb 12 1/2 ß h. Bei den anderen drei Jahrzeiten mit sechs Priestern erhalten die genannten Priester jeweils 15 ß h und in der Summe 3 lb 17 1/2 ß h. Außerdem soll der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen von dieser Gülte geben: [1] Dem Mesner zu Geislingen für jede Jahrzeit sechs h. [2] Den Klausnerinnen zu Geislingen 15 h für die Messe, die auch darauf achten sollen, dass die Jahrzeiten immer begangen werden. [3] Als Spende für Weißbrot für jede Jahrzeit 5 h, das bei jeder Jahrzeit auf dem Grab der Herren von Bubenhofen im Chor zu Geislingen stehen und nach dem Ende des Gottesdienstes an die armen Leute verteilt werden soll. Der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen soll dabei Weißbrot für 1 ß h in die Klause zu Geislingen und Weißbrot für 1 ß h den Feldsiechen im Feldsiechenhaus zu Balingen geben. Das übrige Brot soll unter anderen armen Leuten verteilt werden. [4] Den Heiligenpflegern der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen jedes Jahr im Herbst 10 ß h, die sie für die Heiligenpflege und den Gottesdienst verwenden sollen. [5] Zu den vier Jahrzeiten 10 ß h für den Muttergottesaltar für die armen Leute. Die Verteilung der Gülte soll der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen immer mit Wissen und Zustimmung des Kirchherren und Frühmessers zu Geislingen vornehmen. [6] Den Heiligenpfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen 2 Pfund Wachs, um daraus mit den zwei Pfund Wachs von Pfäffingen Kerzen zu machen, die insbesondere bei der Jahrzeit bei der Grablege im Chor zu Geislingen brennen sollen. [7] Den Heiligenpflegern der Liebfrauenkapelle in Rottweil auf den 11. November (uff Sanntt Martis tag) eine jährliche Gülte von 5 ß h, die Wolf von Bubenhofen gestiftet hat. Wenn aber einer oder mehrere der genannten Priester zu einer Jahrzeit nicht erscheinen möchten, soll der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen immer dafür sorgen, dass ausreichend Priester anwesend sein werden. Wenn aber dennoch einer oder mehrere Priester nicht erscheinen, sollen die Heiligenpfleger der Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen das Geld einnehmen und für das Heiligengut verwenden. Alle Priester sollen am Sonntag vor den Donnerstagen und Samstagen die Jahrzeit von der Kanzel dem Volk öffentlich ankündigen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Den Rest der 9 pf 18 ß h jährlicher Gülte erhält der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen für die Einsammlung und Verteilung der Gülte. Wenn der Kaplan die genannten Jahrzeiten nicht auf die beschriebene Art und Weise abhalten wird, fällt die Gülte mit Korn, Hafer, Geld und Hühnern in diesem Jahr an den den Kirchherrn zu Geislingen und den Kaplan des Sankt-Katharina-Altars zu Geislingen. In diesem Fall sollen der Kirchherr zu Geislingen und der Kaplan des Sankt-Katharina-Altars die Jahrzeit begehen. Wenn der Kirchherr zu Geislingen und der Kaplan des Sankt-Katharina-Altars zu dieser Zeit aber nicht in Geislingen sind oder eine der Pfründen durch keinen Kaplan besetzt ist, sollen die anwesenden Priester und die Heiligenpfleger die Jahrzeit begehen. Die Heiligenpfleger sollen dafür den gleichen Gültanteil erhalten wie der Kirchherr und der Kaplan. Wenn der Kirchherr, die Kapläne und die Heiligenpfleger die Jahrzeiten nicht begehen, fällt die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen. In diesem Fall sollen die Heiligenpfleger dafür sorgen, dass die vier Jahrzeiten in der Kirche zu Geislingen gehalten, das Almosen, die Gottesgaben und die Gülte gegeben werden. Wenn der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begeht, soll die jährliche Gülte an die Pfarrkirche zu Geislingen fallen, ohne dass der Kaplan und seine Nachkommen irgendwelche Ansprüche erheben können. Wenn der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen oder ein von ihm Beauftragter den Kirchherrn, den anderen Kaplan oder die Heiligenpfleger bei der jährlichen Gülte behindern oder sie nicht rechtzeitig verteilen, sind der Kirchherr, der andere Kaplan Heiligenpfleger oder ihre Beauftragten berechtigt, ihre Forderungen einzuklagen, bis sie die jährliche Gülte erhalten haben. Dagegen könenn der Kirchherr zu Geislingen oder seine Beauftragten keine Freiheiten und Rechte in Anspruch nehmen. Wenn die beiden Kapläne die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen und sie an die Heiligenpfleger fallen, können die Kapläne und ihre Nachkommen keine Ansprüche mehr darauf erheben. Die jährliche Gülte fällt daraufhin an die Kirche Sankt Ulrich zu Geislingen und soll von den Heiligenpflegern für die ewige Abhaltung der drei Jahrzeiten verwendet werden. Wenn die Heiligenpfleger die Jahrzeiten zwei Jahre lang nicht begehen, sind die Aussteller, ihre Erben, Nachkommen und künftigen Besitzer dieser Urkunde berechtigt, die jährliche Gülte wieder an sich zu ziehen und auf ein ihnen geeignet erscheinendes Gotteshaus für die Jahrzeiten zu übertragen. Die Heiligenpfleger können dagegen keinen Anspruch erheben, es sei denn, dass die Jahrzeiten wegen Brand oder Zerstörung des Dorfes Geislingen im Krieg nicht begangen werden können. In diesem Fall werden die Aussteller, ihre Erben und Nachkommen oder die zukünftigen Besitzer dieser Urkunde die Jahrzeiten an einem anderen Ort begehen, bis das Dorf und Gotteshaus Geislingen wieder aufgebaut sind. In dieser Jahrzeit und Ordnung wird abschließend festgelegt, dass auch alle zukünftigen Besitzer des Dorfes Geislingen verpflichtet sind, dem Kirchherren, den Kaplänen und den Heiligenpflegern die jährliche Gülte zu geben und für die Feier der Jahrzeiten zu sorgen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 870 Archivalieneinheit 
1462 September 10 
Heinrich Hartz, Schulmeister und kaiserlicher Notar (offen schriber) zu Balingen, beurkundet in einem Notariatsinstrument, dass im fünften Regierungsjahr von Papst Pius II. am 10. September 1462 um drei Uhr nachmittags in der großen Stube seines Hauses vor ihm und den Zeugen Hans Bartholomäus, Kirchherr zu Thanheim (Tanhan), Johannes Gerhard von Balingen und Ludwig von Isingen (U(i)singen) der Priester Heinrich Pfeiffer (Pfiffer), Kaplan zu Geislingen, erschienen ist und eine inserierte Urkunde von Hans und Konrad von Bubenhofen vom 3. Juli 1462 vorgelegt hat, die mit der von ihm angefertigten Abschrift übereinstimmt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 871 Archivalieneinheit 
1462 November 9 (an Zinstag vor Sant Martins tag des hailigen bisschoffs) 
Lienhart Schappel, Klaus Trichtinger und Hans Lucklin, Bürger und Pfleger der Liebfrauenkapelle zu Rottweil (Rotwil), verkaufen auf Empfehlung des Bürgermeisters und großen Rates zu Rottweil und zum Nutzen der Liebfrauenkapelle eine ewige Gülte von 7 lb h aus 7 Malter Vesengeld, das jährlich durch das Vogtrecht der Liebfrauenkapelle aus der Steuer in dem Dorf Irslingen (U(i)rslingen) fällt, an die beiden Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen für 100 fl und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Die beiden Brüder Hans und Konrad von Bubenhofen stiften mit der jährlich fallenden Gülte von 7 lb h eine ewige Jahrzeit mit Almosen in der Liebfrauenkapelle für das Seelenheil ihres verstorbenen Onkels Wolf von Bubenhofen, seiner Ehefrau Anna von Werenwag, ihres Bruders Heinrich von Werenwag, seiner Eltern Heinrich von Bubenhofen, Ritter, und Sophia von Stain vom Rechtenstein, seines Bruders Konrad von Bubenhofen, seiner Ehefrau Margarethe von Neuneck und des ersten Ehemannes von Anna von Werenwag, Dominikus Wirt (Wu(i)rt) zu Rottweil, aller ihrer Vorfahren und Nachkommen und aller gläubigen Seelen. Die Aussteller verzichten auf alle ihre bisherigen Rechte und Ansprüche an dieser ewigen Gülte. Die Jahrzeit soll auf folgende Art und Weise begangen werden: Die Jahrzeiten sollen jedes Jahr an den Donnerstagen in den Fronfastenzeiten in der Liebfrauenkapelle vier Stunden lang und mit sieben Priestern begangen werden. An den Mittwochabenden davor soll man in der Vesperzeit zur Vigil läuten. Nach dem Zusammenläuten sollen sich alle sieben Priester einfinden und eine Vigil mit neun Lesungen singen. Danach sollen sie mit Weihrauch, den ein Mesner machen soll, an die übliche Stelle gehen und eine Seelenvesper mit einem Salve Regina zum Lob des allmächtigen Gottes, der Himmelskönigin und Muttergottes Maria und zum Trost aller verstorbenen und gläubigen Seelen singen. Am Donnerstagmorgen zur Messezeit sollen alle sieben Priester in der Liebfrauenkapelle erscheinen und eine Seelenmesse singen. Unterdessen sollen ein oder mehrere Priester zum Altar gehen und die Messe lesen. Die anderen Priester sollen dagegen beim Singen der Seelenmesse mitwirken. Nach dem Opfergebet soll ein Leutpriester oder ein anderer an seiner Stelle die verstorbenen Seelen von der Kanzel verkünden und Gott für sie bitten. Wenn das Seelenamt und das Sanctus gesungen werden, soll einer der sieben Priester zum Altar gehen und eine Messe für die Gottesmutter Maria singen. Währenddessen sollen die Priester, die noch keine Messe gelesen haben, Messe lesen, die Priester, die bereits Messe gelesen haben, sollen bei der Messe singen. Beim Singen dieser Messe sollen die Priester ein Salve Regina mit einem Gebetsspruch und Altargebet singen. Danach sollen sie an der üblichen Stelle den Weihrauch schwenken, ein Placebo mit einer Seelenvesper sprechen, das Weihwasser darauf sprengen und Gott für die verstorbenen Seelen bitten. Wenn die Jahrzeiten auf diese Art und Weise begangen werden, sollen die Aussteller oder ihre Nachkommen den Priestern von der jährlichen Gülte ihre Präsenzgelder geben. Der Leutpriester oder der Älteste unter den Kaplänen der Liebfrauenkirche und Kapellenverseher erhält 4 ß h. Der Priester, der die Seelenmesse gesungen hat, erhält 3 ß h. Die anderen fünf Priester erhalten jür jede Jahrzeit 2 ß h. Zusammen ergeben die Präsenzgelder eine Summe von 3 lb 8 ß h. Die Aussteller und alle ihre Nachkommen als Pfleger der Liebfrauenkirche geben außerdem: [1] Jedes Jahr am Donnerstag in der Fronfastenzeit nach dem Heiligkreuztag im Herbst und am Donnerstag in der Fronfastenzeit nach dem Weißen Sonntag, die alte Fastnacht genannt, eine Armenspende für 1 lb h mit 2 lb h. [2] 4 halbpfündige Kerzen, die bei jeder Jahrzeit aufgestellt und angezündet werden s ollen, und ein schwarzes Tuch. Die jährlich 2 Pfund Wachs werden mit 6 ß h für ein Pfund Wachs angeschlagen und ergeben in der Summe 12 ß h. [3] Dem Mesner der Liebfrauenkapelle 1 ß h für jede Jahrzeit und in der Summe 4 ß h für jedes Jahr. Der Mesner soll dafür bei jeder Jahrzeit den Weihrauch machen und auf die ordnungsgemäße Feier der Jahrzeiten achten. Zusammen ergeben alle Beträge für die Jahrzeiten und die Spenden eine Summe von 6 lb 4 ß h jährlicher Gülte. Der Rest von 16 ß h, die von der Gülte von 7 lb h noch übrig sind, erhält die Liebfrauenkapelle. Die Aussteller verpflichten sich für sich selbst und ihre Nachkommen dafür zu sorgen, dass diese Jahrzeit auf ewige Zeiten jedes Jahr vier Stunden lang begangen und jeder das für ihn bestimmte Geld erhalten wird. Der Leutpriester oder der älteste Kaplan und Verseher der Liebfrauenkirche sollen immer am Sonntag vor den jeweiligen Donnerstagen von der Kanzel öffentlich bekanntgeben, dass die Jahrzeit am Mittwochabend und Donnerstagmorgen begangen wird. An diesen Sonntagen sollen auch die beiden Spenden bereits angekündigt werden, damit sich die armen Leute zum Empfang der Almosen dort einfinden können. Die Almosen sollen an den Donnerstagen nach dem Ende der Gottesdienste ausgeteilt werden. Wenn bei einer dieser Jahrzeiten keine sieben Priester anwesend sein werden, soll mit ihrem Präsenzgeld Weißbrot gekauft und den armen Leuten gespendet werden. Die Aussteller und ihre Nachkommen sollen das Präsenzgeld behalten, wenn an einem Donnerstag keine Armenspende stattfindet. Bei der nächsten Jahrzeit sollen sie dafür zusätzliches Weißbrot kaufen und an die armen Leute verteilen. Zu allen künftigen Jahrzeiten soll auch der Kaplan des Sant-Georg-Altars zu Geislingen kommen und auf die Feier der Jahrzeiten achten. Falls es geschehen sollte, dass diese Jahrzeiten an den genannten Tagen oder acht Tage davor oder danach nicht begangen werden, fällt die Gülte an den Sankt-Georgs-Altar zu Geislingen. Der Kaplan des Sankt-Georg-Altars soll dann die Jahrzeiten in den nächsten 14 Tagen mit sieben Priestern, Vigilen, Seelenmessen, Muttergottesmessen und Seelenvespern auf die Art und Weise wie in der Liebfrauenkapelle in Rottweil begehen. Der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen soll dafür jedem Priester, der bei den Jahrzeiten mitwirkt, 2 1/2 ß h geben, aber keine Mahlzeit. Außerdem soll er wie in der Liebfrauenkapelle in Rottweil das Spendengeld für das Brot und für den Mesner zu Geislingen geben. Der Rest soll dem Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen verbleiben. Wenn die Jahrzeit zwei Jahre hintereinander in der Liebfrauenkapelle in Rottweil nicht auf die vorgeschriebene Art und Weise begangen wird, soll die jährliche Gülte auf ewige Zeit an den Sankt-Georg-Altar zu Geislingen fallen, ohne von den Ausstellern, ihren Nachkommen oder jemand anderem mehr beansprucht werden zu können. Wenn der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen die Jahrzeit zwei Jahre hintereinander nicht nicht begeht, fällt die jährliche Gülte an die Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen, deren Heiligenpfleger dann dafür sorgen sollen, dass die Jahrzeit mit sieben Priestern, Vigilen, Seelenmessen, Muttergottesmessen und Seelenvespern begangen wird. Die Heiligenpfleger sollen dafür jedem Priester 2 1/2 ß h geben. Der Rest soll der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen verbleiben. Wenn die Heiligenpfleger die Jahrzeit ebenfalls nicht begehen und die jährliche Gülte an das Gotteshaus fällt, sind Hans und Konrad von Bubenhofen, ihre Erben und alle künftigen Besitzer dieser Urkunde geistlicher oder weltlicher Art berechtigt, die jährliche Gülte an sich zu ziehen oder anders zu vergeben, ohne dabei von den Ausstellern, ihren Nachkommen und Erben beeinträchtigt zu werden. Die jährliche Gülte darf abe r auch dann nur für die ewige Jahrzeit und das Almosen und für keine anderen Zwecke verwendet werden. Zu seinen Lebzeiten hatte Wolf von Bubenhofen außerdem 5 ß h jährliche Gülte der Liebfrauenkapelle zu Rottweil gestiftet, die nun der Kaplan des Sankt-Georg-Altars zu Geislingen jedes Jahr am 11. November (uff Sant Martinstag) geben und von den Pflegern der Liebfrauenkapelle in das Kapellenrodel eingetragen werden soll. Abschließend versprechen die Aussteller für sich und alle ihre Nachfolger, dass sie die 7 lb h jährliche Gülte auf ewige Zeiten geben werden. Wenn die Gülte über kurz oder lang in einem Jahr nicht 7 lb h erträgt oder die 7 Malter Vesen der Liebfrauenkapelle entzogen, versetzt oder verkauft werden, sollen die Aussteller oder ihre Nachfolger die 7 lb h aus anderen Gütern der Liebfrauenkapelle geben. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 920 Archivalieneinheit 
1463 Juli 16 (uff Samstag nechst nach Sant Margaretha der hailigen junckfrowen tag) 
Engelfridus Albrant von Horb (Ho(e)rw), derzeit Schultheiß zu Haigerloch beurkundet, dass vor ihm die Pfleger der Heilig-Kreuz-Kapelle auf der Staig zu Geislingen (Gißlingen) erschienen sind und ihm berichtet haben, dass einige kranke Kinder (gebresthaft kinde) aus seinem Amt in die Heilig-Kreuz-Kapelle gebracht und durch die Gnade Gottes und des Heiligen Kreuzes wieder gesund wurden. Daraufhin baten die Pfleger zur Vermehrung der Gottesdienste und zur Offenbarung des Heiligen Kreuzes, die Väter und Mütter der Kinder zu verhören und eine versiegelte Urkunde auszufertigen. Der Aussteller beurkundet die Aussagen folgender Personen, die er selbst gehört hat: Erhart Ku(i)ll, Bürger und Richter zu Haigerloch, und seine Ehefrau Margreth sagten, dass sie einen noch sich am Leben befindenden Sohn haben, der seit drei Jahren krank gewesen sei. Nachdem sie ihn mit einem lebenden Opfer und der Bitte für ihre weiteren Söhne zur Heilig-Kreuz-Kapelle geschickt hätten, sei er bald gesund geworden. Hans von Rottweil (Rotwil), Bürger und Ratsherr zu Haigerloch, und seine Ehefrau Gertrud sagten aus, dass sie zwei Söhne haben, die ein halbes Jahr krank gewesen seien und für die sie viele Bußen auf sich genommen haben, die nichts geholfen hätten. Nachdem sie die Kinder mit einem Opfer zur Heilig-Kreuz-Kapelle geschickt hätten, seien sie wieder gesund geworden. Andreas Jüngling, der ebenfalls zu Haigerloch sesshaft ist, sagte aus, dass er seinen kranken Sohn mit einem Opfer zur Heilig-Kreuz-Kapelle gebracht habe und daraufhin gesund geworden sei. Michel Götz der Junge zu Stetten und seine Ehefrau Agnes sagten aus, dass sie einen seit zwei Jahren kranken Sohn zu Sankt Florentinus im Westrich (Westerrich) gebracht hätten, der ihm aber nicht helfen wollte. Nachdem sie ihn zur Heilig-Kreuz-Kapelle geschickt hätten, sei er nach der Rückkehr nach Stetten wieder gesund geworden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 880 Archivalieneinheit 
1468 November 4 (an Fr(e)ytag nechst vor Sant Martis des hailgen byschofs tag) 
Hans Frye und Konrad Huser, beide Bürger zu Balingen, und Bu(i)rcklin Grantwol zu Ostdorf (Ostorff) verkaufen als Pfleger des noch minderjährigen Kindes des verstorbenen Hans (Henslin) Fryen 1 Jauchert Acker im Geislinger Bann mit allen Rechten und Zugehörungen an die ehrbaren und geistlichen Frauen und Schwestern, die Klausnerinnen zu Geislingen (Gyslingen) und alle ihre Nachkommen für 10 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Abschließend versprechen die Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 881 Archivalieneinheit 
1470 Juni 29 (geben uf Frytag nach Sant Johanstag Sonnenwendi) 
Hans Beck, Schwiegersohn des verstorbenen Johannes Betzen und Bürger zu Balingen, verkauft an Werner Koch, genannt Wisermel, von Geislingen (Gyslingen), und seine Erben einen ewigen Zins von 14 ß h, der jährlich am 24. Juni (uf Sant Johannstag Sonnenwendi) zu entrichten ist, für 14 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die Gülte geht aus 1 1/2 Mannsmahd Wiese vor dem Rörloch im Balinger Bann, "zu(o)cht am han von Ostorff uf und hab und am Spiegel" und stößt unten an Peter Fötschen von Balingen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 923 Archivalieneinheit 
1470 Dezember 4 (an Zinstag nechst vor Sant Nyclaus des hailgen bischofs tag) 
Hans von Bubenhofen, derzeit Landhofmeister, bittet den Bischof von Konstanz, Hermann [III. von Breiten-Landenberg], oder seinen Vikar in geistlichen Sachen um die Bestätigung einer von ihm vorgenommenen Stiftung: Vor dem Dorf Geislingen (Gyslingen) des Ausstellers befindet sich eine Kapelle, in der ein Altar dem heiligen Leiden Christi und dem heiligen Kreuz und der andere Altar der Gottesmutter und Himmelskönigin Maria und aller Heiligen Gottes geweiht sind. Die Kapelle hat durch den Aussteller, seine Vorfahren und seine armen Leute einige Gottesgaben erhalten und konnte nach der Einsetzung von Pflegern weitere Stücke und Gülten erwerben. In dem Dorf Dotternhausen des Ausstellers gab es früher ein Haus, das von geistlichen Frauen als Klausnerinnen bewohnt wurde und vor zwanzig Jahren abbrannte. Da seitdem kein neues Haus gebaut wurde und keine Klausnerin mehr dort lebte, das Haus aber Gülten von den armen Leuten und verstorbenen Frauen erhalten hatte, wurden die Gülten vom Aussteller und seinen Vorfahren verwaltet (verpflegert) und die in dieser Urkunde genannten Gülten und Stücke damit erworben (erobert). Außerdem gibt der Aussteller für sein, seiner Vorfahren und aller gläubigen Seelen Heil zehn Stücke jährlicher Gülte für diese Stiftung, wie auch andere dazu ihre Beiträge geleistet haben (ir stu(i)r geton). Die Stiftung entspricht dem guten Willen der Lebenden und Toten, die ihre Beiträge zu diesen Gottesgaben geleistet und die göttliche Ermahnung bedacht haben, dass zwar der Tod gewiss, aber die Stunde ungewiss ist, woran Gott die Menschen an vielen Orten erinnert. Der Aussteller stiftet zum Lob und zur Ehre des allmächtigen Gottes, seiner Mutter Maria, aller himmlischen Heere und zum Trost und zur Förderung aller gläubigen Seelen mit diesen Stücken, Zinsen und Gülten eine ewige Messe in der Kapelle und stellt zur ewigen Sicherheit diese Urkunde aus. Die Pfarrkirche von Geislingen wird durch diese Stiftung nicht beeinträchtigt. Der Aussteller verleiht als Ältester des Geschlechtes von Bubenhofen und als Kastvogt die Pfarrkirche zu Geislingen mit ihren Altären und dem neuen Altar. Jeder Kaplan dieser Kapelle, der seine Pfründe vom Aussteller oder nach ihm von dem jeweils Ältesten des Geschlechtes von Bubenhofen erhält, soll jeden Sonn- und Feiertag in der Kapelle Messe lesen und danach beim Singen des Amtes in der Pfarrkirche wie die anderen Kapläne zu Geislingen mitwirken. Weil es keine Behausung bei der Kapelle gibt, soll der Priester jeden Freitag in der Kapelle die Messe lesen oder das Lesen der Messe veranlassen. Am anderen Tag soll er in der Pfarrkirche zu Geislingen die Messe lesen lassen. Außerdem soll er sich ohne Widerrede und unter Strafandrohung nach der Ordnung der Präsenz am Lesen und Singen der Jahrzeiten, der Vesper und der Complet und an den anderen Gottesdiensten wie die anderen Priester zu Geislingen beteiligen. Zusammen mit den anderen Priestern soll er zu Geislingen bei ihrem Gotteshaus sein und nicht mehr als die ihm zustehende Gülte empfangen. Für diesen Altar werden die folgenden Zinse, Nutzungen, Gülten und Güter gestiftet, die zu dieser Kapelle gehörig sind: [1] Der Lonershof von Hans (Henslin) Bugel zu Roßwangen gültet und zinst jährlich an den Altar 6 Malter mit 4 Malter Vesen und 2 Malter Hafer Balinger Maß, 10 ß h, 4 Herbsthühner, 2 Gänse, 2 Schultern und 1 Fastnachtshenne. Ansonsten ist der Hof eigen. [2] Der Hof von Walter Schluck zu Roßwangen gültet jährlich 2 Malter, 20 Viertel Vesen, 12 Viertel Hafer Balinger Maß und 5 ß h. [3] Konrad Zetter gültet jährlich nach einer Urkunde 1 fl aus einer Ablösung. [4] Benz Huser von Ostdorf (Oustorff) gültet nach zwei Urkunden jährlich 1 fl. [5] Konrad Stahel von Engstlatt (Engschlat) gültet nach einer Urkunde jährlich 1 Malter aus einer Ablösung. [6 ] Endlin Closen gültet jedes Jahr 3 [unklare Abkürzung] oder 1 Huhn aus 2 Jauchert Acker auf dem Buchensteig zu Geislingen, der sich herauf zu dem Kreuz erstreckt. [7] Hans Jos gibt 8 ß h aus einer Wiese an der Leren. [8] Albrecht (Aubrecht) Schmid, genannt Koch, gibt 5 ß h aus einer Hofstatt vor dem Haus von Ulrich Klausen, die an die Straße stößt und Eigentum der Heiligenpflege ist. [9] Wille Erler gibt 7 ß aus einer Wiese im Blaichental. [10] Werner Koch gibt 7 ß h aus einer Hofstatt auf dem Bol, der auf den Acker von Klaus Butzen stößt. [11] Konrad Zürn gibt 6 ß h aus einer Wiese im Emertal, die auf des Suters Brühl stößt und Eigentum der Heiligenpflege ist. [12] Der Sankt-Georg-Altar zu Geislingen erhält jährlich 4 ß h aus 2 Mannsmahd Wiesen in der Trenckhalden. [13] 1 Jauchert Acker im Binloch von Werner Koch, der bei dem Acker des Sankt-Georg-Altars liegt und Eigentum der Heiligenpflege ist. [14] 1 Jauchert eigener [Acker] [beim] Distelbrunnen, der an die Allmende stößt. [15] 1 Jauchert eigener [Acker] auf Wichtelishalden, der an Michel Herzog angrenzt. [16] 1/2 Jauchert eigener Acker unter dem Wu(o)r, der beim Acker von Konrad Zürn liegt. [17] 1 Jauchert [Acker] am Ölberg in der Gläuen bei Heinrich Erler. [18] 1 Jauchert [Acker] zu Wangen beim Acker des Sankt-Ulrich-[Altars]. [19] 1 Jauchert [Acker] in der Balgenau, der bei Klaus Butzen liegt. [20] 1/2 Jauchert [Acker] auf dem Pfaffenstaig. [21] 1 Jauchert [Acker] auf dem Löch, der oben auf den Jos stößt. [22] 1 Jauchert [Acker] in den Langen Aspen, der bei Eberlin Schlaitzen liegt. [23] 1 Jauchert [Acker] im Monloch, der bei Hans Erler liegt. [24] 1 Jauchert [Acker] bei der Kapelle, der Bühl genannt. Alle diese Äcker sind das Eigentum der Heiligenpflege der Heilig-Kreuz-Kapelle. Von der Frauenklause zu Dotternhausen werden hinzugefügt: [1] 1 Lehen mit vielen Äckern und Wiesen nach einem Pergamentrodel, das derzeit von Auberlin Glogner zu Dotternhausen bebaut wird und jährlich 5 Scheffel Vesen und 1 Malter Rottweiler Maß und 3 ß h gültet. [2] 2 Mannsmahd Wiesen von Auberlin Glogner, die Örtzinerin genannt, die jährlich 16 ß h gülten. [3] 1 Gütlein zu Ratshausen, das derzeit nicht verliehen ist. [4] 2 Mannsmahd Wiesen im Schömberger Bann, von denen 3 1/2 ß h an den Sankt-Katharina-Altar nach Schömberg fallen. [5] Heinz Schürlin gibt 16 ß h aus einer Wiese, wie es das bereits genannte Pergamentrodel ausweist. [6] Albrecht (Aubrecht) Sorer gibt 7 ß h aus einer Wiese und einem Wiesenstreifen nach dem Pergamentrodel. [7] Hans Ytta gibt 6 ß h aus einem Hofstattgarten auf [der] Lere. [8] Der Gugel gibt 3 ß h aus einem Gärtlein an der Holzgasse. [9] Ein Hofstättlein, das für 1 ß h verliehen wird. [10] Burkhart Sering gibt 7 ß h nach der Zelg aus einer Wiese hinter der Lo(e)n. [11] Kaspar Fru(e)g gibt 5 ß h aus einer Wiese. [12] Ein Gärtlein zu Schömberg gültet 5 ß h. [13] Die Byterin von Balingen gibt nach einer Urkunde jährlich 4 pf h. [14] Kunzlin und Martin Koch geben 5 Scheffel nach der Zelg aus 4 Jauchert Acker. [15] Benz und Kunz auf dem Hof geben 14 Viertel Rottweiler Maß nach der Zelge aus 3 Jauchert Acker. [16] Der Gerung gibt 4 Viertel nach der Zelg aus 1 Jauchert. [17] Kaspar Fru(e)g hat 2 Jauchert, von denen er die dritte Garbe gibt. [18] Jakob Seckel von Dormettingen (Dornmettingen) gibt 11 Viertel aus einem Acker nach der Zelge. [19] Der Müller von Balingen gibt 12 ß h nach der Zelge aus 3 Jauchert, außerdem 6 ß h von einem Jauchert zu Dautmergen (Tutmeringen) auf der kleinen Wiese nach der Zelge und alles nach Rottweiler Maß. Alle genannten Stücke, Gülten, Wiesen und Äcker sind in einem Pergamentrodel enthalten. Aus den genannten Stücken und Gülten erhält der Aussteller 7 ß h und 5 ß h für eine Jahrzeit in Schömberg. Außerdem hat der Aussteller folgende Güter und Einkünfte dazu gegeben: [1] Einen Hof zu Obernheim, der jährlich 3 Scheffel Vesen und 3 Scheffel Hafer Rottweiler Maß gültet und dessen zugehörige Wiesen und Stücke in einem Pergamentrodel enthalten sind. [2] Einen Zehnten zu Obernheim, der jährlich 5 Malter von beiden Früchten gültet, und eine Gülte von 4 ß h vom kleinen Zehnten. [3] Einen Zehnten zu Harthausen, der jährlich 1 Malter Frucht Rottweiler Maß gültet. Wenn die eine oder andere der ablösigen Gülten früher oder später abgelöst wird, sollen sie umgehend wieder angelegt werden, wofür der Aussteller oder alle anderen Kastvögte des Altars verantwortlich sind. Abschließend erklärt der Aussteller, dass alle Stücke, Zinsen und Gülten, die für die Messe gestiftet wurden, von allen Steuern, Dienstbarkeiten und Beschwerungen des Ausstellers, seiner Erben und Nachkommen und aller anderen Rechteinhaber frei und unbelastet sein sollen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 921 Archivalieneinheit 
1472 April 24 (an Frytag nehst nach Sant Jo(e)rgen des hailigen ritters tag) 
Konrad Ho(e)pttins von Isingen (Ysingen) verkauft an Heinrich Erler und Albrecht (Aubrecht) Syber, die Pfleger der Zechbruderschaft und Jahrzeit zu Geislingen (Gyslingen) und alle ihre Nachfolger, eine jährliche Gülte von 4 ß h aus seinem beim Kirchhof zu Isingen gelegenen Hof, der den geistlichen Frauen zu Hochmauern zu Rottweil (Rotwil) zinst und den er von ihnen nach dem Inhalt einer Urkunde gekauft hat, für 4 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis des hailigen byschofs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 4 lb und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 882 Archivalieneinheit 
1477 August 19 (an dem nehsten Zinstag vor Sant Bartholomeus des hailigen zwo(e)lffbotten tag) 
Hans Stuber, derzeit sesshaft zu Weiler (Wilher) an der Donau (Tona(e)w) unter dem Schloss Falkenstein, verkauft an Hans Wisermeln zu Geislingen (Gyslingen) und seine Erben 2 halbe Mannsmahd Wiesen im Geislinger Bann für 11 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die eine halbe Mannsmahd an den Leren stößt an den Allmandweg, liegt bei Heinrich Erler und stößt unten an den Kenzel. Hieraus gehen 2 ß h für den Heiligen zu Isingen (Ysingen). Die andere halbe Mannsmahd liegt im Blaichental und stößt unten an Klaus (Clo(e)sen) Butzen und oben an Konrad Ro(e)ser. Beide Wiesen sind eigen und außer den genannten 2 ß h unbelastet. Abschließend verspricht der Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 883 Archivalieneinheit 
1479 Mai 28 (an Frytag nechst von dem hailigen pfingst tag) 
Hans Mesner von Isingen (U(i)singen) verkauft an Heinrich Erler und Michel Herzog zu Geislingen (Gyslingen), den geschworenen Pfleger der Pfarrkirche Sankt Agatha zu Bubenhofen und alle ihre Nachfolger, 4 ß h jährliche ewige Gülte aus einem Garten und einem Acker mit 3/4 einer Mannsmahd für 4 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Der Garten liegt am Kirchweg, der von Rosenfeld her führt und stößt an der einen Seite an die Gasse und unten "an die fru(e) mes". Der Acker liegt im Isinger (Ysinger) Bann am Bu(o)chweg und stößt einerseits an Auberlin Berteller und grenzt (anwandet) andererseits an Riedin Kuten. Mit Ausnahme des Zehnten aus dem Acker an die Pfarrkirche Sankt Agatha sind die Stücke unbelastet. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uf Sant Martis des hailigen byschoffs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 4 lb h und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 884 Archivalieneinheit 
1480 November 22 (an Mitwoch nach Sant Othmars tag) 
Konrad (Conradus) Schu(o)ler von Ostdorf (O(e)storff), derzeit Pfarrer zu Jungingen, verkauft an Hans Erler zu Geislingen (Gyslingen) 1 Mannsmahd Wiese, "lytt in O(e)storffer ban zu(o) Etzels wisen", für 16 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Die Wiese stößt unten an Auberlin Hartmann und am anderen Ort an Werner (Wernnen) Engelis und auch an den Schmied Hans (Hanssen) von Ostdorf (Oustorff). Die Wiese ist vom Zehnt und anderen Abgaben unbelastet. Der Aussteller verspricht abschließend Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 885 Archivalieneinheit 
1480 Dezember 22 (an Frytag vor dem hailigen Crist tag) 
Konrad (Conrad) Vo(e)gelin, Schwiegersohn von Konrad (Ku(o)n) Hurmen und sesshaft zu Isingen (Ysingen), verkauft an Heinrich Erler und Michel Herzog von Geislingen (Gyslingen), den geschworenen Pfleger der Pfarrkirche Sankt Agatha zu Bu(o)benhofen und alle ihre Nachfolger, eine jährliche Gülte von 5 ß h für 5 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand wird eingesetzt: 1 Acker mit 2 1/2 Jauchert im Isinger Bann "in Dunrren nempt man die Lupfferin", stößt [an der einen Seite] an den alten Hans Ro(e)tty, am anderen Ort an das Staiglin "und zu(e)cht am almad weg us he." Mit Ausnahme des Zehnten ist der Acker unbelastet. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uf Sant Martis des hailigen byschofs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 5 lb h und den entstandenen Zinsen abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzeicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 886 Archivalieneinheit 
1481 Dezember 7 (an Frytag nechst nach Sant Nyclaus tag) 
Konrad (Conrat) Vo(e)gelin von Isingen (Ysingen) verkauft an Heinrich Erler und Heinrich Zu(e)rnen zu Geislingen (Gyslingen), die geschworenen Pfleger der Pfarrkirche Sankt Agatha zu Bu(o)benhofen und alle ihre Nachfolger, eine jährliche Gülte von 8 ß h Rosenfelder Währung für 8 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 1 Jauchert Acker "in den graben im esch uff lenge feld" im Isinger Bann, der auf Jakob Syrger und den kleinen Hans (klain Hanssen) stößt und bisher dem Aussteller eigen war. [2] 1/2 Jauchert vor Bu(o)ch am Hertweg, der an den Tensen Mayer stößt und bisher ebenfalls dem Aussteller eigen war. [3] 1/2 Mannsmahd Wiese, die vor dem Schopflen (Schopfloch) liegt und "zu(e)cht ob Schopfloch her". Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis des hailigen byschofs tag) zu entrichten und kann jederzeit auf den 11. November mit 8 lb h und den entstandenen Zinsen abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 887 Archivalieneinheit 
1483 Dezember 9 (an Zynstag nach Sant Nyclaus tag) 
Hans Boß, der Ehemann von Barbara (Ba(e)rbelin) Heyas zu Owingen (O(e)wingen, verkauft mit Zustimmung seiner Ehefrau an Hans (Henslin) Vogt, Auberlin Syber und Ulrich Schlaitzen zu Geislingen (Gyslingen), den geschwornenen Pflegern der Heilig-Kreuz-Kapelle auf der Staig zu Geislingen, und ihre Nachfolger eine jährliche Gülte von 1 lb h Balinger Währung für 20 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] Ein Teil des Waldes, der auf dem Warnberg (Arrenberg) liegt, hinten an das Herrenholz und vorne auf das Holz von Auberlin Siemlin. [2] 1 1/2 Jauchert eigener Acker, der Bosler genannt, stößt oben an Bürcklin Zimmermann und unten auf den Rappolt. Mit Ausnahme des Zehnten sind beide Stücke unbelastet. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis des hailigen byschofs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 20 lb h und den entstandenen Zinsen abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 888 Archivalieneinheit 
1484 April 29 (an Fritag nehst nach Sant Jo(e)rgen des hailigen ritters tag) 
Jakob Syrger, zu Isingen (Ysingen) sesshaft, verkauft an Heinrich Erler und Hans (Henslin) Hossinger zu Geislingen (Gyslingen), den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Agatha zu Bu(o)benhofen und alle ihre Nachfolger, eine jährliche Gülte von 15 ß h Rosenfelder Währung aus seinem Lehen und Hof zu Isingen, der Syrger Hof genannt, für 15 lb h Rosenfelder Währung und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Der Aussteller verschreibt dafür den Hof mit den zugehörigen Baumgärten, Äckern, Wiesen, Wäldern, Ein- und Zugehörungen. Dazu gehört auch die Gerechtigkeit, dass der Hof jedes Jahr vom Zehnten zu Rosenfeld und vom Zehnten zu Isingen von jedem Fuder 5 Garben erhält. Der Hof liegt unten im Dorf zu Isingen und stößt an die Allmende, der Baumgarten stößt an den Hanfgarten des Zürnen. Für den Hof und das Lehen zinst der Aussteller dem Abt des [Benediktiner]klosters Sankt Georgen 6 Malter Kernen Speichermess und dem [Grafen] (Herren) von Württemberg 14 ß h und 3 Viertel Kernen zu Vogtrecht. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis des hailigen bischoffs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 15 lb h und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. Der Verkauf erfolgt mit Zustimmung des Herren Georg (Jörg) [von Asth], Abt des [Benediktiner]klosters Sankt Georgen, der darüber eine Urkunde ausgestellt hat. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 889 Archivalieneinheit 
1485 November 14 (uff Gu(e)ttentag nach Sandt Martin deß lieben bischoffs tag) 
Klaus Hower, Konrad (Cu(o)nrat) Staimer und Konrad (Cu(o)nratt) Sing, alle drei von Grosselfingen, verkaufen an Werner Kenzel, Kaspar Schneider und Hans Knesch (Kno(e)schen), den geschworenen Heiligenpflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen und alle ihre Nachfolger, mit Zustimmung von Margreth (Margra(e)then) von Bu(o)benhofen, geborene von Klingenberg, und ihres Amtmanns Hans (Henßlin) U(o)liß als ihrer Obrigkeit eine ewige Gülte von 2 fl für 40 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 1 Jauchert Acker zu Hagenbach gelegen zwischen Hans Krämer und Benzen Stromen, der nur mit dem gewöhnlichen Zehnten belastet ist. [2] 2 Jauchert zu Brand gelegen an der Fronwiese. [3] 3 Jauchert zu Hagenbach gelegen entlang von Hans Imhoff. [4] 2 1/2 Jauchert zu Hagenbach zwischen dem Hans (Henßlin) Ku(e)bler und der Allmende. [5] 1 1/2 Jauchert am Bisinger Berg (Bysingerberg), der Hörner genannt, "zwu(e)schend dem Zunfft und den Ku(e)blern." [6] 1 Jauchert bei der Wiese von Bernhard Hegiß. [7] 1 Jauchert auf dem Umloff zwischen Konrad Stengen und Hans Imhoff. Die Gülte ist jedes Jahr auf den 11. November (uff Sandt Martin tag) zu entrichten und kann jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November mit 40 fl rh und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 890 Archivalieneinheit 
1485 November 18 (der geben ist an Frytag nach Sant Martis des hailigen byschofs tag) 
Burcklin Zimmermann von Owingen verkauft an Hans Vogt, Auberlin Syber und Ulrich Schlaitzen zu Geislingen, den geschworenen Pflegern der Heilig-Kreuz-Kapelle zu Geislingen auf der Steig und ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 1 lb h für 20 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 4 Jauchert Wiese "gelegen zwüschen den Fürden dar über man rytt stoßt obnen uf den almand", aus der die [Heiligenpflege] Sankt Nikolaus zu Anhausen (Anhusen) 5 ß h erhält. [2] 2 Jauchert Acker "gelegen zu der Eglet" im Bann von Stetten, die an den Heinzenhof stoßen und woraus Hans Koch zu Stetten 4 Viertel nach der Zelg erhält. [3] 1 Jauchert "gelegen uf Bercken", die auf Hospach (Hochspach) stößt und aus der 4 Viertel nach der Zelg gehen. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sandt Martin tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 20 lb h und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 891 Archivalieneinheit 
1485 November 18 (an Frytag nach Sant Martis des hailigen byschofs tag) 
Ludi Vo(e)gelin, sesshaft zu Isingen (Ysingen),verkauft an Heinrich Erler und Hans (Henslin) Hossinger zu Geislingen, den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Agatha zu Bu(o)benhofen und ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 8 ß h für 8 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 1 1/2 Jauchert Acker im Isinger Bann im Graben gelegen, der [einerseits] über das Sulztal hinaus und [andererseits] auf das Äckerlein des Frühmessers zu Isingen stößt. Der Acker ist ein Mannlehen und gibt den Zehnten. [2] 1/2 Jauchert eigener Acker, ebenfalls im Isinger Bann im Ringlen und oberhalb von Auberlin Berthold zu Isingen gelegen. [3] 1 Mannsmahd Wiese, die bei dem unter [2] genannten Acker zu Rincken liegt und sich [einerseits] bis zu den Äckern von Hans (Henslin) Vögelin und andererseits bis zu Hans (Henslin) Sattler von Rosenfeld erstreckt. Die Wiese ist eigen und liegt im dritten Jahr brach. Aus [2] und [3] gehen keine Zinsen. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sandt Martin tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 8 lb h und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 892 Archivalieneinheit 
1486 Januar 9 (an Mentag vor Sant Hylarien tag des hailigen byschofs) 
Hans Ru(o)wental, sesshaft zu Owingen, verkauft an Hans (Henslin) Vogt, Auberlin Siber und U(o)lrich Schlaitzen zu Geislingen (Gyslingen), den geschworenen Pflegern der Heilig-Kreuz-Kapelle zu Geislingen auf der Staig und ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 1 lb h für 20 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] Der Gerechtigkeit des Ausstellers an dem Ösch, Bercken genannt, und aus dem Zins, den der Aussteller jedes Jahr aus diesem Ösch erhält. [2] 1 1/2 Jauchert Acker, die nur durch den Zehnten belastet sind und ebenfalls auf Bercken zwischen dem Vogt Konrad Fischer und dem Hofmichel liegen. Der Acker stößt oben auf den Hofmichel und unten auf den Allmandweg. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis tag des hailigen byschofs) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 20 lb h und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 893 Archivalieneinheit 
1486 November 17 (an Frytag nach Sant Martinstag des hailigen bischofs) 
Klaus Kenzel und Hans Lang, beide sesshaft zu Grosselfingen, verkaufen an Heinrich Erler zu Geislingen, Hans Wolf und Hans Stockenhausen (Stockenhusen) von Dotternhausen (Thoternhusen), den geschworenenen Pflegern der noch unmündigen Tochter Afra (Auffren) es verstorbenen Ulrich Maurer (Murers), eine jährliche Gült von 1 fl für 20 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 2 1/2 Jauchert Acker hinter Rietha im Grosselfinger Bann gelegen, der an Bernhard Heya grenzt. [2] 1 Jauchert Acker zu Sankt Nikolaus, der am Langen Weg [und] an dem Uchtter liegt. Der Acker stößt unten auf den Höwer. [3] 10 ß h jährliche Gülte, die auf den 11. November (uff Martini) von Hans Scherzingen von Grosselfingen fallen. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 20 fl [rh] oder zur Hälfte mit 10 fl [rh] und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 894 Archivalieneinheit 
1486 Dezember 19 (uff Zinßtag vor Thome deß lieben zwo(e)lff botten tag) 
Hoff Ku(o)nlin und Hans Bayer, beide sesshaft zu Grosselfingen, verkaufen an Werner Kenzel, Kaspar Schneider und Hans Kno(e)schen, den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Gislingen) und ihren Nachfolgern, einen jährlichen Zins von 15 ß h für 15 lb h und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand setzt Hoff Ku(o)nlin folgende Stücke ein: [1] 1/2 eigene Mannsmahd Wiese zu Ta(e)grenbund zwischen Michel Zunfft und Hans Scherging und stößt an die Allmende. [2] 1 eigener Hanfgarten auf dem Schrett [?] zwischen Hans Imhoff und den Ku(e)blern und stößt an die Allmende. Hans Bayer setzt folgende Stücke als Unterpfand ein: [3] 1 eigener Jauchert Acker, genannt das Gärtlin und zu Hagenbach am Allmendweg gelegen, der auf Bernhard Senffen stößt. [4] 1 1/2 eigener Jauchert Acker auf der Bettwiesen, stößt oben auf Benz Singer und unten auf Bernhard Hegiß. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 15 lb h und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 895 Archivalieneinheit 
1487 März 5 (an Mentag nach dem Wissen Sunnentag Invocavit genannt) 
Bernhard Heigis, sesshaft zu Grosselfingen, verkauft mit Zustimmung seiner Obrigkeit und vor dem Gericht von Grosselfingen an Werner Kenzel, Hans Kna(e)schen und Kaspar Schneider zu Geislingen (Gysingen), den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen, eine jährliche Gülte von 1 fl für 20 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 1 Jauchert hinter Riethen, das oben auf den Lotterhansen stößt. [2] 1 Jauchert, der hinten auf dem Innheld zwischen U(o)lrich und Hans Heyas liegt. [3] 1 Jauchert Acker zwischen dem langen Jar und Connlin Heyas, der unten auf die Herrenwiese von Steinhofen stößt. [4] 1 Jauchert Acker am Langen Weg an Hans (Hennslin) U(o)lm, der hinten auf die Herrenwiese und vorne auf den Connlin Heyas stößt. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem Weissen Sonntag (uff denn Wissen Sunnentag zu(o) Latin Invocavit genant) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den Weissen Sonntag mit 20 fl und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 896 Archivalieneinheit 
1487 Dezember 11 (uff Zinstag nach Sandt Nicolaußtag) 
Klaus Kenzel, sesshaft zu Grosselfingen, verkauft an Hans (Henßlin) Schmid, Auberlin Syber und Hans (Hannsen) Schlaitzen, den geschworenen Pflegern der Heilig-Kreuz-Kapelle zu Geislingen (Gislingen) auf der Steig und allen ihren Nachfolgern, einen jährlichen Zins von einem 1/2 fl für 10 fl rh und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden 2 Jauchert Acker eingesetzt, "hinder Rietten gelegen", am Langen Weg bei Au(o)lin Hegyß, die sich oben bis zum Tal und unten bis zur Wiese erstrecken. Aus diesem Acker gehen 2 Viertel für den gewöhnlichen Zehnten. Der Zins ist jedes Jahr auf den 6. Dezember (uff Sandt Niclauß tag) zu entrichten und kann jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 6. Dezember mit 10 fl rh und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 898 Archivalieneinheit 
1488 November 7 (an Frytag vor Sant Martiß deß haylligen byschoffs tag) 
Heinrich Erler von Geislingen (Gyslingen) beurkundet für sich und seine Erben, dass er mit Zustimmung seines Sohnes Konrad und seiner Obrigkeit seiner Tochter Martha einen mit 12 lb h Acker am Kommißberg, der an Werner Erler und an den Acker von Werner Kenzel stößt, in die Klause zu Geislingen als Erbe gegeben hat. Der Acker ist nur mit dem gewöhnlichen Zehnten belastet. Sein Sohn Konrad hat nach dem Inhalt einer weiteren Urkunde (alß daß und anderst ain zedel in haltt) ein gleichwertiges Erbe (och so vyll) erhalten. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 897 Archivalieneinheit 
1488 Dezember 8 (an Mentag nach Sant Nyclaus tag) 
Heinrich Koch zu Geislingen (Gyslingen) verkauft an Heinrich Erler und Auberlin Syber, den geschworenen Pflegern der Zechbruderschaft, einen jährlichen Zins von 4 ß h aus einer Hofstatt, auf der das alte Haus gestanden hat, die an der einen Seite am Garten des Herzog und an der anderen Seite an der Rappoltsgasse liegt, für 4 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 4 lb h mit dem entstandenen Zins ablösen. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 925 Archivalieneinheit 
1490 Februar 26 (an Fritag vor dem Wisen Sonntag zu(o) latin Invocavit genannt) 
Konrad (Cu(o)nrat) Schuler (Schu(o)ller von Geislingen (Gyßlingen) verkauft an Heinrich Erler und Peter Schrotten, die geschworenen Pfleger der Jahrzeit der Zech[bruderschaft] zu Geislingen, 1 Viertel Mannsmahd Wiesen im Deutental (Dittental) an dem Graben, das oben an den Schlaitzen und unten an den Rösser stößt, für 3 1/2 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Das andere Viertel hat Burkhart Schuler (Schu(o)ller) selbst der Zechbruderschaft übergeben. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 927 Archivalieneinheit 
Die quadecima mensis Aprilis anno Domini millesiomo quadringentesimo nonagesimo, 1490 April 14 
Bischof Raymundus gibt allen und jedem bekannt, die den vorliegenden Brief lesen werden, dass Wolf[gang II.] von Bubenhofen und seine Ehefrau Elisabeth Speth [von Zwiefalten] mit ihrem Sohn Georg von Bubenhofen einen Ablass empfangen haben. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 899 Archivalieneinheit 
1490 Dezember 6 (uff Sandt Niclaußtag) 
Michel U(o)liß, ehelicher Sohn von Hans (Henßlin) U(o)liß von Grosselfingen, verkauft an Werner Kenzel, Heinrich Erler den Jungen und Hans Kno(e)schen, den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen und allen ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 1/2 fl für 10 fl rh und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden 2 Unterhölzer (hürsten) eingesetzt, hinter dem Riet bei den Wiesen seines Schwagers Konrad Scherzinger gelegen, die sich hinten bis zum Stauchöffer und andererseits vorne bis zu einer Wiese mit 2 1/2 Jauchert erstreckt. Die Gülte ist jedes Jahr acht tage vor oder nach dem 6. Dezember (uff Sandt Niclauß) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 6. Dezember mit dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 901 Archivalieneinheit 
Ita, 1491 November 18 (an Frytag na(e)hst Sant Martis tag) 
U(o)lrich Schlaitz von Geislingen (Gyslingen) verkauft an Auberlin Siber, Werner Koch und Ludin Ythen, den geschworenen Pfegern der Heilig-Kreuz-Kapelle auf der Staig zu Geislingen und ihren Nachfolgern, eine jährliche Gülte von 12 ß h für 12 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 1 Jauchert Acker in Gnagen im Geislinger Bann, der Länge nach an der Wiese des Zimmermann von Ostdorf gelegen. Der Acker zinst 4 Viertel nach der Zelg an die Zech[bruderschaft]. [2] 1 1/2 Jauchert Acker ebenfalls in Gnagen. Der Acker stößt einerseits auf den Jäcken und auf eine Wiese, die bei dem bereits genannten Acker liegt. Beide Stücke sind mit keinen Zinsen belastet. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis tag) zu entrichten und kann jedes Jahrmit 12 lb h und den entstandenen Zinsen abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 900 Archivalieneinheit 
1491 Dezember 2 (an Fritag nach Katharine virginis) 
Bartholomäus Pfister, Bürger zu Binsdorf, verkauft an Heinrich Erler, Jakob Koch und Hans Kna(e)schen, den geschworenen Pflegern [der Pfarrkirche] Sankt Agatha zu Bu(o)benhofen, einen jährlichen Zins von 6 ß h für 6 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand wird eine Mannsmahd Wiese zu Erlaheim (Erlen) eingesetzt, die im Tal gegen Gru(o)n liegt und oben an die Wiesen des Jäcken von Erlaheim und des Hans von Bercken stößt. Der Zins ist jedes Jahr auf den 11. November (uff Sant Martis tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 6 lb h abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 904 Archivalieneinheit 
1492 Juni 29 (an Frytag nach Sant Johans tags su(o)nnettwendi) 
Hans Schopper, sesshaft zu Binsdorf, verkauft an Jakob Koch, Hans Kno(e)sch und Konrad Erler, den geschworenen Pflegern [der Pfarrkirche] Sankt Agatha von Bubenhofen (Bu(o)benhoffen) einen jährlichen Zins von 4 ß h für 4 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 4 Jauchert Acker. Davon liegen 3 Jauchert bei den Unterhölzern (an den hu(i)rsten) im Binsdorfer Bann, die an den Acker der Klosterfrauen (closternen acker) stoßen, und 1 Jauchert ebenfalls im Binsdorfer Bann am Acker von Peter Bischof, der an Ludi Karrer grenzt und durch den der Balinger Weg führt. [2] 1 Hanfgarten vor der Stadt Binsdorf bei Mathias (Mathis) Schmid, der an die Allmende anstößt. Die beiden Stücke sind mit Ausnahme von 1/2 lb [h] für den Pfarrer von Rosenfeld unbelastet. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 24. Juni (uff Sant Johanns tag sonnenwendi) zu entrichten und kann jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 24. Juni mit 4 lb h und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 903 Archivalieneinheit 
1492 April 6 (an Frytag nach Mit Vasten ze latin Letare genantt) 
Jörg Semlin von Owingen verkauft an die Priorin und ihre Mitschwestern in der Klause zu Geislingen (Gyslingen) eine jährliche Gülte von 1 lb h für 20 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt, die alle eigen sind: [1] 1 Jauchert, das aus dem Uchttett herstößt und zwischen dem Diepold (Tieppoltt) von Owingen liegt. [2] 3 Viertel an dem Rotenacker, die hinten auf den Stefel zu Owingen stoßen. [3] 1/2 Jauchert bei Fritz Conlin, das an den Acker von Diepold Roten stößt. Die Gülte ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 23. April (uff Sant Jo(e)rgen des hayligen rytters tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 23. April mit 20 lb h und den entstandenen Zinsen ausgelöst werden. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 902 Archivalieneinheit 
1492 November 16 (an Frytag vor Santt Martis des hailligen byschoffs tag) 
Hans Schna(e)pf zu Geislingen (Gyslingen) verkauft mit der bereits vor einiger Zeit von seinem Junker erteilten Erlaubnis, bei Bedarf sein Haus und anderes Gut verkaufen zu können, sein Haus, seine Scheune und Hofreite im Dorf zu Geislingen bei der Hofreite von Kaspar Schneider an die Kinder seiner verstorbenen Tochter für 38 lb h, die auf Zeit und Ziel nach Inhalt zweier Zettel zu bezahlen sind, von denen jede Partei einen erhalten hat. Der Aussteller behält sich in diesem Haus für sich und seine Ehefrau Licken das Wohnrecht auf Lebensdauer und die Benutzung seiner bisherigen Kammer vor. Außerdem müssen ihm für drei Kühe und ein Pferd vier Schaufeln Heu im Haus und Stallung gegeben werden. Der Junker erhält aus diesem Haus und dieser Hofreite jährlich 3 h und 4 Hühner als Zinsleistung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 905 Archivalieneinheit 
Ita, 1493 November 15 (an Frytag na(e)chst nach Martini episcopi) 
Thomas (Thoma) Zeller, Bürger zu Binsdorf, verkauft an Hans Kna(e)schen, Heinrich Erler und Michel Koch, den geschworenen Pflegern der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Gyslingen) einen jährlichen Zins von 14 ß h für 14 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden 2 Jauchert Acker eingesetzt, die Jakob Fry, Bürger zu Binsdorf, auf Bitte des Ausstellers verschrieben und der Pfarrkirche Sankt Ulrich für den genannten Zins haftbar gemacht hat. Der Acker liegt auf dem Hart (Hard) hinter dem Heerweg und stößt auf die Äcker von Klaus (Claussen) Hurnen und Andreas (Endris) Steckling von Erlaheim (Erlen). Mit Ausnahme des Zehnten ist der Acker unbelastet. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis des hailligen byschoffs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr mit 14 lb h und den entstandenen Zinsen abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 926 Archivalieneinheit 
1494 März 7 (uff Frytag vor Mittvasten) 
Hans Kna(e)sch, Marquart Josen und Michel Koch, die Pfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen, beurkunden: Der Junker und Landhofmeister Hans von Bubenhofen und seine Vorfahren, denen der Allmächtige gnädig sein wolle, haben der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen eine Gülte von 4 lb h für die Kerzen (liechtter) gestiftet, die die Aussteller und ihre Vorgänger schon seit langer Zeit zur Hilfe und Trost aller gläubigen Seelen eingenommen haben. Nachdem Hans von Bubenhofen in seinem Testament bestimmt hatte, dass diese Stiftung auf ewige Zeit gültig sein solle, entschied Ottilie von Bubenhofen, geborene von Bach, auf Mitfasten 1486 mit Wissen und Zustimmung der Aussteller, dass ihre ehelichen Söhne, der Ritter Hans Kaspar von Bubenhofen und der Junker Wolf von Bubenhofen, diese Gülte auf folgende Art und Weise versichern und versorgen konnten: [1] 1 Malter Kernen Haigerlocher Maß und 8 Viertel Hafer, die jährlich als Zins aus den freien Gütern zu Erlaheim (Erlen) fallen und künftig von den Ausstellern eingenommen werden können. [2] 6 Viertel 1 Imi Kernen Rosenfelder Maß, 1 ß h und 20 Eier, die jährlich aus der Mühle von Hans Berthold zu Bubenhofen im Tal fallen, die nach dem Inhalt einer von drei Edelleuten besiegelten Pergamenturkunde von Junker Jörg von Leinstetten gekauft wurde. [3] 6 Viertel 1 Imi Kernen Rosenfelder Maß und 20 Eier, die ebenfalls aus der Mühle von Hans Berthold zu Bubenhofen zinsen und nach dem Inhalt einer von zwei Edelleuten besiegelten Pergamenturkunde von dem Junker Werner von Rosenfeld gekauft wurden. Die 8 Viertel Hafer, die 40 Eier und der 1 ß h werden mit 3 lb h jährlicher und ewiger Gülte angeschlagen. Hans Kaspar und Wolf von Bubenhofen stiften für die Kerzen außerdem eine ablösige Gülte von 1 lb h, die nach einem besiegelten Zinsbrief Konrad Fleig (Fleug), Benz Ström und Uecker [?] Kunz (Kunss) zu Grosselfingen. Abschließend versprechen die Aussteller für sich und ihre Nachfolger, dass die 4 lb h für die Kerzen auch unabhängig von einer Ablösung der zuletzt genannten Gülte in Ewigkeit gegeben werden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 928 Archivalieneinheit 
1494 April 7 (an Frytag vor Mitvasten) 
Die beiden Brüder Marquart und Auberlin Josen verkaufen an Martin Miller und Peter Schro(e)ten, die geschworenen Pfleger der Jahrzeit der Zechbruderschaft zu Geislingen (Gyslingen) und ihre Nachfolger, 1 Mannsmahd Wiesen "zu(o) Ebris wisen gelegen" für 15 lb 7 1/2 ß und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Die Wiese stößt unten an Heinrich Roser, oben an Ludin Jörgen und liegt der Länge nach am Graben. Die Wiese ist mit 4 h für die Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen belastet. Die Aussteller erklären Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 907 Archivalieneinheit 
1494 November 7 (an Frytag nechst vor Sant Martis des hailigen byschofs tag) 
Jo(e)rg Scholder von Owingen (Ouwingen) verkauft an Hans Kno(e)schen, Marquart Josen und Michel Koch, die geschworenen Pfleger der [Pfarrkirche Sankt Ulrich] zu Geislingen (Gyslingen), einen jährlichen Zins von 1 lb h für 20 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden eingesetzt: [1] 1 Jauchert auf der Espa gelegen, der oben auf Michel Siemlis und unten auf den Schwa(e)ben stößt. [2] 1 Morgen Weingarten, der unten auf die Allmende stößt und auf der einen Seite bei dem Kuhn (Cu(o)n) und auf der anderen Seite bei dem Thomas (Doma) Mayer liegt. [3] 1 Haus und 1 Garten zu Owingen, die oben und unten an die Siemlin stoßen und an einer Seite bei der Allmende liegen. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martis tag) zu entrichten und kann jedes Jahr auf den 11. November mit 20 lb h und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 906 Archivalieneinheit 
1494 Dezember 5 (uff Fritag vor Sandt Niclauß deß lieben bischoffs tag) 
Ludwig Walter, sesshaft zu Grosselfingen, verkauft an Martin (Marti) Miller und Peter Schro(e)ten von Geislingen (Gislingen), die Pfleger der Zech[bruderschaft] und die mit ihnen eingesetzten Pfleger, mit Zustimmung des Junkers Hans Heinrich [II.] von Bubenhofen eine jährliche Gülte von 1/2 fl, die auf den 6. Dezember (uff Sandt Niclauß tag dem hailigen), für 10 fl rh und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 1 Garten, der an der Kirchherrenwiese liegt und vorne an die Allmende und hinten auf die Wiese von Bayer Ellen. [2] 1 Wiese in den Binsen (Binsach) am Binsagraben, die auf Jakob stößt. Mit Ausnahme des Zehnten sind die als Unterpfand eingesetzten Stücke unbelastet. Der Zins ist jedes Jahr auf den 6. Dezember (uff Sandt Niclauß) zu entrichten und kann jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 6. Dezember mit und dem entstandenen Zins abgelöst werden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 908 Archivalieneinheit 
1497 Dezember 11 (uf Mentag nach Sant Niclaustag) 
Michel und Jörg Siemlin, beide von Owingen, verkaufen an die Priorin und ihre Mitschwestern der Klause zu Geislingen (Gyslingen) und ihre Nachfolgerinnen einen jährlichen Zins von 1 fl rh 3 ß 2 h für 22 fl rh und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende eigene Stücke eingesetzt: [1] 1 Jauchert auf Gu(e)tensteig, "streckt heruß uf die allmand." [2] 1 Jauchert in der Au (Ow), "streckt heruff uff das allmand." [3] 1 Jauchert auf der alten Mühle, "streckt heruf an den Herchenberg." [4] 1/2 Jauchert am Ru(o)tinsteig, "streckt heruß uf das allmand." [5] 1 Jauchert an dem Rötenacker, "streckt uff die Polten." [6] 1 Jauchert auf Bercka, "streckt uff den Stöfel." [7] 1 Mannsmahd Wiese auf den Scho(e)binen, "stost uf den Diepold." Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 6. Dezember (uf Sant Niclaus tag) zu entrichten und kann jedes Jahr mit 22 fl rh und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 909 Archivalieneinheit 
1521 März 10 (uf Mitvasten) 
Martin Hain von Grosselfingen verkauft an Martin Yta, Hans Hainen und Hans Kno(e)schen der Junge, den Pflegern der Pfarrkirche [Sankt Ulrich] zu Geislingen und ihren Nachfolgern, einen Zins von 1/2 fl für 10 fl und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende eigene Güter eingesetzt: 1 1/2 Jauchert Acker, "ligen hinder Rietten, die lengi an Conrat Marxe, streckt hinden uf die Span wißen." [2] 1/2 Mannsmahd, "hinder Rietten, die lengin an U(e)lrich Heein, streckt an beiden orten uf die a(e)cker. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem Mitfastensonntag zu entrichten und kann jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem Mitfastensonntag mit 10 fl und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 910 Archivalieneinheit 
1524 April 1 (uf Fritag nach dem heilgen Oustartag) 
Martin Hegin von Grosselfingen verkauft an die [namentlich nicht genannten] Pfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen einen jährlichen Zins von 1/2 fl für 10 fl rh und bestätigt, dass ihm Konrad Marx von Grosselfingen als früherer Zinspflichtiger für die Kaufsumme Genüge getan hat. Als Unterpfand werden folgende eigene Güter eingesetzt: [1] 1 Jauchert Acker, "gelegen hinder Riethan uf dem obern Ineheld, ist furchgnoß Claus Kentzel, tret unden uf Stainhofer almad." [2] 1 Jauchert Acker, "ouch hinder Riethan an Schow Acker, ist furchgnoß Michel U(o)lins, tret oben uf den min." Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uf Sant Martins deß heilgen bischofs tag) zu entrichten und kann jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November mit 10 fl rh und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 911 Archivalieneinheit 
1528 April 21 (uf Zinstag vor Sant Jo(e)rgentag) 
Crista Grab von Niederhofen (Niderhoven) bei Ehingen und seine eheliche Tochter Anna Grab (Grabin) beurkunden in einer Erneuerung anstelle einer verloren gegangenen Urkunde: Der Aussteller erklärt, dass er seine Tochter in die Frauenklause des Dominikanerinnenordens in Geislingen (Gyslingen) hat aufnehmen lassen und den Schwestern zugesagt hat, dass seine Tochter oder die Frauenklause die ihr zustehenden Erbfälle erhalten soll, als ob sie noch weltlich sei. Wenn der Aussteller stirbt oder auf andere Art und Weise unter seinen Kindern ein Erbe zu viel sein sollte, soll seine Tochter oder die Frauenklause das entsprechende Erbteil wie die anderen Kinder erhalten. Obwohl die Ausstellerin die Frauenklause verlassen, gegen die Ordensregel in Unkeuschheit gelebt (widern orden) und dazu auch eine Mitschwester verführt hat, hat sie der Junker Hans [IV.] von Stotzingen als Vogtherr auf Bitte des Ausstellers wieder in die Frauenklasse zurückkehren und versprechen lassen, das sie sich zukünftig wohl und tugendlich verhalten soll, wie es einer geistlichen Schwester entspricht. Wenn die Ausstellerin erneut gegen ihr Gelübde verstößt oder der Frauenklause Schmach zufügt, kann sie der Junker Hans von Stotzingen aus der Frauenklause entfernen und aus dem Dorf vertreiben. Der Aussteller verspricht für sich, seine Tochter und seine Verwandschaft, sich gegen diese Bestimmungen einzuhalten und nicht dagegen zu verstoßen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 832 Archivalieneinheit 
Hagenau, 1540 Juni 29 
König Ferdinand I. (voller Titel) erneuert auf Bitte von Hans von Stotzingen und im Namen von Kaiser [Karl V.] die Hochgerichtsbarkeit in seinen in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen (Taternhausen) und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Vorher wurden die Straftäter von Hans von Stotzingen und seinen Vorfahren an die umliegenden Gerichte übergeben. Hans von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung der drei Dörfer die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten. Zwischen dem Ausstellungsdatum dieser Urkunde und dem 24. August (Sannd Bartholomestag des heilligen zwo(e)lfpoten) muss Hans von Stotzingen vor dem Reichserbkämmerer Graf Jos Niklas von Zollern, Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, in üblicher Weise das Gelübde und den Eid ablegen, den Hans von Stotzingen und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen sollen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 912 Archivalieneinheit 
1545 Juli 13 (uff Margrethe der hailigen junckfrowen) 
Die beiden Brüder Hans U(o)lis und Stefan U(o)lis von Grosselfingen verkaufen an Jerg Syber, Andreas (Enderle) Schneberlin und Klaus Kneschen, die geschworenen Pfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Gislingen) und ihre Nachfolger einen jährlichen Zins von 1 lb h für 20 lb h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 2 Jauchert eigenen Acker, "hinder Riete gelegen, ligend den Langen Weg an Balthas Lensinger, ist ain anwander, tret oberhalb uff Mathis Kentzel." [2] 1 Mannsmahd Wiese, "im Honbach gelegen, hinder Riete, stoßet unden an Engschlatter Helzle, oben an Mathis Kentzel." Mit Ausnahme von 1 lb sind die beiden Stücke unbelastet. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach Mitfasten zu entrichten und kann jedes Jahr auf Mitfasten mit 20 lb h und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Die Aussteller versprechen Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 913 Archivalieneinheit 
1550 Juli 28 (uff Montag nach Sant Jacobs tag) 
Jörg Siber zu Geislingen verkauft an den Juden Jesaja (Esaias) und allen seinen Erben sein Haus und seine Hofreite zu Geislingen, das bei dem Heilig-Kreuz-Haus, bei Philipp Siber und am Bach liegt, mit allen Gerechtigkeiten und Zugehörungen für 93 lb 15 ß h und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 866 Archivalieneinheit 
1558 Juni 7 
Die Vögte, Gerichte und Gemeinden der vier Flecken Geislingen, Ostdorf, Owingen und Erlaheim (Erlach) vergleichen sich mit Zustimmung ihrer jeweiligen Obrigkeit und Herrschaft über die Bannmark, den Viehtrieb und den Weidegang zwischen dem allgemeinen Holzschlag (withaue) und dem Pfarnberg von Geislingen, um die bereits bisher vorhandene gute Nachbarschaft fortzusetzen. Den Bann der vier Flecken scheidet eine weiße Tanne auf der Hauserwies im Mildersbach, die stehen gelassen und mit vier weißen Kreuzen versehen wurde. Bei dieser Tanne wurde ein Markstein, in den ebenfalls vier weiße Kreuze geschlagen wurden, mit Kohle, Glas und Ziegelsteinen eingegraben. Alle vier Flecken sollen diese Grenze künftig nicht mehr übertreten. Die Obrigkeit, Herrlichkeit und Gerechtigkeiten der Herren dieser vier Flecken, insbesondere bei den Herrenwäldern, allgemeinen Holzschlägen sowie Eigen- und Lehenwäldern, bleiben davon unberührt. Beim Viehtrieb wird verabredet, dass die Flecken Geislingen und Ostdorf den Viehtrieb auf der einen Seite und die Flecken Erlaheim und Ostdorf den Viehtrieb auf der anderen Seite des Baches besitzen. Nach fünfzehn Jahren werden die abgenützten Marksteine wieder erneuert. Der Vergleich wird in vier Exemplaren ausgefertigt und jedem Flecken übergeben. Bei Verlust dieser Urkunde durch Krieg, Hochwasser oder Brand soll sofort eine neue Urkunde ausgestellt werden. 
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Augsburg, 1559 Mai 17 
Kaiser Ferdinand I. (voller Titel) erneuert auf Bitte von Hans [V.] von Stotzingen die Hochgerichtsbarkeit in seinen in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen (Tatternnhausen) und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Die letzte Belehnung hatte der Aussteller im Namen von Kaiser Karl V. vorgenommen. Hans [V.] von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung der drei Dörfer die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans [V.] von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten. Zwischen dem Ausstellungsdatum dieser Urkunde und dem 24. Juni (Sanndt Johanns des tauffers tag) muss Hans [V.] von Stotzingen vor dem Reichserbkämmerer und Reichshofratspräsidenten Graf Karl von Hohenzollern (Zollern) in üblicher Weise das Gelübde und den Eid ablegen, den Hans [V.] von Stotzingen und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen sollen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 914 Archivalieneinheit 
1559 September 21 (uf Sannt Matheus des hailigen zwelff poten) 
Bonaventura (Beneventura) Eglis und der junge Hans Rieffer, beide Heiligenpfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen, verkaufen mit Zustimmung ihres Junkers und Vogtherren Hans [V.] von Stotzingen zu Geislingen an Konrad Schuler und Jörg Siber (Su(e)ber) von Geislingen und allen ihren Erben und Nachkommen das Haus, die Hofreite und die Scheuer mit zwei Gärten der Heiligenpflege der Pfarrkirche Sankt Ulrich mit allen Gerechtigkeiten und Zugehörungen für 240 fl. Das Haus stößt oben an den Garten des jungen Hans Rieffer, das Haus und die Scheuer mit den zwei Gärten stößt vorne an den Langen Weg, an die Gasse und Straße, hinten an Hans Wisermeln und an den Garten von Andreas Schneberlin. Von der Kaufsumme sind bis zum nächsten 11. November (uff Martini) 40 fl, bis zum 11. November 1560 10 fl und in den folgenden Jahren acht Tage vor oder nach dem 11. November jeweils 10 fl bis zur völligen Bezahlung des Schuldbriefes. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 834 Archivalieneinheit 
Augsburg, 1566 April 22 
Kaiser Maximilian II. (voller Titel) erneuert auf Bitte von Hans [VI.] von Stotzingen die Hochgerichtsbarkeit in seinen in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen (Tatternnhausen) und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Die erste Belehnung hatte der König und spätere Kaiser Ferdinand I. im Namen von Kaiser Karl V. vorgenommen. Hans [VI.] von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung der drei Dörfer die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans [VI.] von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung sein bevollmächtigter Anwalt Benedikt von Stotzingen abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen Hans von Stotzingen und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 930 Archivalieneinheit 
1567 November 1 (an Aller Hailigen tag) 
Hans [V.] von Stotzingen der Ältere zu Geislingen, Dotternhausen, Roßwangen und Dellmensingen gibt bekannt, dass er aus besonderer Liebe zu seinen beiden eheleiblichen Söhnen Hans [VI.] von Stotzingen zu Dellmensingen und Hans Jakob [I.] von Stotzingen zu Dotternhausen mit ihrer Zustimmung eine ewig währende Erbteilung der liegenden Güter im Fall seines Todes vorgenommen hat. Der Vergleich erfolgt, damit unter seinen Söhnen wegen der Hinterlassenschaft keine Auseinandersetzungen und Missverständnisse entstehen, sondern der gute brüderliche Wille erhalten bleibt, die beiden Söhne seinem herzlichen Wunsch und Willen nach die Hinterlassenschaft mit Frieden und Freuden genießen können und er selbst sein Leben selig beschließen kann. Der Aussteller bestimmt: Die beiden Söhne oder ihre Erben sind nach dem Tod des Vaters verpflichtet, wozu sie sich aber auch selbst erboten und aus kindlicher Liebe geneigt sind, alle seine zu Lebzeiten getroffenen Anordnungen wie auch alle Gottesdienste nach adligem Brauch und gottgefälligem Herkommen auszuführen. Der ältere Bruder Hans [VI.] von Stotzingen soll außerdem zum einen der Ehefrau des Ausstellers, der Mutter der beiden Söhne, jährlich 200 fl und eine angemessene Unterkunft im Schloss oder zu Dellmensingen geben. Gemeinsam sollen beide Brüder zum anderen ihren eheleiblichen Schwestern oder deren ehelichen Kindern von der Barschaft das vom Aussteller eingesetzte Heiratsgut nach den Heiratsabreden (heürats notell) erhalten, falls sie es noch nicht bekommen haben. Wenn die Barschaft dafür nicht ausreicht, sollen die beiden Brüder dafür andere Güter einsetzen, bis sie ihr Heiratsgut erhalten haben. Wenn von der Barschaft nach Entrichtung des Heiratsgutes aber etwas übrig bleibt, sollen die beiden Brüder oder ihre leiblichen Kinder den Rest wie die anderen verbrieften Schulden, Gülten, Zinsen und alle andere Fahrnis untereinander aufteilen. Bei den liegenden Gütern soll der ältere Bruder Hans [VI.] von Stotzingen die beiden Flecken Dotternhausen und Roßwangen sowie den neu gekauften Flecken Dellmensingen mit allen Nutzungen, Renten, Zinsen, Gülten und aller Oberherrlichkeit erhalten, wie er sie bereits bisher als freie und eigene Güter besessen hat, ohne dabei durch seinen Bruder Hans Jakob [I.] von Stotzingen, seine Erben oder jemand anderen beeinträchtigt zu werden. Hans von Stotzingen und seine Erben dürfen die drei Flecken mit ihrem Zubehör, ob sie zu- oder abnehmen, mit nicht mehr als 3000 fl Hauptgut versetzen oder verpfänden und insbesondere nicht verkaufen oder verändern. Wenn Hans Jakob [I.] von Stotzingen in Erfahrung bringt, dass die Güter über diesen Betrag hinaus versetzt oder verpfändet werden, haben er oder seine Erben gutes Recht und volle Macht die Güter mit 50000 fl bei dem älteren Bruder Hans [VI.] von Stotzingen, seinen Erben oder bei denjenigen, die mehr darauf geliehen haben, abzulösen. Sobald sie dieses Geld empfangen haben, sind sie verpflichtet, von diesen Gütern und ihrem Zubehör abzutreten und Hans Jakob [I.] von Stotzingen und seinen Erben freiwillig nach dem gemeinen Recht zu übergeben, die diese Güter daraufhin wie ihre eigenen Güter behandeln und damit tun können, was sie möchten. Hans Jakob [I.] von Stotzingen, der andere und jüngere Sohn und seine Erben, erhalten dagegen den Flecken Geislingen und den Hof Bronnhaupten und die Gülte auf Württemberg als ebenfalls freie und eigene Güter mit allen Nutzungen und Zugehörungen ohne Ausnahme, wie sie der Aussteller bis auf den heutigen Tag mit aller Ober- und Herrlichkeit besitzt. Jedoch sollen er und seine Erben diese Güter ebenfalls nicht mit mehr als 3000 fl durch Verpfändung oder Verschreibung belasten und auch nicht verkaufen oder verändern. Wenn die Güter mit einer höheren Summe belastet werden, haben Hans von Stotzingen oder seine Erben ebenfalls Fug und Recht, sie mit 2 4000 fl bei Hans Jakob [I.] von Stotzingen oder bei denjenigen, die mehr darauf geliehen haben, abzulösen. Nach der Ablösung sind die Güter zu übergeben. Mit allen genannten Gütern soll es nun künftig auf ewige Zeit unter den beiden Brüdern von Stotzingen und ihren Söhnen auf diese Art und Weise gehalten werden, so lange der Mannesstamm währt. Beide Brüder können die Güter nach seinem Gutdünken anschlagen und benennen, deren Erben ihren Anteil aber wiederum nicht mit mehr als 3000 fl als Hauptgut belasten sollen oder in diesem Fall die in dieser Erbteilung enthaltene Ablösung gewähren müssen. Der Aussteller erklärt abschließend Rechteverzicht. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 915 Archivalieneinheit 
1570 März 1 
Hans Weishar, sesshaft zu Owingen und der Grafschaft Hohenzollern unterworfen, verkauft mit Zustimmung des Junkers Sebastian Schlegel von Gruol (Grueln), zollerischer Rat und Obervogt zu Hechingen, an Konrad Schuler und Melchior Zürn, die Heiligenpfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen und alle ihre Nachfolger, einen jährlichen Zins von 1 fl für 20 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Stücke eingesetzt: [1] 3 Viertel Wiesen unter Gutensteig am Langen Weg. Die Wiesen liegen [auf der einen Seite] bei Michael Fischer (Vischer) und auf der anderen Seite bei Konrad Fischer und der Witwe von Ludwig Maurer und stoßen unten auf Hans Bürckle. Die Wiesen gehen nach der Zelge. 1 1/2 Viertel davon wurden aber zu Wiesen gemacht. [2] 1 1/2 Viertel vor Bronnad am Langen Weg zu beiden Seiten bei dem Vogt Bastian Singer, die oben auf die Allmende stoßen. [3] 3 Viertel Krautgarten am Haingarten und bei Hans Bürckle. Alle Stücke sind mit keinen Abgaben belastet und wurden von Vogt und Gericht von Owingen als ausreichendes Unterpfand bestätigt. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (uff Sant Martinstag) zu entrichten und soll mit einmonatiger Kündigungsfrist in den nächsten vier Jahren mit 20 fl und den entstandenen Zinsen und Kosten wieder ausgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 828 Archivalieneinheit 
Speyer, 1570 Dezember 1 
Kaiser Maximilian II. (voller Titel) erteilt den beiden Brüdern Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen zu Dellmensingen und Geislingen, ihren Erben und Nachkommen auf ihre Bitte hin die Befreiung von ausländischen und unordentlichen Gerichten für sich selbst und alle ihre Untertanen, Diener, Hintersassen, Leibeigenen und Zugehörigen mit ihren Frauen, Kindern, Gesinde und Leuten. Ihre Bitte begründeten die beiden Brüder von Stotzingen mit den ungebührlichen Prozessen vor ausländischen und unordentlichen Gerichten, mit denen einige unruhige Leute sie und ihre Untertanen, Diener, Zugehörigen, Leibeigenen und Hintersassen seit einger Zeit aus frevelhaftem Mutwillen und ohne Notwendigkeit mit großen Kosten und großem Schaden belasten würden. Dadurch wurden einige ihrer Untertanen mit ihren Frauen und Kindern daran gehindert, ihre Schulden, Renten, Zinsen und Gülten zu entrichten und ihre Lehen- oder Eigengüter zu bebauen. Durch die langwierigen und weitläufigen Rechtfertigungen kamen sie um Haus und Hof und sogar an den Bettelstab. Die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen und ihre Untertanen, Diener, Hintersassen, Leibeigenen, Zugehörigen mit ihren Frauen, Kindern, Gesinde und Leuten dürfen zukünftig wegen Ehre, Leib, Schulden und Hab und Gut weder vor dem kaiserlichen Hofgericht zu Rottweil noch vor einem Landgericht, einem Westfälischen Gericht oder einem anderen fremden und unordentlichen Gericht vorgeladen, beklagt, geächtet oder verurteilt werden. Wer eine Forderung oder Klage gegen die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen oder ihr Hab und Gut im Allgemeinen oder im Besonderen hat, soll seine Forderung oder Klage vor dem Reichskammergericht oder vor den für sie zuständigen Obrigkeiten und Gerichten im Heiligen Reich vorbringen. Die Diener sollen ihre Forderungen und Klagen dagegen vor den beiden Brüdern von Stotzingen vorbringen, die sie aber auch an eine andere Stelle verweisen können. Die Untertanen, Hintersassen, Leibeigenen und andere Zugehörige und Verwandte gehören unmittelbar vor das Gericht und den Stab der beiden Brüder von Stotzingen und müssen von jedem Richter an sie, ihre ehelichen Leibeserben und Erbeserben und Nachkommen verwiesen werden. Wenn aber den Klägern das Recht vor diesem Gericht und Stab versagt oder verzögert wird, können sie ihr Recht vor den ihnen geeignet erscheinenden Gerichten suchen. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Bürgermeistern, Hofrichtern, Landrichtern und anderen Richtern, freien Schöffen, Urteilsprechern, Räten, Bürgern und Gemeinden und allen anderen Untertanen und Getreuen des Reiches wird befohlen, diese Freiheit beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben, Erbenserben und Nachkommen, ihre Diener, Untertanen, Hintersassen, Zugehörigen, Leibeigenen und Verwandten nicht zu beeinträchtigen. Bei Zuwiderhandlungen ist eine Strafe von zwanzig Mark lötigem Gold zur einen Hälfte in die Kammer des Ausstellers und des Reiches und zur anderen Hälfte an die beiden Brüder von Stotzingen zu bezahlen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 829 Archivalieneinheit 
Speyer, 1570 Dezember 1 
Kaiser Maximilian II. (voller Titel) erteilt den beiden Brüdern Hans [VI.] und Hans Jakob [I.]von Stotzingen zu Dellmensingen und Geislingen auf ihre Bitte die Freiheit, die Geschäfte der Juden einzuschränken. In ihrer Bitte beriefen sie sich auf das Verbot aller Wucherverträge und Wuchergeschäfte im Allgemeinen und im Besonderen der Juden im göttlichen und weltlichen Recht, in den Reichsverfassungen, Reichssatzungen und Reichsordnungen, vor allem aber auf die Reformation und die Polizeiordnungen in den Reichsabschieden der Reichstage in Regensburg von 1532 und in Augsburg von 1548 und 1551. Außerdem klagten sie darüber, dass die unter verschiedenen Obrigkeiten sesshaften Juden ihre Wucherverträge und Wuchergeschäfte in den Fürstentümern des Ausstellers und im Heiligen Reich unverändert fortsetzen und dadurch die Untertanen des Ausstellers und des Heiligen Reiches verderben würden. Nach Bekanntgabe dieser Freiheit dürfen die Juden weder heimlich oder öffentlich noch mündlich oder schriftlich ohne Erlaubnis der beiden Brüder von Stotzingen auf die liegenden, unbeweglichen und eigenen Bestand- oder Lehengüter, auf die fahrenden und beweglichen Güter, auf Unterpfänder, Briefe und Verschreibungen oder auf Treu und Glauben der Untertanen, Leibeigenen, Zugehörigen, Diener oder Hintersassen mit oder ohne Wucher weder viel noch wenig leihen, tauschen, wechseln oder andere Verträge aller Art eingehen. Ausgenommen wird davon nur alles, was für die tägliche Ernährung und den täglichen Bedarf mit beweglichen Gütern und Bargeld gekauft und verkauft und auf den freien und offenen Messen und Jahrmärkten frei und aufrichtig gehandelt wird. Wegen der nach Bekanntgabe dieser Freiheit ohne Erlaubnis der beiden Brüder von Stotzingen und ihrer Nachkommen abgeschlossenen Verträge, Verschreibungen und Geschäfte, unabhängig davon ob sie durch Handgelübde auf Treu und Glauben oder durch beschwörte Eide bestätigt sind, dürfen die Juden vor dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil oder einem fremden Gericht keine Klage erheben oder Vorladung verlangen. Prozesse und Urteile auf der Grundlage von Klagen oder Vorladungen von Juden werden für ungültig erklärt. In den Verträgen, Verschreibungen oder Geschäften darf keine List und kein Beitrag enthalten sein. Untersagt werden dritte Personen wie Christen als Geldleiher und alle anderen Betrugsarten, die in den Reichsordnungen und vor allem im Reichsabschied von 1561 erwähnt werden. Bei Zuwiderhandlungen verfällt das als Hauptgut geliehene oder gezahlte Geld zusammen mit den Zinsen den beiden Brüdern von Stotzingen, ihren Erben und ihren Nachkommen. Zukünftig werden keine Klagen mehr von Juden zugelassen, die auf Verlangen der beiden Brüder von Stotzingen bei ihrer jeweiligen Herrschaft nicht offenlegen, was ihnen die Hintersassen, Untertanen, Leibeigenen, Diener und Zugehörigen vom Zeitpunkt der Bekanntmachung dieser kaiserlichen Freiheit an schuldig sind und keine ausreichenden Urkunden über die versprochenen, zugesagten und verschriebenen Pfänder und Unterpfänder vorlegen und Abschriften davon übergeben. Die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen sind zur Bezahlung verschwiegener Schulden nicht verpflichtet, die sie vielmehr einziehen und behalten können. Alle deswegen erhobenen Klagen oder Vorladungen von Untertanen, Hintersassen und Zugehörigen vor dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil, vor einem Landgericht oder einem ausländischen Gericht und alle ohne Erlaubnis der beiden Brüder von Stotzingen, ihrer Erben und Nachkommen unter Berufung auf andere kaiserliche Freiheiten abgeschlossene Verträge, Verschreibungen und Verzichte können keine Gültigkeit beanspruchen. Das von den Juden durch diese Prozesse erlangte bewegliche und unbewegliche Hab und Gut der beiden Brüder von Stotzingen, ihrer Erben und Nachkommen und ihrer Untertanen, Hintersassen, Leibeigenen, Diener und Zugehörigen darf von niemandem mit oder ohne Recht beansprucht, beschlagnahmt, belastet oder beschädigt werden. Alles, was die Juden unter Berufung auf ihre bereits erhaltenen oder ihnen von den Nachfolgern des Ausstellers zukünftig erteilten allgemeinen und besonderen Freiheiten dagegen vorbringen, wird für kraftlos erklärt. Bei jedem Verstoß gegen diese Freiheit müssen die Juden zehn Mark lötiges Gold in die Kammer des Ausstellers, seiner Nachkommen und des Reiches bezahlen. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitzumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Hofrichtern, Landrichtern und allen anderen Richtern, Schöffen, Urteilsprechern, Bürgermeistern, Räten, Bürgern, Gemeinden, allen derzeitigen und zukünftigen Hofrichtern des kaiserlichen Hofgerichts in Rottweil und allen Untertanen des Reiches, vor allem jenen, bei denen Juden sesshaft sind, wird befohlen, auf Verlangen der beiden Brüder von Stotzingen, ihren Erben und Nachkommen in deren Gegenwart die bei ihnen sesshaften Juden vorzuladen, zur Offenlegung der zugesagten oder verschriebenen Pfänder und Unterpfänder von Untertanen, Hintersassen, Leibeigenen, Dienern, Zugehörigen einschließlich ihrer Frauen, Kinder und Dienstboten zu verpflichten. Die Juden müssen entsprechende Urkunden vorlegen, von denen den beiden Brüdern von Stotzingen, ihren Erben und Nachkommen besiegelte Abschriften zu übergeben sind. Die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen dürfen in dieser kaiserlichen Freiheit nicht beeinträchtigt werden. Für jeden Verstoß gegen diese kaiserliche Freiheit müssen 60 Mark lötiges Gold zur einen Hälfte in die Kammer des Ausstellers und des Reiches und zur anderen Hälfte an die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen bezahlt werden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 830 Archivalieneinheit 
Speyer, 1570 Dezember 1 
Kaiser Maximilian II. (voller Titel) erteilt den beiden Brüdern Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen zu Dellmensingen und Geislingen auf ihre Bitte die Freiheit, die Geschäfte der Juden einzuschränken. In ihrer Bitte beriefen sie sich auf das Verbot aller Wucherverträge und Wuchergeschäfte im Allgemeinen und im Besonderen der Juden im göttlichen und weltlichen Recht, in den Reichsverfassungen, Reichssatzungen und Reichsordnungen, vor allem aber auf die Reformation und die Polizeiordnungen in den Reichsabschieden der Reichstage in Regensburg von 1532 und in Augsburg von 1548 und 1551. Außerdem klagten sie darüber, dass die unter verschiedenen Obrigkeiten sesshaften Juden ihre Wucherverträge und Wuchergeschäfte in den Fürstentümern des Ausstellers und im Heiligen Reich unverändert fortsetzen und dadurch die Untertanen des Ausstellers und des Heiligen Reiches verderben würden. Nach Bekanntgabe dieser Freiheit dürfen die Juden weder heimlich oder öffentlich noch mündlich oder schriftlich ohne Erlaubnis der beiden Brüder von Stotzingen auf die liegenden, unbeweglichen und eigenen Bestand- oder Lehengüter, auf die fahrenden und beweglichen Güter, auf Unterpfänder, Briefe und Verschreibungen oder auf Treu und Glauben der Untertanen, Leibeigenen, Zugehörigen, Diener oder Hintersassen mit oder ohne Wucher weder viel noch wenig leihen, tauschen, wechseln oder andere Verträge aller Art eingehen. Ausgenommen wird davon nur alles, was für die tägliche Ernährung und den täglichen Bedarf mit beweglichen Gütern und Bargeld gekauft und verkauft und auf den freien und offenen Messen und Jahrmärkten frei und aufrichtig gehandelt wird. Wegen der nach Bekanntgabe dieser Freiheit ohne Erlaubnis der beiden Brüder von Stotzingen und ihrer Nachkommen abgeschlossenen Verträge, Verschreibungen und Geschäfte, unabhängig davon ob sie durch Handgelübde auf Treu und Glauben oder durch beschwörte Eide bestätigt sind, dürfen die Juden vor dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil oder einem fremden Gericht keine Klage erheben oder Vorladung verlangen. Prozesse und Urteile auf der Grundlage von Klagen oder Vorladungen von Juden werden für ungültig erklärt. In den Verträgen, Verschreibungen oder Geschäften darf keine List und kein Beitrag enthalten sein. Untersagt werden dritte Personen wie Christen als Geldleiher und alle anderen Betrugsarten, die in den Reichsordnungen und vor allem im Reichsabschied von 1561 erwähnt werden. Bei Zuwiderhandlungen verfällt das als Hauptgut geliehene oder gezahlte Geld zusammen mit den Zinsen den beiden Brüdern von Stotzingen, ihren Erben und ihren Nachkommen. Zukünftig werden keine Klagen mehr von Juden zugelassen, die auf Verlangen der beiden Brüder von Stotzingen bei ihrer jeweiligen Herrschaft nicht offenlegen, was ihnen die Hintersassen, Untertanen, Leibeigenen, Diener und Zugehörigen vom Zeitpunkt der Bekanntmachung dieser kaiserlichen Freiheit an schuldig sind und keine ausreichenden Urkunden über die versprochenen, zugesagten und verschriebenen Pfänder und Unterpfänder vorlegen und Abschriften davon übergeben. Die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen sind zur Bezahlung verschwiegener Schulden nicht verpflichtet, die sie vielmehr einziehen und behalten können. Alle deswegen erhobenen Klagen oder Vorladungen von Untertanen, Hintersassen und Zugehörigen vor dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil, vor einem Landgericht oder einem ausländischen Gericht und alle ohne Erlaubnis der beiden Brüder von Stotzingen, ihrer Erben und Nachkommen unter Berufung auf andere kaiserliche Freiheiten abgeschlossene Verträge, Verschreibungen und Verzichte können keine Gültigkeit beanspruchen. Das von den Juden durch diese Prozesse erlangte bewegliche und unbewegliche Hab und Gut der beiden Brüder von Stotzingen, ihrer E rben und Nachkommenund ihrer Untertanen, Hintersassen, Leibeigenen, Diener und Zugehörigen darf von niemandem mit oder ohne Recht beansprucht, beschlagnahmt, belastet oder beschädigt werden. Alles, was die Juden unter Berufung auf ihre bereits erhaltenen oder ihnen von den Nachfolgern des Ausstellers zukünftig erteilten allgemeinen und besonderen Freiheiten dagegen vorbringen, wird für kraftlos erklärt. Bei jedem Verstoß gegen diese Freiheit müssen die Juden zehn Mark lötiges Gold in die Kammer des Ausstellers, seiner Nachkommen und des Reiches bezahlen. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitzumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Hofrichtern, Landrichtern und allen anderen Richtern, Schöffen, Urteilsprechern, Bürgermeistern, Räten, Bürgern, Gemeinden, allen derzeitigen und zukünftigen Hofrichtern des kaiserlichen Hofgerichts in Rottweil und allen Untertanen des Reiches, vor allem jenen, bei denen Juden sesshaft sind, wird befohlen, auf Verlangen der beiden Brüder von Stotzingen, ihren Erben und Nachkommen in deren Gegenwart die bei ihnen sesshaften Juden vorzuladen, zur Offenlegung der zugesagten oder verschriebenen Pfänder und Unterpfänder von Untertanen, Hintersassen, Leibeigenen, Dienern, Zugehörigen einschließlich ihrer Frauen, Kinder und Dienstboten zu verpflichten. Die Juden müssen entsprechende Urkunden vorlegen, von denen den beiden Brüdern von Stotzingen, ihren Erben und Nachkommen besiegelte Abschriften zu übergeben sind. Die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen dürfen in dieser kaiserlichen Freiheit nicht beeinträchtigt werden. Für jeden Verstoß gegen diese kaiserliche Freiheit müssen 60 Mark lötiges Gold zur einen Hälfte in die Kammer des Ausstellers und des Reiches und zur anderen Hälfte an die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen bezahlt werden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 831 Archivalieneinheit 
Speyer, 1570 Dezember 1 
Kaiser Maximilian II. (voller Titel) erteilt den beiden Brüdern Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen zu Dellmensingen und Geislingen, ihren Erben und Nachkommen auf ihre Bitte hin die Befreiung von ausländischen und unordentlichen Gerichten für sich selbst und alle ihre Untertanen, Diener, Hintersassen, Leibeigenen und Zugehörigen mit ihren Frauen, Kindern, Gesinde und Leuten. Ihre Bitte begründeten die beiden Brüder von Stotzingen mit den ungebührlichen Prozessen vor ausländischen und unordentlichen Gerichten, mit denen einige unruhige Leute sie und ihre Untertanen, Diener, Zugehörigen, Leibeigenen und Hintersassen seit einger Zeit aus frevelhaftem Mutwillen und ohne Notwendigkeit mit großen Kosten und großem Schaden belasten würden. Dadurch wurden einige ihrer Untertanen mit ihren Frauen und Kindern daran gehindert, ihre Schulden, Renten, Zinsen und Gülten zu entrichten und ihre Lehen- oder Eigengüter zu bebauen. Durch die langwierigen und weitläufigen Rechtfertigungen kamen sie um Haus und Hof und sogar an den Bettelstab. Die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen und ihre Untertanen, Diener, Hintersassen, Leibeigenen, Zugehörigen mit ihren Frauen, Kindern, Gesinde und Leuten dürfen zukünftig wegen Ehre, Leib, Schulden und Hab und Gut weder vor dem kaiserlichen Hofgericht zu Rottweil noch vor einem Landgericht, einem Westfälischen Gericht oder einem anderen fremden und unordentlichen Gericht vorgeladen, beklagt, geächtet oder verurteilt werden. Wer eine Forderung oder Klage gegen die beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben und Nachkommen oder ihr Hab und Gut im Allgemeinen oder im Besonderen hat, soll seine Forderung oder Klage vor dem Reichskammergericht oder vor den für sie zuständigen Obrigkeiten und Gerichten im Heiligen Reich vorbringen. Die Diener sollen ihre Forderungen und Klagen dagegen vor den beiden Brüdern von Stotzingen vorbringen, die sie aber auch an eine andere Stelle verweisen können. Die Untertanen, Hintersassen, Leibeigenen und andere Zugehörige und Verwandte gehören unmittelbar vor das Gericht und den Stab der beiden Brüder von Stotzingen und müssen von jedem Richter an sie, ihre ehelichen Leibeserben und Erbeserben und Nachkommen verwiesen werden. Wenn aber den Klägern das Recht vor diesem Gericht und Stab versagt oder verzögert wird, können sie ihr Recht vor den ihnen geeignet erscheinenden Gerichten suchen. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Bürgermeistern, Hofrichtern, Landrichtern und anderen Richtern, freien Schöffen, Urteilsprechern, Räten, Bürgern und Gemeinden und allen anderen Untertanen und Getreuen des Reiches wird befohlen, diese Freiheit beiden Brüder von Stotzingen, ihre Erben, Erbenserben und Nachkommen, ihre Diener, Untertanen, Hintersassen, Zugehörigen, Leibeigenen und Verwandten nicht zu beeinträchtigen. Bei Zuwiderhandlungen ist eine Strafe von zwanzig Mark lötigem Gold zur einen Hälfte in die Kammer des Ausstellers und des Reiches und zur anderen Hälfte an die beiden Brüder von Stotzingen zu bezahlen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 916 Archivalieneinheit 
1571 Februar 5 (uff Montag nach Unnser Lieben Frowen Lichtmeßtag) 
Ludwig Ytta, Hans Schlu(o)ckh als Pfleger der fünf von Jakob Schlu(o)ckh hinterlassenen Kinder zu Geislingen, Ulrich Rausch zu Bisingen, klein Martin Knesch zu Geislingen, verkaufen an Georg Holstein zu Roßwangen, den Schwiegersohn von Jakob Schlu(o)ckh, und allen seinen Erben einige Güter für 58 fl und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Verkauft werden folgende Güter: [1] 1/2 Jauchert Acker im Strautenacker, der vorne auf den Allmandweg und hinten auf die Halde stößt. [2] 1/2 Jauchert im Gründlin zwischen den Äckern von Jakob Jüntter und Christa Siesser, der oben an den Allmandweg stößt. [3] 1 kleines Jauchert auf dem Kornwieslin zwischen den Äckern von Jakob Jüntter und Michael Eglin, der oben auf den Acker von Konrad Sießen stößt. [4] 1 alte Mannsmahd Wiesen im Waltspill zwischen dem Erzinger Wald und Elisabeth Seißer, die oben an den Wald stößt. Mit Ausnahme des gewöhnlichen Zehnten sind die Güter unbelastet. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 1385 Archivalieneinheit 
Speyer, 1571 Dezember 1 
Kaiser Maximilian II. (voller Titel) erneuert auf Bitten der beiden Brüder Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen die 1566 zuletzt an ihren Vater Hans [V.] von Stotzingen verliehene Hochgerichtsbarkeit in ihren in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen (Tatterhausen) und Roßwangen (Roswangen) und erlaubt ihnen mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung der drei Dörfer die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] Stotzingen und ihre Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung ihr bevollmächtigter Anwalt Ludwig Stahel, Doktor der Rechte, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 917 Archivalieneinheit 
1577 März 25 
Johann Nopp und Melchior Zürn, die beiden von dem Junker Hans Jakob [I.] von Stotzingen verordnete und eingesetzte Pfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen, verkaufen mit Zustimmung von Hans Jakob [I.] von Stotzingen übergeben Hans Wächter und seinen ehelichen Kindern, die bereits die Ziegelhütte zu Geislingen innehaben, die in dem Urbar der Heiligenpflege genannten und beschriebenen Äcker und 6 Mannsmahd Wiesen der Sankt-Georg-Pfründe als Erblehen. Die Belehnten haben jedes Jahr für die Äcker auf den 11. November (auf Martini) 2 Malter Vesen und 2 Malter Hafer als Zins und Hubgülte und für die 6 Mannsmahd Wiesen 3 fl zu entrichten. Wenn die Belehnten den Zins zwei Jahre nacheinander nicht bezahlen, eine der Bestimmungen dieses Erblehens nicht einhalten oder die Ziegelhütte nicht mehr besitzen, wird das Erblehen an die Heiligenpflege der Pfarrkirche Sankt Ulrich heimfallen. Die Belehnung wird von Hans Wächter mit einem Eid bestätigt. 
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Wien, 1577 Juli 26 
Kaiser Rudolf II. (voller Titel) erneuert nach dem Tod von Kaiser Maximilian II. auf Bitte der beiden Brüder Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen die Hochgerichtsbarkeit in ihren in der freien Pürsch in Schwaben liegenden Dörfern Geislingen, Dotternhausen und Roßwangen, die vom Heiligen Reich zu Lehen rührt und erlaubt ihnen mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen, ihre Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfer Geislingen, Dotternhausen und Roßwangen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen und ihre Erben den Blutbann neu empfangen, die übliche Lehenspflicht leisten und auch von ihren Amtleuten abnehmen. Bei dieser Belehnung hat der Hofrat Ruprecht von Stotzingen als bevollmächtigter Anwalt die Lehenspflicht gegenüber den beiden Erzherzögen und Hofmeistern Matthias und Maximilian von Österreich geleistet. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 918 Archivalieneinheit 
1580 Dezember 20 (Thomas abendt) 
Alexander Ott, Bürger zu Binsdorf, verkauft an Rochus Knesch und Hans Riepfer, die geordneten Pfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen (Geüßlingen) und alle ihre Nachfolger, einen jährlichen Zins von 1 fl für 20 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Güter eingesetzt: [1] 1 Jauchert Acker zu Endbuoch, der an den Schultheißen Hans Frey und Hans Wemmer angrenzt und oben an den bereits genannten Schultheißen und unten auf den Acker der Klosterfrauen stößt. [2] 1 Jauchert Acker auf dem Lerbihel, bei Jakob Bader und dem Zielnießer Hans von Erlaheim (Erla) gelegen, der an den bereits genannten Schultheißen grenzt. Alle Stücke sind mit keinen Abgaben belastet und wurden von Schultheiß, Bürgermeister und Gericht der Stadt Binsdorf als ausreichendes Unterpfand bestätigt. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 21. Dezember (uff Sant Thoma des hailigen apostels tag) zu entrichten und kann jedes Jahr mit einer vierteljährlichen Kündigungsfrist vor dem 21. Dezember mit 20 fl und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
Pergament - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 872 Archivalieneinheit 
1585 Mai 1 (uff Philippi und Jacobi der heiligen apostel tag) 
Hans Knesch zu Geislingen verkauft mit Zustimmung des Junkers Hans Jakob von Stotzingen zu Geislingen, dem er zugehörig ist, 5 fl jährlicher Gülte an die Meisterin, die Priorin und die Konventfrauen des im Schwarzwald gelegenen Klosters Wittichen des Klarissinnenordens im Bistum Konstanz für ein Hauptgut von 100 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Der Aussteller verpflichtet sich, die 5 fl Gülte jedes Jahr auf den ersten Mai (uff Philipi unnd Jacobi der h[eiligen] apostel tag) oder acht Tage davor oder danach dem Schaffner des Klosters Wittichen in Horb zu geben. Die Gülte wird aus folgenden eigenen Gütern des Ausstellers zu Geislingen gegeben, die zum Teil seine Mutter Anna Widmann und auf seine Bitte hin sein Schwager Michel Joß als Pfand versetzt und verschrieben haben: [1] 1 Mannsmahd Wiese im Deutental, die am Rain zwischen der Reute oberhalb und der Wiese des Junkers Hans Jakob von Stotzingen zu Geislingen liegt. Oben stößt die Wiese an die Wiese des Vogts und unten an den Brunnen. [2] 1 Jauchert Acker zu Steigen in der Zelge Hagensach. Der Acker stößt vorne an den Acker des Junkers und liegt zwischen den Äckern von Matthäus (Theis) Keck (Keckhen) und Hans Gebelis. Die beiden Stücke gehören ansonsten der Mutter des Ausstellers. [3] 1/2 Mannsmahd Wiese zu Bynlen, die zwischen dem Schwager des Ausstellers liegt und unten an die Wiese von Sebastian (Baschle) Knesch stößt. [4] 1/2 Jauchert Acker in der Zelge Oberholz hinter dem Berg, der zwischen den Äckern von Hans Kromer und Balthasar Knesch liegt und oben auf den Acker von Hans Schluck (Schluckhen) stößt. [5] 1/2 Mannsmahd Wiese vor dem Furdt, die zwischen den Wiesen von Enderle Fischer und Laux Yenter liegt. Die Wiese stößt oben an den Graben und unten auf die Allmand. Diese drei Stücke gehören ansonsten dem Schwager des Ausstellers. [6] 1/2 Mannsmahd Wiese, die dem Aussteller gehört und zwischen den Wiesen seines Schwagers und seiner Mutter im Blaiggental liegt. Die Wiese stößt oben an die Wiese von Balthasar Knesch und unten auf die Wiese des Vogts Georg Martis. Alle diese Güter sind frei vom gewöhnlichen Zehnten und bei niemand anderem versetzt oder verpflichtet. Der Vogt und das Gericht zu Geislingen bestätigen, dass die genannten Güter nach dem allgemeinen Landesbrauch und nach Brauch und Gewohnheit des Fleckens Geislingen als Unterpfand für die 100 fl Hauptgut eingesetzt werden können. Der Aussteller erklärt Bürgschaftsleistung, Schadloshaltung und Rechteverzicht. Die 5 fl jährlicher Gülte können vom Aussteller und seinen Erben gegen Bezahlung von 100 fl bei den Käufern oder ihren Nachkommen jeweils acht Tage vor oder nach dem 1. Mai ausgelöst werden. Die Auslösung soll ein Vierteljahr vorher angekündigt werden kann auch mit jeweils 50 fl und den entsprechenden Zinsen erfolgen. 
Pergament - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 858 Archivalieneinheit 
Ebingen, 1590 November 8 
Hans [VI.] von Stotzingen zu Dellmensingen (Tellmessingen), Dotternhausen und Roßwangen, Reiterhauptmann der Stadt Ulm, bestimmt in einem Kodizill seinen letzten Willen. Der Aussteller erfüllt damit ein Versprechen gegenüber seiner verstorbenen Ehefrau Veronika von Stotzingen, geborene von Freyberg, mit der er sich am 24. Juni (uff Joannes Baptistae) 1577 verheiratet hatte, die in seinem ersten Kodizill bestimmte Teilung des Besitzes nach ihrem Tod unter den adeligen und ehelichen Leibeserben nochmals zu überdenken und neu festzusetzen. Nach einem Dank an Gott für die ihm in seinem Leben erwiesenen Gut- und Wohltaten und der Wiederholung des bereits im ersten Kodizill enthaltenen Glaubensbekenntnisses erklärt der Aussteller, dass auch bei späterer Verwirrung (blödigkhaitt oder dergleichen beschwehrlichen zustand) sein katholischer Glaube nicht in Zweifel gezogen werden soll, empfiehlt seinen Körper und seine Seele im Leben und im Tode der heiligen Dreifaltigkeit und legt sein Begräbnis nach altem christlichen und katholischen Brauch fest. Der Aussteller bestimmt zur Regelung seines Nachlasses im einzelnen: (1) Nach seinem Tod soll bei der Verteilung seines Eigentums unter seinen adeligen Söhnen und Töchtern kein Streit entstehen und dass zwischen ihnen seit der Jugend durch ihren Vater gepflanzte Band brüderlicher und schwesterlicher Liebe nicht zerrissen werden. Friede, Einigkeit, Liebe und Wohlstand sollen unter ihnen erhalten bleiben. (2) In seinem neuen Kodizill erklärt der Aussteller in Übereinstimmung mit dem Versprechen an seine verstorbene Ehefrau nach sorgfältiger Erwägung, dass die Teilung seines ganzen beweglichen und unbeweglichen Eigentums nach seinem Tod durch folgende adelige Erben und Vormünder zusammen mit den am Ende des Kodizills genannten Vetter, Brüdern, Schwagern und Freunden als Zeugen gütlich, friedlich und geschwisterlich vorgenommen werden soll: die beiden Brüder Hans Martin und Ulrich von Stotzingen anstelle ihres verstorbenen Bruders Sigmund von Stotzingen, seiner Witwe Magdalena von Stotzingen, geborene Löblin Freiin auf Greinburg, und ihrer beiden jungen Söhne Hans Jakob und Maximilian von Stotzingen, und Alexander von Schwendi zu Schwendi und Schafhausen, fürstbischöflich-augsburgischer Rat und Hauptmann, Johann Achilles Ilsung [zu] Kuenberg und Lindau, Johann Georg von Freyberg zu Achstetten und Ellmansweiler (Almetsweyler) und Christoph Wilhelm von Stotzingen zu Dischingen (Tischingen) und Heudorf (Höwdorff) als verordnete Vormünder von Anna, Maria und Elisabeth von Stotzingen, den drei adeligen Töchtern des Ausstellers. Die beteiligten Parteien sollen sich bei der Teilung des Erbes, das sie wählen oder ihnen zufällt, weder mit geistlichem noch weltlichem Recht gegenseitig beeinträchtigen. Die vom Aussteller bestimmte Teilung des Erbes wird mit Blick auf alle geistlichen und weltlichen Rechte und alle geistlichen und weltlichen Gerichte bekräftigt und bestätigt. Gegen die Bestimmungen soll keiner der adligen Erben handeln oder klagen. (3) Die Adelssitze, Flecken und Dörfer werden mit allen im einzelnen genannten Ein- und Zugehörungen und Rechten und Gerechtigkeiten der adeligen Vorfahren und früheren Verkäufer für die drei männlichen Leibeserben in drei Teile geteilt. Einen Teil bilden die beiden Flecken Dotternhausen und Roßwangen, die nach dem üblichen Recht und dem Brauch des Adels der jüngste Sohn Ulrich von Stotzingen als sein Erbe gewählt hat. Dellmensingen wird in zwei Teile geteilt. Die eine Hälfte besteht aus der oberen Burg beziehungsweise den ellwangischen Lehen, die andere Hälfte aus dem Lehen des Hauses Österreich und der Grafschaft Kirchberg. (4) Da die beiden Flecken Dotternhausen und Roßwangen freie, ledige und eigentümliche Stücke und Güter sind, soll Ulrich von Stotzingen seinen b eiden adeligen Mit- und Nebenerben, seinem Bruder Hans Martin von Stotzingen und den von seinem Bruder Sigmund von Stotzingen hinterlassenen Söhnen Hans Jakob und Maximilian von Stotzingen, ihrer Mutter oder ihren Vormündern 10000 fl Hauptgut bezahlen oder versichern und verzinsen. Ulrich von Stotzingen kann aber von diesem Hauptgut jederzeit 1000 fl Kapital mit einem Zins von 50 fl erwerben und ablösen, muss diese Absicht aber etwa ein halbes Jahr vorher ankündigen. Wenn er sich erst nach dem Tod seines Vaters verheiratet, sollen ihm von dem Hauptgut 2000 fl für Kleider und Kleinodien und die Heimführung oder andere Unkosten abgezogen werden. Außer diesen Bestimmungen bestehen für Ulrich von Stotzingen keine weiteren Verpflichtungen. Die eine Hälfte des Fleckens Dellmensingen bei der oberen Burg erhalten die Witwe von Sigmund von Stotzingen für ihre Söhne und die Vormünder. Die andere Hälfte des Fleckens Dellmensingen erhält Hans Martin von Stotzingen. (5) Die beiden Erben, die nach ihrer Wahl den Flecken Dellmensingen bekommen, werden verpflichtet, die vom Aussteller errichtete Stiftung für die Kaplanei in Dellmensingen zu erhalten. Die Grundlage der Stiftung ist der Kauf des zur Pfarrei Geislingen gehörenden großen Zehnten zu Roßwangen mit einigen Renten, Zinsen und Gülten, den der Aussteller zusammen mit seinem Bruder Hans Jakob von Stotzingen und mit Unterstützung von Hermann Kaspar von Laubenberg, Freiherr auf Werenwag und Rißtissen (Thissen), Joachim von Hausen zu Hausen und Stetten und Ehrenfried Senft von Sulburg, dem damaligen württembergischen Obervogt zu Balingen, in einem besiegelten Vertrag erworben hatte. Für einige Gütlein, Äcker, Wiesen und Gärtlein, aus denen der Zehnt gereicht wird, erhielten die Untertanen von Dotternhausen bis zu 1000 fl, die nach einem Versprechen von Hans Jakob von Stotzingen zu frommen Zwecken verwendet werden sollten. Da der Aussteller für sich und seine Erben keine Gewalt über das haben wollte, was die Herren von Bubenhofen für gottseelige und christliche Zwecke hinterlassen hatten, gründete er die Stiftung für die Kaplanei in Dellmensingen. Davon soll aber nicht nur der Kaplan, sondern auch der Pfarrer unterhalten und nach altem Herkommen mit Geld oder Früchten besoldet werden. (6) Die Erben des Ausstellers sollen seiner jetzigen Ehefrau Dorothea von Stotzingen, geborene Besserer, alles das auf Lebenszeit leisten und in ihren Witwensitz in Ulm liefern, was ihr nach dem zwischen ihnen bestehenden Heiratsvertrag zusteht, falls sie ihren Ehemann überleben sollte. Bei ihrem Tod sollen alle diese Leistungen mit ihrem Witwensitz in Ulm den beiden Erben zufallen, die den Flecken Dellmensingen erhalten werden. (7) Nach dem ersten Kodizill sollen die Erben des Fleckens Dellmensingen die drei unverheirateten Töchter des Ausstellers, falls sie ihren Familienstand zu Lebzeiten des Ausstellers nicht verändern, unterhalten und eine angemessene Unterkunft mit entsprechender Verpflegung und eigener Magd bereit stellen. Die Unterhaltskosten werden von dem Deputat in Höhe von 250 fl abgezogen, das sie jedes Jahr bekommen sollen, solange sie noch unverheiratet sind. Wenn sie sich über das Deputat nicht einigen können, sollen darüber vier befreundete Adelige ihres Vaters und ihrer Mutter entscheiden. Die Tochter Elisabeth, die sich aus besonderen Gründen nicht verheiraten wird, soll auch künftig immer alles erhalten, was zum Lebensunterhalt in ihrem Stand für ein gottesfürchtiges Leben erforderlich ist. Wenn es deswegen zwischen den Schwestern zu Streit kommt, sollen die Erben des Fleckens Dellmensingen jeder Schwester, solange sie noch unverheiratet sind, zum Lebensunterhalt jedes Jahr 250 fl geben. Mit Kenntnis, Rat und Zustimmung der befreundeten Adligen ihrer Mutter und ihres Vaters können sich die Töcht er auch aneinen anderen Ort begeben. Wenn sich die beiden Töchter Anna und Maria von Stotzingen verheiraten, sollen die beiden Erben des Fleckens Dellmensingen ihre Hochzeit ausrichten oder ihnen dafür 1000 fl geben. Außerdem sollen sie im Namen des Ausstellers ein Heiratsgut von 4000 fl und außerdem 500 fl für Kleider, Kleinodien und andere Dinge bekommen. Nach der Heirat sollen sie mit Rat und Unterstützung der befreundeten Adligen Hans Jakob von Stotzingen zu Geislingen, Friedrich von Westerstetten, Hans Georg von Freyberg, Christoph Wilhelm von Stotzingen oder Christoph von Sirgenstein auf ihre gegenseitigen Ansprüche verzichten. Wenn sich die Töchter Anna und Maria von Stotzingen nach dem Tod des Ausstellers gleich oder nicht verheiraten, erhalten sie in jedem Fall zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth von Stotzingen die Kleider, Kleinodien, die anderen Dinge aus dem Adelsstand ihrer Mutter und einen Kasten. Außerdem soll jede von ihnen eine Bettstatt und einen Satz Becher bekommen, die im Silberkasten des Ausstellers verzeichnet sind. Wenn aber eine oder alle der drei Töchter ledig und kinderlos sterben, soll ihre Hinterlassenschaft unter ihre überlebenden Geschwister und deren Kinder aufgeteilt werden. (8) Die Erben des Fleckens Dellmensingen sollen auch für den Unterhalt ihres [vermutlich behinderten] Bruders Hans Adam von Stotzingen aufkommen und sich beim Rat der Stadt Ulm bemühen, dass er weiter in dessen Obhut bleiben kann. Wenn ihnen diese Bitte abgeschlagen wird, sollen sie die in seinem ersten Kodizill bestimmten Mittel für seinen Lebensunterhalt einsetzen und ihn bei seinem Tod angemessen bestatten. Aus diesen Mitteln soll jeder nach seinem Tod den Betrag zurückerhalten, den er zu seinem Lebensunterhalt beigetragen hat. (9) Das übrige Hab und Gut des Ausstellers, Bargeld, Silbergeschirr, Kleinodien, Kleider, Zins-, Gült- und Schuldbriefe, Pferde mit ihrem Zubehör, Waffen und Rüstung, Vieh und alles andere mehr, sollen die drei männlichen Leibeserben nach dem Tod des Ausstellers brüder- und freundschaftlich durch das Los oder auf andere Art und Weise unter sich gleichmäßig aufteilen. (10) Die drei männlichen Leibeserben sind verpflichtet, die nach dem Tod des Ausstellers noch vorhandenen Schulden miteinander zu bezahlen. Ausgenommen sind nur die Schulden, zu deren Bezahlung ausdrücklich die Erben des Fleckens Dellmensingen verpflichtet sind. (11) Der Aussteller bestätigt den Vertrag, den sein verstorbener Vater zwischen ihm und seinem Bruder Hans Jakob [I.] von Stotzingen zu Geislingen am 1. November (uff Allerhayligen) 1567 getroffen hat, den alle seine männlichen Leibeserben und deren Nachkommen in allen Punkten und Artikeln einhalten müssen. (12) Der vom Aussteller mit seinem Sohn Hans Martin von Stotzingen am 18. März (uff den Sontag Reminiscere) 1590 abgeschlossene Vertrag zur Übergabe von Dotternhausen gilt nur bis zum Tod des Ausstellers. (13) Danach soll Hans Martin von Stotzingen seinem Bruder Ulrich von Stotzingen das von ihm gewählte Erbe Dotternhausen übergeben. Ulrich von Stotzingen soll außerdem erhalten: 22 Kühe mit 8 Kälbern jede im Wert nicht höher als 8 fl, 23 Stiere jeder im Wert von 5 fl, 20 alte und junge Zuchtschweine (vasellschwein), unter denen 2 Säue sein sollen, im Wert von 20 Batzen. Ulrich von Stotzingen kann aber wählen, ob er Vieh oder Geld bekommen möchte. Außerdem soll er aus der Hinterlassenschaft des Ausstellers in Dellmensingen die gleiche Zahl Vieh erhalten, die bereits seinem Bruder Sigmund von Stotzingen und seiner Witwe gegeben wurde, es sei denn, dass Ulrich von Stotzingen dieses Vieh auch in Dotternhausen erhalten kann und Hans Martin von Stotzingen im Gegenzug das Vieh in Dellmensingen annimmt, da das Vieh die jeweilige Weide gewohnt ist. Auf dem Fruchtkasten zu Dotternhausen so ll Hans Martin von Stotzingen seinem Bruder Ulrich von Stotzingen ferner an sauberen Früchten 63 Malter Vesen, 15 Malter und 14 Viertel Hafer und 8 Malter und 14 Viertel Gerste als Kaufmannsgut überlassen, wie es Hans Martin von Stotzingen von seinem Vater in großer Teuerung ohne Kostenanschlag empfangen hat. (14) Obwohl der Vertrag des Ausstellers mit seinem Sohn Hans Martin von Stotzingen über Dotternhausen enthält, dass seinem Sohn alles im voraus verbleiben soll, was er über die Saal- und Lagerbücher und die ausgeschnittenen Zettel ersitzen, erwerben und erbauen wird, und sich wegen der Ansprüche seiner Ehefrau zu Dotternhausen nach dem Tod des Ausstellers mit seinem Miterben vergleichen soll, muss er doch ungeachtet dieses Vertrags mit Ausnahme des Hausrates, der Möbel und anderer Fahrnis alles seinem Bruder Ulrich von Stotzingen übergeben. Wenn sie sich darüber nicht einig werden, sollen vier befreundete Adlige der Mutter und des Vaters oder andere befreundete Adlige zugezogen werden. Seine Ehefrau soll Hans Martin von Stotzingen gleich nach dem Tod seines Vaters mit einem Unterpfand auf einem Eigentums- oder Lehengut in Dellmensingen versichern. (15) Abschließend wiederholt der Aussteller seine bereits im ersten Kodizill enthaltene väterliche Ermahnung, dass seine drei männlichen Leibeserben seine Untertanen mit Mitleid regieren und den Bestimmungen über den letzten Willen ihres Vaters und ihrer Mutter in dem ersten und zweiten Kodizill gehorsam sein sollen. Alle männlichen Leibeserben, die Vormünder und die drei Töchter des Ausstellers, die hierzu allerdings nicht erforderlich gewesen wären, erklären ihre Zustimmung zu diesem Kodizill des Ausstellers, insbesondere auch die dellmensingischen Erben zu den Bestimmungen über die Teilung des Fleckens Dellmensingen. Außerdem erklären sie einen umfassenden Verzicht auf alle Rechte, die gegen die Bestimmungen des Ausstellers in Anspruch genommen werden könnten. 
Papier - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 919 Archivalieneinheit 
1600 Februar 20 
Geüt Koch, Einwohner zu Geislingen (Geyßlingen), verkauft mit Zustimmung seiner Obrigkeit an den Schulmeister Magister Johann Schaur und Gregor Siber, die beiden Heiligenpfleger der Pfarrkirche Sankt Ulrich zu Geislingen und ihre Nachfolger, einen jährlichen Zins von 3 fl 30 kr für und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme. Als Unterpfand werden folgende Güter eingesetzt: [1] 1 Jauchert Acker in der Langen Schlichten beim Höckhen zwischen der Obrigkeit und Jakob Schlotterbeck, der oben auf den Heuberg und unten auf die Witwe von Hans Knöschen stößt. [2] 1 Jauchert Acker in der Kurzen Schlichten zwischen Matthäus Sauter und der Obrigkeit, der unten auf die Erben des alten Hans Schluck stößt. [3] 2 1/2 Jauchert Acker im Ösch zwischen den Wiesen des Ausstellers und dem Acker von Hans Eytten, der oben an den Acker der Obrigkeit und an Gregor Syber stößt. Aus diesem Acker erhält die Obrigkeit nach der Zelg 5 Viertel Frucht. [4] 1 Viertel Garten im Dorf beim Acker von Ottmar Schäfer, bei Hans Eytten, der Allmende und der Obrigkeit gelegen. [5] 1/2 Viertel Wiesen am Brühl zwischen Hans Haug und Gregor Siber. Mit Ausnahme der genannten Gülte sind diese Güter unbelastet. Der Zins ist jedes Jahr acht Tage vor oder nach dem 11. November (auf Martini episcopi) und erstmals 1600 zu entrichten und kann jedes Jahr mit einer halbjährlichen Kündigungsfrist auf den 11. November mit 70 fl und dem entstandenen Zins abgelöst werden. Der Aussteller verspricht Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
Pergament - Ausfertigung 
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Dep. 38 T 1 Nr. 932 Archivalieneinheit 
Prag, 1604 April 8 
Kaiser Rudolf II. (voller Titel) erneuert auf Bitte von Hans Martin von Stotzingen die Hochgerichtsbarkeit in seinen in der freien Pürsch in Schwaben liegenden und ihm erblich angefallenen Dörfern Dotternhausen und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Die Hochgerichtsbarkeit rührt vom Heiligen Reich zu Lehen und wurde zuletzt von den beiden verstorbenen Brüder Hans [VI.] und Hans Jakob [I.] von Stotzingen empfangen. Hans Martin von Stotzingen, seine Erben und die von ihm eingesetzten Amtleute werden mit der Belehnung ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfer Dotternhausen und Roßwangen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Hans Martin von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen, die übliche Lehenspflicht leisten und auch von ihren Amtleuten abnehmen. Bei dieser Belehnung hat der Hoffurier Adam Fezen die Lehenspflicht als bevollmächtigter Gewalthaber geleistet. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 864 Archivalieneinheit 
1607 April 23 
Hans Sigmund von Stotzingen zu Geislingen bestätigt für sich und alle seine Erben und Nachkommen in einer Schuldverschreibung dem kaiserlichen Reichshofrat Hans Heinrich von Neuhausen, allen seinen Erben oder allen zukünftigen Besitzern, dass er bei der Übergabe dieser Urkunde 2000 fl Biberacher Münze und Währung erhalten hat und dafür einen jährlichen Zins von 100 fl leisten wird. Der Aussteller setzt dafür als Unterpfand ein: [1] 400 fl jährlichen Zins aus einem Hauptgültbrief von Hans Friedrich Gräter von und zu Stafflangen vom 7. Dezember 1591 über ein Hauptgut von 8000 fl, von dem jedes Jahr zum 6. Dezember (auff S[an]t Nicolaj) ein Zins von 400 fl fällig ist. Der Aussteller hatte diesen Hauptgültbrief über seine Ehefrau Anna von Stotzingen, geborene Gräter von Stafflangen bekommen, der bisher bei niemandem versetzt, verschrieben oder verpfändet war. [2] Die Hälfte des Umgeldes, der Frevel, der Strafen, der Bußen und der Rügungen in Geislingen, die jedes Jahr an den Aussteller fallen. Der Aussteller verspricht die Bezahlung des Zinses acht Tage vor oder nach dem 23. April (auf S[an]t Geörgen des hayligen ritters tag) nach dem neuen Kalender erstmals im Jahr 1608 in Mittelbiberach, Obersulmentingen oder an einem anderen Ort im Umkreis von vier Meilen und erklärt für die von ihm eingesetzten Unterpfänder Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. Anna von Stotzingen, geborene Gräter von Stafflangen, und ihr Beistand Johann Christoph Volmar, öffentlicher Notar und Bürger in Rosenfeld, stimmen der Einsetzung der ihr als Erbe zugefallenen Hauptverschreibung über 8000 fl als Unterpfand zu und erklären ebenfalls ihren Rechteverzicht. Der Aussteller, seine Erben, Nachkommen und ihre Beauftragten können die Schuldverschreibung jeweils mit 2000 fl und allen damit verbundenen Zinsen, Kosten und Schäden bei einer Kündigungsfrist von einem halben Jahr zurückkaufen und wieder auslösen. Nach der Auslösung verfällt die hierüber ausgestellte Urkunde. Abschließend muss der Käufer den als Unterpfand eingesetzten Hauptbrief über 8000 fl an den Verkäufer zurückgeben. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 831 Archivalieneinheit 
Preßburg, 1613 März 16 
Kaiser Matthias (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte seines kaiserlichen Reichshofrats Maximilian von Stotzingen den ihm vorgelegten und inserierten Freiheits- und Gnadenbrief von Kaiser Maximilian II. vom 1. Dezember 1570 für die beiden Brüder Hans und Hans Jakob von Stotzingen und ihre Erben zur Befreiung von ausländischen Gerichten, den zuletzt Kaiser Rudolf II. bestätigt und erneuert hatte. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Bürgermeistern, Richtern, Hofgerichten, Landgerichten, westfälischen Gerichten und allen Richtern, Urteilsprechern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen anderen Untertanen des Ausstellers und Reiches wird unter Androhung der bereits von Kaiser Maximilian II. angekündigten Strafe befohlen, die Befreiung von Maximilian von Stotzingen von auslädischen Gerichten nicht zu beeinträchtigen. Ausgenommen bleiben nur die Sachen und Fälle in der von Kaiser Maximilian II. erneuerten Ordnung des kaiserliche Hofgerichts zu Rottweil, die unter dem fünften Titel im zweiten Teil genannt werden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 830 Archivalieneinheit 
Preßburg, 1613 März 14 
Kaiser Matthias (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte seines kaiserlichen Reichshofrats Maximilian von Stotzingen die ihm vorgelegte und inserierte Judenfreiheit von Kaiser Maximilian II. vom 1. Dezember 1570, die zuletzt Kaiser Rudolf II. bestätigt und erneuert hatte. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Bürgermeistern, Richtern, Hofgerichten, Landgerichten, westfälischen Gerichten und allen Richtern, Urteilsprechern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen anderen Untertanen des Ausstellers und Reiches wird befohlen, die Judenfreiheit von Maximilian von Stotzingen unter Androhung der bereits von Kaiser Maximilian II. angekündigten Strafe nicht zu beeinträchtigen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 933 Archivalieneinheit 
Regensburg, 1613 September 20 
Kaiser Matthias (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte seines kaiserlichen Reichshofrats Maximilian von Stotzingen zu Dotternhausen und Roßwangen die Belehnung mit dem Hochgericht in den beiden in der freien Pürsch in Schwaben gelegenen Dörfern Dotternhausen und Roßwangen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Maximilian von Stotzingen hatte dem Aussteller zu erkennen gegeben, dass die römischen Kaiser und Könige bereits seinen Großvater Hans [VI.] von Stotzingen und seine Stammes- und Namensvorfahren mit dem Hochgericht und dem Blutbann in den Dörfern Dotternhausen und Roßwangen belehnt hatten. Nach dem Tod von Hans [VI.] von Stotzingen kamen die beiden Dörfer Dotternhausen und Roßwangen mit dem Blutbann und allen anderen Zugehörungen auf dem Erbweg an seinen Sohn Hans Martin von Stotzingen, von dem sie zeitlebens genützt und genossen und bei jedem Lehenfall neu empfangen wurden. Maximilian von Stotzingen bat um die Neubelehnung, da sich seit der Belehnung seines Großvaters Hans [VI.] von Stotzingen einige Veränderungen ergeben hatten. Zum einen war der bisherige Kaiser Rudolf II. verstorben, zum anderen hatte er die beiden Dörfer Dotternhausen und Roßwangen mit dem Blutbann durch einen in Memmingen aufgerichteten Vertrag mit seinem Vetter Hans Martin von Stotzingen erhalten. Mit der Neubelehnung werden Maximilian von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute ermächtigt, die Straftäter in ihren Dörfern Dotternhausen und Roßwangen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen Maximilian von Stotzingen und seine Erben den Blutbann neu empfangen, die übliche Lehenspflicht leisten und auch von ihren Amtleuten abnehmen. Bei dieser Belehnung hat Maximilian von Stotzingen die Lehenspflicht selbst geleistet. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 1342 Archivalieneinheit 
1615 Februar 17 
Johannes Christophorus Vollmar beurkundet in einem im Schloss des Johann Ulrich von Westerstetten zu Geislingen errichteten Notariatsinstrument eine Entscheidung in einem zwischen Georg Dietrich von Westerstetten und Drackenstein zu Lautlingen und Hans Reger zu Bisingen in der Grafschaft Zollern strittigen Erbfall. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 934 Archivalieneinheit 
Prag, 1616 März 24 
Kaiser Matthias (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte von Georg Dietrich von Westerstetten (Westenstetten) und Konrad Sigmund von Freyberg von Eisenberg (Eysenberg) als verordneten und vom Reichskammergericht bestätigten Vormündern von Karl Sigmund von Stotzingen, des einzigen Sohnes des verstorbenen Reichshofrates Maximilian von Stotzingen, mit dem Hochgericht den beiden in der freien Pürsch in Schwaben gelegenen Dörfern Dotternhausen und Roßwangen und erlaubt ihnen mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Dieses Lehen hatten bereits sein Urahn Hans [VI.] von Stotzingen und andere seiner Stammes- und Namensvorfahren empfangen. Nach dem Tod von Hans [VI.] von Stotzingen kamen die beiden Dörfer Dotternhausen und Roßwangen mit dem Blutbann und allen anderen Zugehörungen auf dem Erbweg an seinen Sohn Hans Martin von Stotzingen, von dem sie zeitlebens genützt und genossen und bei jedem Lehenfall neu empfangen wurden. Die Vormünder baten um die Neubelehnung, da sich seit der Belehnung von Hans [VI.] von Stotzingen einige Veränderungen ergeben hatten. Zum einen war der bisherige Kaiser Rudolf II. verstorben, zum anderen hatte Maximilian von Stotzingen die beiden Dörfer Dotternhausen und Roßwangen mit dem Blutbann durch einen in Memmingen aufgerichteten Vertrag mit seinem Vetter Hans Martin von Stotzingen erhalten. Die Neubelehnung folgt der Belehnung von Maximilian von Stotzingen vom 20. September 1613 in Regensburg und der Freiheit über den Blutbann von Kaiser Rudolf II. für die Reichsritterschaft in Schwaben vom 3. November 1609. Mit der Neubelehnung werden die Vormünder und die von ihnen eingesetzten Amtleute ermächtigt, die Straftäter in den Dörfern Dotternhausen und Roßwangen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei Erreichen der Volljährigkeit müssen Karl Sigmund von Stotzingen und nach ihm seine Erben den Blutbann bei jedem Lehenfall neu empfangen, die übliche Lehenspflicht leisten und auch von ihren Amtleuten abnehmen. Bei dieser Belehnung hat Johann Leonhardt Fleiner, Advokat und Agent am Kaiserhof, als bevollmächtigter Gewalthaber die Lehenspflicht geleistet. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 828 Archivalieneinheit 
Wien, 1620 März 16 
Kaiser Ferdinand II. (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte von Hans Ulrich von Stotzingen zu Gruol (Gruel), Georg Christof Schad von Mittelbiberach zu Warthausen und Konrad Sigmund von Freyberg von Eisenberg als verordnete Vormünder von Carl Sigmund von Stotzingen, dem einzigen hinterlassenen Sohn des verstorbenen kaiserlichen Reichshofrats Maximilian von Stotzingen, den ihm vorgelegten und inserierten Freiheits- und Gnadenbrief von Kaiser Maximilian II. vom 1. Dezember 1570 für die beiden Brüder Hans und Hans Jakob von Stotzingen und ihre Erben zur Befreiung von ausländischen Gerichten, den zuletzt Kaiser Matthias bestätigt und erneuert hatte. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Bürgermeistern, Richtern, Hofgerichten, Landgerichten, westfälischen Gerichten und allen Richtern, Urteilsprechern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen anderen Untertanen des Ausstellers und Reiches wird unter Androhung der bereits von Kaiser Maximilian II. angekündigten Strafe befohlen, die Befreiung von Carl Sigmund von Stotzingen von auslädischen Gerichten nicht zu beeinträchtigen. Ausgenommen bleiben nur die Sachen und Fälle in der von Kaiser Maximilian II. erneuerten Ordnung des kaiserliche Hofgerichts zu Rottweil, die unter dem fünften Titel im zweiten Teil genannt werden. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 829 Archivalieneinheit 
Wien, 1620 März 16 
Kaiser Ferdinand II. (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte von Hans Ulrich von Stotzingen zu Gruol (Gruel), Georg Christof Schad von Mittelbiberach zu Warthausen und Konrad Sigmund von Freyberg von Eisenberg als verordnete Vormünder von Carl Sigmund von Stotzingen, dem einzigen hinterlassenen Sohn des verstorbenen kaiserlichen Reichshofrats Maximilian von Stotzingen, die ihm vorgelegte und inserierte Judenfreiheit von Kaiser Maximilian II. vom 1. Dezember 1570, die zuletzt Kaiser Matthias bestätigt und erneuert hatte. Allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen, Prälaten, Grafen, Freiherren, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Landvögten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheißen, Bürgermeistern, Richtern, Hofgerichten, Landgerichten, westfälischen Gerichten und allen Richtern, Urteilsprechern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen anderen Untertanen des Ausstellers und Reiches wird befohlen, die Judenfreiheit von Carl Sigmund von Stotzingen (Maximilian von Stotzingen) unter Androhung der bereits von Kaiser Maximilian II. angekündigten Strafe nicht zu beeinträchtigen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 935 Archivalieneinheit 
Wien, 1621 November 16 
Kaiser Ferdinand II. (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte von Ulrich von Stotzingen die Belehnung mit der Hochgerichtsbarkeit in dem in der freien Pürsch in Schwaben gelegenen Dorf Geislingen zum vierten Teil und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Den vierten Teil des Dorfes Geislingen hatte Ulrich von Stotzingen von den hinterbliebenen Erben von Hans Martin von Stotzingen gekauft und zuletzt von dem verstorbenen Kaiser Matthias und vom Heiligen Reich als Lehen empfangen. Die Neubelehnung folgt nicht nur den alten Lehenbriefen, sondern auch der Freiheit von Kaiser Matthias [sic!] über den Blutbann für die Reichsritterschaft in Schwaben vom 3. November 1609, in der bestimmt wurde, dass der Blutbann auch an alle Erben und künftige Besitzer verliehen werden soll. Mit der Neubelehnung werden Ulrich von Stotzingen, seine Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute ermächtigt, die Straftäter in dem Dorf Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei Erreichen der Volljährigkeit müssen Karl Sigmund von Stotzingen und nach ihm seine Erben den Blutbann bei jedem Lehenfall neu empfangen, die übliche Lehenspflicht leisten und auch von ihren Amtleuten abnehmen, wie es bei dieser Belehnung der bevollmächtigte Gewalthaber Nikolaus Düring, Protonotar des Reichshofrates, getan hat. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 936 Archivalieneinheit 
Wien, 1621 November 16 
Kaiser Ferdinand II. (voller Titel) bestätigt und erneuert auf Bitte von Ulrich von Stotzingen zu Dellmensingen und Geislingen für sich selbst und als Vormund und Lehenträger der von seinem verstorbenen Bruder Hans Martin von Stotzingen hinterlassenen Kinder die Belehnung mit der Hälfte der Hochgerichtsbarkeit in dem in der freien Pürsch in Schwaben gelegenen Dorf Geislingen und erlaubt ihm mit dem Blutbann das Hochgericht mit Stock und Galgen. Die Hälfte des Dorfes Geislingen hatte Ulrich von Stotzingen für sich selbst und als Vormund zuletzt von dem verstorbenen Kaiser Matthias und vom Heiligen Reich als Lehen empfangen. Die Neubelehnung folgt nicht nur den alten Lehenbriefen, sondern auch der Freiheit von Kaiser Matthias [sic!] über den Blutbann für die Reichsritterschaft in Schwaben vom 3. November 1609, in der bestimmt wurde, dass der Blutbann auch an alle Erben und künftige Besitzer verliehen werden soll. Mit der Neubelehnung werden Ulrich von Stotzingen, nach Erreichen der Volljährigkeit seine Pflegekinder, ihre Erben und die von ihnen eingesetzten Amtleute ermächtigt, die Straftäter in dem Dorf Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Reiches und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Ulrich von Stotzingen, nach Erreichen der Volljährigkeit seine Pflegekinder und ihre Erben müssen den Blutbann bei jedem Lehenfall neu empfangen, die übliche Lehenspflicht leisten und auch von ihren Amtleuten abnehmen. Bei dieser Belehnung hat Nikolaus Düring, Protonotar des Reichshofrats, als bevollmächtigter Gewalthaber die Lehenspflicht geleistet. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 935 Archivalieneinheit 
Geislingen, 1640 November 27 
Bartholomäus Stahel, öffentlicher Notar und Bürger zu Überlingen, beurkundet, dass die von ihm erstellte Abschrift der Belehnung von Ulrich von Stotzingen für sich selbst und als Vormund und Lehenträger der von seinem Bruder Hans Martin von Stotzingen hinterlassenen Kinder mit einem Viertel der Hochgerichtsbarkeit in Geislingen durch Kaiser Ferdinand II. vom 16. November 1621 mit dem Original von Wort zu Wort übereinstimmt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 936 Archivalieneinheit 
Geislingen, 1640 November 27 
Bartholomäus Stahel, öffentlicher Notar und Bürger zu Überlingen, beurkundet, dass die von ihm erstellte Abschrift der Belehnung von Ulrich von Stotzingen zu Dellmensingen und Geislingen für sich selbst und als Vormund und Lehenträger der von seinem Bruder Hans Martin von Stotzingen hinterlassenen Kinder mit der Hälfte der Hochgerichtsbarkeit in Geislingen durch Kaiser Ferdinand II. vom 16. November 1621 mit dem Original von Wort zu Wort übereinstimmt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 835 Archivalieneinheit 
Wien, 1662 März 27 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) belehnt die Direktoren, die Räte und den Ausschuss der freien Reichsritterschaft des Kantons Neckar, Schwarzwald und Ortenau als Inspektoren der einen Hälfte des Dorfes Geislingen, das den Gläubigern der Herren von Stotzingen heimgefallen war, und Georg Schütz von Purrschütz (Rügel) als Eigentümer der anderen Hälfte des Dorfes Geislingen, die er mit kaiserlicher Zustimmung von Carl Sigmund von Hochberg (Hohenberg) gekauft hatte, auf ihre Bitte jeweils zur Hälfte mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Dorf Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Das Hochgericht, das Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und den Blutbann hatten zuletzt Ferdinand von Hohenberg als Vormund von Carl Sigmund von Hochberg und Doktor Johann Wagner als bevollmächtigter Inspektor der Gläubiger der Herren von Stotzingen von Kaiser Ferdinand III. am 15. September 1650 jeweils zur Hälfte als Lehen empfangen. Die Belehnten und die von ihnen eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in dieser Hälfte von Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen die Belehnten und ihre Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung Ehrenreich Harrer, Agent am kaiserlichen Hof, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen die Belehnten und ihre Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 836 Archivalieneinheit 
Wien, 1666 Oktober 15 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) belehnt Georg Schütz von Purrschütz (Burschütz) mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in beiden Hälften von Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Für die erste Hälfte von Geislingen hatte er das Hochgericht, das Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und den Blutbann bereits am 27. März 1662 als Lehen erhalten. Die andere Hälfte von Geislingen hatte er mit Zustimmung des Ausstellers von dem Direktor, den Räten und dem Ausschuss des Kantons Neckar, Schwarzwald und Ortenau der freien Reichsritterschaft in Schwaben gekauft, die im Auftrag der Gläubiger der Herren von Stotzingen diese Hälfte von Geislingen verwaltet hatten. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung Ehrenreich Harrer, Agent am kaiserlichen Hof, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 865 Archivalieneinheit 
1677 Januar 15 (In der Urkunde nach dem alten Stil: 1677 Januar 4.) 
Philipp Jakob Werner, Bürger und Müller von Balingen, beurkundet für sich und seine Erben, dass er Georg Schütz von Purschütz zu Geislingen, dem kaiserlichen Generalmajor und Kommandanten von Freiburg, vom Kaufpreis für eine vor einigen Jahren gekaufte Mahlmühle noch eine Rate von 200 fl schuldig ist, die am 2. Februar (uf Liechtmeß) 1674 fällig war, wegen der Zerstörung des Wehrs durch ein großes Hochwasser aber von ihm nicht bezahlt werden konnte. Für die Befreiung der Untertanen von Geislingen vom Mühlenbann wurde dem Aussteller daraufhin die Bezahlung der letzten Rate von 200 fl an Georg Schütz von Purrschütz erlassen. Nach einem Bericht von Vogt, Bürgermeister und Gericht von Balingen und der Zustimmung von Herzog Wilhelm Ludwig von Württemberg am 9. Oktober 1676 übergibt der Aussteller gegen eine Hauptquittung von Georg Schütz von Purrschütz den Mühlenbann an die Einwohnerschaft von Geislingen, die künftig ihre Früchte überall mahlen lassen kann, wo sie möchte. Abschließend verzichtet der Aussteller auf alle seine bisherigen Rechte an diesem Mühlenbann. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 837 Archivalieneinheit 
Wien, 1690 August 3 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) bestätigt auf Bitte von Karl Anton von Rost den Verkauf von einer Hälfte des Gutes Geislingen an den Reichserbkämmerer Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern (Zollern), Graf von Sigmaringen, mit dem vom Heiligen Reich zu Lehen rührenden Blutbann. Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern und seine Nachkommen müssen den Blutbann bei jedem Lehenfall vom Aussteller neu empfangen. Die Obrigkeit des Ausstellers und die Rechte und Gerechtigkeiten anderer Rechteinhaber, die den Blutbann in der Umgebung besitzen, bleibt davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 838 Archivalieneinheit 
Wien, 1690 Oktober 23 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) belehnt Ferdinand Karl von Rost mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in einer Hälfte des früher schützingischen und konfiszierten Rittergutes Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, die er zusammen mit seinem Bruder Karl Anton von Rost vom oberösterreichischen Fiskus mit kaiserlicher Zustimmung jeweils zur Hälfte gekauft hatte. Die Rechte hatte zuletzt Georg Schütz von Purrschütz für eine Hälfte von Geislingen am 27. März 1662 und über einen Bevollmächtigen schließlich am 15. Oktober 1666 für beide Hälften als Lehen erhalten. Karl Anton von Rost hatte seine Hälfte von Geislingen zwischenzeitlich an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern (Zollern), Graf von Sigmaringen, verkauft. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in dieser Hälfte des Dorfes Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Peter Paul Daisser abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 839 Archivalieneinheit 
Wien, 1690 Dezember 12 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) belehnt den Reichserbkämmerer Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, Graf von Sigmaringen, mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in einer Hälfte des früher schützingischen und konfiszierten Rittergutes Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, die er von Karl Anton von Rost mit kaiserlicher Zustimmung gekauft hatte. Karl Anton Rost hatte vorher zusammen mit seinem Bruder Karl Ferdinand von Rost und mit Zustimmung des Ausstellers beide Hälften des Rittergutes Geislingen gekauft. Die Rechte hatten zuletzt Georg Schütz von Purrschütz für eine Hälfte von Geislingen am 27. März 1662, über einen Bevollmächtigen am 15. Oktober 1666 für beide Hälften und schließlich Ferdinand Karl von Rost am 23. Oktober 1690 für die von ihm gekaufte Hälfe als Lehen erhalten. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in dieser Hälfte des Dorfes Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Johann Matthias Sterlegg, Agent am kaiserlichen Hof, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 859 Archivalieneinheit 
1692 April 21 
Die verwitwete Fürstin Maria Klara von Hohenzollern, Gräfin zu Sigmaringen und Veringen, geborene Gräfin zu Berg, Graf Franz Anton von Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein und Reichserbkämmerer, und Graf Anton Eusebius zu Königsegg und Rothenfels, Freiherr zu Aulendorf und Staufen, Herr zu Ebenweiler und Wald, oberösterreichischer Geheimer Rat, Kämmerer und Landvogt in Ober- und Niederschwaben und Mitausschreibender des Kollegiums der schwäbischen Reichsgrafen, als testamentarisch eingesetzte und kaiserlich bestätigte Vormünder des von Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, Graf zu Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein und Reichserbkämmerer, hinterlassenen Erbprinzen und seiner anderen noch unmüdigen Kinder verkaufen die dem Fürstenhaus Hohenzollern zur Hälfte gehörende Hälfte des adeligen Rittergutes Geislingen in Schwaben unweit der württembergischen Städe Balingen und Rosenfeld, das zum Kanton Neckar der freien Reichsritterschaft in Schwaben gehört, mit dem oberen beziehungsweise hochbergischen Schloss sowie allen Ein- und Zugehörungen und Rechten und Gerechtigkeiten, die 1688 von Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern von Karl Anton (Antonio) von Rost, Herr zu Aufhofen, Köhlburg und Schrotwinkel, oberösterreichischer Regimentsrat und Pfleger der Herrschaft Völs, gekauft worden war, an Ignatius Lamoral Graf von Thurn und Taxis (Thurn, Valsassin und Taxis), Kämmerer des Kurfürsten von Bayern, Generalwachtmeister und Obrist über ein Regiment Kürassiere, und alle seine Erben und Nachkommen für 30000 fl und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Die Kaufsumme wurde größtenteils verwendet, um bei Anton von Rost den noch ausstehenden Rest des Kaufpreises und andere noch bestehende Schulden zu bezahlen. Zu dem Kauf gehört insbesondere auch eine Schuldverpflichtung von Anton von Rost über 3000 fl, für die er mit einem Vertrag vom 25. Juli 1688 die Nutzung der Schafweide mit 20 Wägen Heu und 2 Wägen Öhmd, des Schafhauses und der Schäferwohnung als Zins zugesagt hatte, außerdem eine Schuldverpflichtung der Gemeinde über 400 fl, die als Zins neben einem Stück Wiese in der Weide und einem bei der Mühle ihren Anteil an der Schafweide überlassen hatte. Nach einer Verpflichtung vom 29. März 1689 kann damit kein Stück, das zu dieser Herrschaft gehört, von ihr abgetrennt werden. Zu dem Kaufpreis von 30000 fl kommen noch 600 fl für das in den Verkauf einbezogene Vieh mit 18 Zugochsen und allem Zubehör und 2 Milchkühen, nach einer besonderen Zusammenstellung außerdem 30 Milchkühe, 2 dreijährige Wucherrinder, 4 zweijährige Stiere, 2 zweijährige Kälber, 5 einjährige Stiere, 3 einjährige Kälber, 4 Kuhkälber und 4 Stierkälber. Die 600 fl sind bis zum 1. August des laufenden Jahres zu bezahlen. Die Aussteller übergeben das halbe Rittergut Geislingen mit allen Ein- und Zugehörungen und Rechten und Gerechtigkeiten für sich und ihre Nachkommen an den Käufer und seine Erben und Nachkommen mit allen alten und neuen Urkunden, kündigen die Einsetzung mit der Entlassung der Untertanen aus ihren bisherigen Pflichten und Eiden zum nächstmöglichen Zeitpunkt an und verzichten auf alle ihre bisher innegehabten Rechte. Außerdem versprechen die Aussteller, die kaiserliche Bestätigung zu diesem Kaufvertrag einzuholen und den Käufern zuzustellen. Alle Ein- und Zugehörungen und Rechte und Gerechtigkeiten werden die Aussteller für den Käufer in einem unterschriebenen und ausgefertigten Anschlag zusammenstellen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 860 Archivalieneinheit 
Wien, 1694 Juli 16 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) bestätigt auf Bitten von Maria Klara, verwitweter Fürstin von Hohenzollern, Gräfin von Sigmaringen und Veringen, Herrin zu Haigerloch und Wehrstein, geborene Gräfin zu Berg, des Reichserbkämmerers Franz Anton Graf von Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein, als testamentarisch eingesetzte und kaiserlich bestätigte Vormünder des Erbprinzen des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen und seiner anderen noch unmündigen Geschwister den mit Wissen und Unterstützung des Mitvormundes Anton Eusebius Graf zu Königsegg und Rothenfels erstellten und inserierten Kaufbrief vom 21. April 1692 über eine Hälfte des adeligen Rittergutes Geislingen mit dem dortigen Melk- und Zugvieh zwischen Balingen und Rosenfeld, die Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern-Sigmaringen 1688 von Anton (Antonio) von Rost, Pfleger von Völs (Vilst), für 30000 fl gekauft hatte, an Ignatius Lamora Graf von Thurn und Taxis (Thurn, Valsassina und Taxis) für 30600 fl. Der Aussteller befiehlt allen Kurfürsten, Fürsten, geistlichen und weltlichen Prälaten, Grafen, Freiherren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Vitztumen, Vögten, Pflegern, Verwesern, Burggrafen, Amtleuten, Landrichtern, Bürgermeistern, Richtern, Räten, Bürgern, Gemeinden und allen anderen Untertanen und Getreuen des Ausstellers und des Reiches, den Kaufbrief der beiden Parteien und die kaiserliche Bestätigung nicht zu beeinträchtigen. Bei Zuwiderhandlungen wird eine Strafe von zwanzig Mark lötigem Gold angedroht, die zur einen Hälfe an die kaiserliche Kammer und zur anderen Hälfte an die benachteiltigte Partei oder ihre Erben und Nachkommen zu bezahlen sind. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 861 Archivalieneinheit 
Augsburg, 1697 August 20 
Graf Ignatius Lamoral Graf von Thurn und Taxis (Thurn, Taxis und Valasine), Kämmerer des Kurfürsten von Bayern, Generalfeldmarschalleutnant und Oberst über ein Regiment Kürassiere, und seine Ehefrau Maria Claudia von Thurn und Taxis, geborene Gräfin Fugger von Kirchberg und Weißenhorn, verkaufen die Hälfte des adligen Rittergutes Geislingen mit dem oberen beziehungsweise hochbergischen Schloss und allen Ein- und Zugehörungen und allen Rechten und Gerechtigkeiten, das unweit der württembergischen Städte Balingen und Rosenfeld liegt und zum Kanton Neckar der Reichsritterschaft in Schwaben gehört, an die fünf Brüder und Reichsfreiherren [Johann Wilhelm, Johann Werner, Johann Albrecht, Johann Franz und Johann Friedrich] Schenk von Stauffenberg auf Lautlingen und alle ihre Erben und Nachkommen für 30000 fl und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Der Aussteller hatte diese Hälfte des adligen Rittergutes Geislingen 1692 von der Fürstinwitwe Maria Klara von Hohenzollern, Gräfin zu Sigmaringen und Veringen, geborene Gräfin zu Berg, und von dem Grafen Franz Anton von Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein und Reichserbkämmerer, und dem Grafen Anton Eusebius zu Königsegg und Rothenfels, Freiherr zu Aulendorf und Staufen, Herr zu Ebenweiler und Wald, oberösterreichischer Geheimer Rat, Kämmerer und Landvogt in Ober- und Niederschwaben und Mitausschreibender des Kollegiums der schwäbischen Reichsgrafen, als testamentarisch eingesetzten und kaiserlich bestätigten Vormündern des von Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, Graf zu Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein und Reichserbkämmerer, hinterlassenen Erbprinzen und seiner anderen noch unmüdigen Kinder gekauft. Zu diesem Kauf gehört auch eine Schuldverpflichtung der Gemeinde über 400 fl, die als Zins neben einem Stück Wiese in der Weide und einem bei der Mühle zum Öhmden ihren Anteil an der Schafweide überlassen hatte. Nach einer Verpflichtung vom 29. März 1689 kann kein Stück, das zu dieser Herrschaft gehört, von ihr abgetrennt werden. Außerdem ist in diesem Kauf das gesamte Vieh mit allem Zubehör enthalten, das derzeit zu dieser Hälfte des adligen Rittergutes Geislingen gehört. Die Aussteller übergeben das halbe Rittergut Geislingen mit allen Ein- und Zugehörungen und Rechten und Gerechtigkeiten für sich und ihre Nachkommen an den Käufer und seine Erben und Nachkommen mit allen alten und neuen Urkunden. Die Einsetzung der neuen Besitzer sowie die Entlassung der Untertanen aus ihren bisherigen Pflichten und Eiden ist bereits geschehen. Die Aussteller versprechen, eine Bestätigung des Kaisers oder Reichshofrates zu diesem Kaufvertrag einzuholen und den Käufern zuzustellen. Die Aussteller versprechen abschließend Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 840 Archivalieneinheit 
Wien, 1700 März 8 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) belehnt Adam Andre Vogelmeyer mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in einer Hälfte des früher schützingischen und konfiszierten Rittergutes Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, das er von Ferdinand Karl von Rost und seiner Ehefrau Maria Anna Barbara von Rost, geborene Schützin, mit kaiserlicher Zustimmung gekauft hatte. Ferdinand Karl von Rost hatte vorher das Rittergut Geislingen zusammen mit seinem Bruder Karl Anton von Rost vom oberösterreichischen Fiskus gekauft. Die Rechte hatte zuletzt Ferdinand Karl von Rost am 23. Oktober 1690 für die von ihm gekaufte Hälfte als Lehen erhalten, während Karl Anton von Rost seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern-Sigmaringen verkauft hatte. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in dieser Hälfte des Dorfes Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Philipp Jakob Kistler, Doktor beider Rechte und Agent am kaiserlichen Hof, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 841 Archivalieneinheit 
Kaiserebersdorf, 1701 Oktober 7 
Kaiser Leopold [I.] (voller Titel) belehnt Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung des Ausstellers. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel. Karl die er von Karl Anton von Rost mit kaiserlicher Zustimmung gekauft hatte. Karl Anton Rost hatte vorher zusammen mit seinem Bruder Karl Ferdinand von Rost und mit Zustimmung des Ausstellers beide Hälften des Rittergutes Geislingen gekauft. Die Rechte hatten zuletzt Georg Schütz von Purrschütz für eine Hälfte von Geislingen am 27. März 1662, über einen Bevollmächtigen am 15. Oktober 1666 für beide Hälften und schließlich Ferdinand Karl von Rost am 23. Oktober 1690 für die von ihm gekaufte Hälfe als Lehen erhalten. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Johann Adam Unradt, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 842 Archivalieneinheit 
Wien, 1706 September 3 
Kaiser Josef [I.] (voller Titel) belehnt Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er am 7. Oktober 1701 belehnt worden war. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Johann Adam Unradt, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 843 Archivalieneinheit 
Wien, 1712 Oktober 14 
Kaiser Karl VI. (voller Titel) belehnt Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er zuletzt von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 belehnt worden war. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Johann Adam Unradt, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 862 Archivalieneinheit 
Wittichen, 1718 April 16 
Die Äbstissin Maria Magdalena Mayer, die Priorin Maria Luitgart Freder und der Konvent des Klarissinnenklosters Wittichen im Kinzigtal verkaufen mit Zustimmung des derzeitigen Provinzials Pater Adrian Funk ihren eigentümlichen Afterlehenhof, des Häusers Gut genannt, mit allen Ein- und Zugehörungen und Rechten und Gerechtigkeiten nach Inhalt der alten und neuen Lagerbücher, der Erneuerungen, der Kapitalbriefe und anderer Dokumente an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg, Herr zu Geislingen, Baisingen und Rißtissen, Geheimer Rat des Kurfürstentums Mainz und des Hochstifts Bamberg, und allen seinen Erben und Nachkommen für 825 fl, deren Bezahlung bestätigt wird. Der Afterlehenhof erträgt als jährliche Gülte: 2 lb 6 ß h Heuzins, 6 Malter, 14 Viertel Veesen, 2 Malter 1 Viertel Hafer, alles Oberndorfer Maß, 8 Hühner, 20 Eier und ein Kapital von 95 fl, das in zwei Teilen zu 75 fl und 20 fl gereicht wird. Mit dem Verkauf werden dem neuen Eigentümer auch alle alten und neuen Lagerbücher, Briefschaften, Register, Einzugszettel und alle Dokumente über diesen Afterlehenhof übergeben. Abschließend erklären die Aussteller Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 850 Archivalieneinheit 
Meersburg, 1728 Juli 7 
Johann Franz [Schenk von Stauffenberg], Fürstbischof von Konstanz (voller Titel), belehnt nach dem Tod des bisherigen Lehensvasallen Franz Joseph Freiherr von Hochberg als letzten seiner Familie Markward (Marquard Godefried Georg) Schenk Freiherr von Stauffenberg, fürstbischöflich-würzburgischer Geheimer Rat und Oberamtmann in Mainberg (Meyenberg), für sich selbst und als Lehensträger seiner Brüder Lothar (Lothari Philipp Ludovic Hartmann) Schenk, Josef (Joseph Philipp Franz Johann) Schenk und Wilhelm (Franz Christoph Wilhelm) Schenk von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem gesamten Zehnten zu Geislingen, der ein Mannlehen des Ausstellers und des Hochstiftes Konstanz ist. Nach dem Tod von Franz Joseph Freiherr von Hochberg wurde das Lehen dem Domkapitel des Hochstifts Konstanz aufgetragen. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg sollen dieses Mannlehen künftig nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728 besitzen und genießen. Die Gerechtigkeiten des Ausstellers, des Hochstiftes Konstanz und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 851 Archivalieneinheit 
Meersburg, 1735 Januar 11 
Johann Franz [Schenk von Stauffenberg], Fürstbischof von Konstanz (voller Titel), belehnt Lothar (Lotharius Philipp) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehensträger seiner Brüder Josef (Joseph Franz) Schenk und Wilhelm (Frantz Wilhelm) Schenk von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem gesamten Zehnten zu Geislingen, der ein Mannlehen des Ausstellers und des Hochstiftes Konstanz ist. Nach dem Aussterben der Familie der Freiherren von Hochberg wurde der Zehnt vom Domkapitel des Hochstifts Konstanz der Familie der Freiherren Schenk von Stauffenberg aufgetragen und an den fürstbischöflich-würzburgischen Geheimen Rat Markward (Marquard Godefrid Georg) Schenk von Stauffenberg verliehen. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg sollen dieses Mannlehen künftig nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728 besitzen und genießen. Die Gerechtigkeiten des Ausstellers, des Hochstiftes Konstanz und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 844 Archivalieneinheit 
Laxenburg, 1738 Juni 9 
Kaiser Karl VI. (voller Titel) belehnt Lothar Schenk (Lotharius Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Franz Josef) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Carl Christoph) Schenk von Stauffenberg mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 und zuletzt durch den Aussteller am 14. Oktober 1738 belehnt worden war. Nach dem Tod von Johann Wilhelm Schenk und Markward (Marquard Gottfried Georg) Schenk von Stauffenberg war das Rittergut an Lothar Schenk von Stauffenberg gefallen. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Theodor de L'eau , Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 852 Archivalieneinheit 
Meersburg, 1747 März 21 
Kasimir Anton [von Sickingen], Bischof von Konstanz (voller Titel), belehnt nach dem Tod seiner Vorgänger Johann Franz [Schenk Freiherr von Stauffenberg] und Kardinal Damian Hugo [Graf von Schönborn-Puchheim] Lothar (Lotharius Philipp) Schenk Freiherr von Stauffenberg, kurfürstlich-mainzischer Geheimer Rat, für sich selbst und als Lehensträger seiner Brüder Josef (Joseph Franz) Schenk und Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem gesamten Zehnten zu Geislingen, der ein Mannlehen des Ausstellers und des Hochstiftes Konstanz ist. Nach dem Aussterben der Freiherren von Hochberg wurde das Lehen dem Domkapitel des Hochstifts Konstanz aufgetragen und durch den Fürstbischof Johann Franz [Schenk von Stauffenberg] an die Familie der Freiherren Schenk von Stauffenberg verliehen. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg sollen dieses Mannlehen künftig nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728 besitzen und genießen. Die Gerechtigkeiten des Ausstellers, des Hochstiftes Konstanz und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 845 Archivalieneinheit 
Wien, 1747 Oktober 5 
Kaiser Franz [I.] (voller Titel) belehnt nach dem Tod von Kaiser Karl VII. Lothar Schenk (Lotharius Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Joseph Franz) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Carl Christoph) Schenk von Stauffenberg mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 und zuletzt von Kaiser Karl VI. am 9. Juni 1738 belehnt worden war. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Franz Xaver Heimerle, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 853 Archivalieneinheit 
Meersburg, 1753 September 28 
Franz Konrad [von Rodt], Bischof von Konstanz (voller Titel), belehnt nach dem Tod seines Vorgängers Kasimir Anton von Sickingen Lothar (Lotharius Philipp) Schenk Freiherr von Stauffenberg, kurfürstlich-mainzischer Geheimer Rat, für sich selbst und als Lehensträger seines Bruders Josef (Joseph Franz) Schenk von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem gesamten Zehnten zu Geislingen, der ein Mannlehen des Ausstellers und des Hochstiftes Konstanz ist. Nach dem Aussterben der Freiherren von Hochberg wurde das Lehen dem Domkapitel des Hochstifts Konstanz aufgetragen und durch den Fürstbischof Johann Franz [Schenk von Stauffenberg] an die Familie der Freiherren Schenk von Stauffenberg verliehen. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg sollen dieses Mannlehen künftig nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728 besitzen und genießen. Die Gerechtigkeiten des Ausstellers, des Hochstiftes Konstanz und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 854 Archivalieneinheit 
Meersburg, 1762 Oktober 26 
Franz Konrad [von Rodt], Bischof des Hochstifts Konstanz (voller Titel), belehnt nach dem Tod des bisherigen Lehensinhabers Lothar (Lothari Philipp) Schenk Freiherr von Stauffenberg [seinen Sohn] Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie für sich selbst und als Lehensträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg mit dem gesamten Zehnten zu Geislingen, der ein Mannlehen des Ausstellers und des Hochstiftes Konstanz ist. Nach dem Aussterben der Freiherren von Hochberg wurde das Lehen dem Domkapitel des Hochstifts Konstanz aufgetragen und durch den Fürstbischof Johann Franz [Schenk von Stauffenberg] an die Familie der Freiherren Schenk von Stauffenberg verliehen. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg sollen dieses Mannlehen künftig nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728 besitzen und genießen. Die Gerechtigkeiten des Ausstellers, des Hochstiftes Konstanz und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 846 Archivalieneinheit 
Wien, 1765 Mai 18 
Kaiser Franz [I.] (voller Titel) belehnt Anton (Damian Friedrich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk und seines Onkels Josef (Joseph Franz) Schenk Freiherren von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, mit dem vorher sein Vater Lothar Schenk (Lotharius Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Joseph Franz) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Carl Christoph) Schenk von Stauffenberg belehnt worden waren. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 belehnt worden war. Nach ihm wurden zuletzt Lothar Schenk von Stauffenberg und seine Lehensagnaten von Kaiser Karl VI. am 9. Juni 1738 und durch den Aussteller am 5. Oktober 1747 mit dem Rittergut Geislingen belehnt. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Franz Ignaz Ferner von Fernau, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 873 Archivalieneinheit 
Wien, 1766 August 19 
Kaiser Joseph II. (voller Titel) belehnt Anton (Damian Friedrich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk und seines Onkels Josef (Joseph Franz) Schenk Freiherren von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, mit dem vorher sein Vater Lothar Schenk (Lothar Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Joseph Franz) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Carl Christoph) Schenk von Stauffenberg belehnt worden waren. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 belehnt worden war. Nach ihm wurden zuletzt Lothar Schenk von Stauffenberg und seine Lehensagnaten von Kaiser Karl VI. am 9. Juni 1738 und Anton Schenk von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk und seines Onkels Josef Schenk von Stauffenberg von Kaiser Franz [I.] am 18. Mai 1765 mit dem Rittergut Geislingen belehnt. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Franz Ignaz Ferner von Fernau, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 855 Archivalieneinheit 
Meersburg, 1779 Mai 6 
Maximilian Christoph [von Rodt], Bischof des Hochstifts Konstanz (voller Titel), belehnt nach dem Tod seines Vorgängers Kardinal Franz Konrad [von Rodt] Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie für sich selbst und als Lehensträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg und aller männlichen und lehensfähigen Nachkommen aus der Wilflinger Linie mit dem gesamten Zehnten zu Geislingen, der ein Mannlehen des Ausstellers und des Hochstiftes Konstanz ist. Nach dem Aussterben der Freiherren von Hochberg wurde das Lehen dem Domkapitel des Hochstifts Konstanz aufgetragen und durch den Fürstbischof Johann Franz [Schenk von Stauffenberg] an die Familie der Freiherren Schenk von Stauffenberg verliehen. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg sollen dieses Mannlehen künftig nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728 besitzen und genießen. Die Gerechtigkeiten des Ausstellers, des Hochstiftes Konstanz und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 857 Archivalieneinheit 
Hirrlingen, 1780 März 29 
Graf Joseph Christian von Attems, Herr zu Heiligenkreuz, Lucinis, Bodgora, Hirrlingen und Bieringen, verkauft an Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg, Herr der Herrschaften Jettingen, Ried, Freihalden, Ober- und Unterwaldbach, Eberstall, Rißtissen, Wilflingen, Lautlingen, Margrethausen, Wildenthierberg und Ochsenberg, Baisingen und Euthingertal, kurmainzischer Geheimer Rat, und alle seine Erben und Nachkommen den sich in seinem Eigentum befindenden Kesselwald für 3960 fl und bestätigt die Bezahlung der Kaufsumme Der verkaufte Kesselwald grenzt gegen Osten und Norden an Gruol und gegen Westen und Süden an Binsdorf, ist nach einem dem Käufer übergebenen Grundriss 72 Morgen, 2 Ruthen und 8 Schuh groß und frei von allen Belastungen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 847 Archivalieneinheit 
Wien, 1791 Juli 25 
Kaiser Leopold II. (voller Titel) belehnt Anton (Damian Friederich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, mit dem vorher sein Vater Lothar Schenk (Lothar Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Joseph Franz) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Karl Christoph) Schenk von Stauffenberg belehnt worden waren. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 belehnt worden war. Nach ihm wurden Lothar Schenk von Stauffenberg und seine Lehensagnaten von Kaiser Karl VI. am 9. Juni 1738 und durch Kaiser Franz [I.] am 18. Mai 1765 und zuletzt Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg und seines zwischenzeitlich verstorbenen Onkels Josef (Joseph Franz) Schenk von Stauffenberg durch Kaiser Joseph II. am 19. August 1766 mit dem Rittergut Geislingen belehnt. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Heinrich Joseph von Walter Edler von Aland, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 848 Archivalieneinheit 
Wien, 1793 Juli 25 
Kaiser Franz II. (voller Titel) belehnt Anton (Damian Friederich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, mit dem vorher sein Vater Lothar Schenk (Lothar Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Joseph Franz) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Karl Christoph) Schenk von Stauffenberg belehnt worden waren. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 belehnt worden war. Nach ihm wurden Lothar Schenk von Stauffenberg und seine Lehensagnaten von Kaiser Karl VI. am 9. Juni 1738 und durch Kaiser Franz [I.] am 18. Mai 1765 und Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg und seines zwischenzeitlich verstorbenen Onkels Josef (Joseph Franz) Schenk von Stauffenberg durch Kaiser Joseph II. am 19. August 1766 mit dem Rittergut Geislingen belehnt. Zuletzt erhielt Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg das Lehen für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk von Stauffenberg durch Kaiser Leopold II. am 25. Juli 1791. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Leopold Hinsberg, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 849 Archivalieneinheit 
Wien, 1805 Januar 31 
Kaiser Franz II. (voller Titel) belehnt Klemens (Clemens Wenzeslaus) Schenk Graf von Stauffenberg für sich selbst und als Lehensträger seines Onkels Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg und seines Bruders Ignaz Schenk Schenk Graf von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie mit dem Hochgericht, dem Recht zur Aufrichtung von Stock und Galgen und dem Blutbann in dem Rittergut Geislingen in der freien Pürsch in Schwaben, mit dem vorher sein Großvater Lothar Schenk (Lothar Philipp Ludwig Hartmann) Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und für seine Lehensagnaten Josef (Joseph Franz) Schenk, Wilhelm (Franz Wilhelm) Schenk und Karl Christof (Sebastian Karl Christoph) Schenk von Stauffenberg belehnt worden waren. Das Rittergut Geislingen hatte früher Georg Schütz [von Purrschütz], Kommandant in Freiburg, gehört, wurde konfisziert und danach von dem oberösterreichischen Fiskus jeweils zur Hälfte an seine Schwiegersöhne Ferdinand Karl und Karl Anton von Rost verkauft. Karl Anton von Rost verkaufte seine Hälfte an Fürst Maximilian [I.] von Hohenzollern, der sie an Graf Lamora von Thurn und Taxis weiter verkaufte. Ferdinand Karl von Rost verkaufte seine Hälfte an Adam Andre Vogelmeyer. Alle Verkäufe erfolgten mit Zustimmung von Kaiser Leopold [I.]. Von den letzten Besitzern kauften die Brüder Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk, Johann Albrecht Schenk, Johann Franz Schenk und Johann Friedrich Schenk von Stauffenberg das Rittergut Geislingen, das nach der unter ihnen vorgenommenen Erbteilung an Johann Wilhelm Schenk Freiherr von Stauffenberg fiel und mit dem er von Kaiser Joseph [I.] am 3. September 1706 belehnt worden war. Nach ihm wurden Lothar Schenk von Stauffenberg und seine Lehensagnaten von Kaiser Karl VI. am 9. Juni 1738 und durch Kaiser Franz [I.] am 18. Mai 1765 und Anton (Damian Friedrich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg und seines zwischenzeitlich verstorbenen Onkels Josef (Joseph Franz) Schenk von Stauffenberg durch Kaiser Joseph II. am 19. August 1766 mit dem Rittergut Geislingen belehnt. Zuletzt erhielt Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg das Lehen für sich selbst und als Lehenträger seines Bruders Johann Franz Schenk von Stauffenberg durch Kaiser Leopold II. am 25. Juli 1793. Der Belehnte und die von ihm eingesetzten Amtleute werden ermächtigt, die Straftäter in Geislingen zu verhaften, peinlich zu verhören und jeden nach seinem Geständnis oder seiner Misshandlung nach den Ordnungen und Satzungen des Heiligen Reiches zu verurteilen und zu bestrafen. Die Rechte des Kaisers, des Königs und anderer Rechtsträger, die in der Umgebung die Hochgerichtsbarkeit besitzen, bleiben davon unberührt. Bei jedem Lehenfall müssen der Belehnte und seine Erben den Blutbann neu empfangen und die übliche Lehenspflicht leisten, die bei dieser Belehnung der Bevollmächtigte Leopold Hinsberg, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, abgelegt hat. Den Eid und das Gelübde müssen der Belehnte und seine Erben auch von ihren Amtleuten abnehmen. 
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Dep. 38 T 1 Nr. 856 Archivalieneinheit 
Stuttgart, 1833 März 11 
König Wilhelm [I.] von Württemberg belehnt nach dem Tod von Anton Schenk Graf von Stauffenberg am 30. November 1803, von Ignaz Schenk Graf von Stauffenberg am 12. März 1807 und von König Friedrich [I.] von Württemberg am 30. Oktober 1816 Klemens (Clemens Wenzislaus Maria Joannes Nepomuk Franz Ignaz) Schenk Graf von Stauffenberg mit dem ganzen Zehnten zu Geislingen im Oberamt Balingen, der nach dem Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 unter die Lehensherrlichkeit von Baden und nach der Rheinbundakte im Jahr 1806 unter die Staatshoheit und Oberlehenherrlichkeit von Württemberg gekommen. Vorher war der gesamte Zehnt zu Geislingen ein Mannlehen des Hochstifts Konstanz, das dem Domkapitel nach dem Aussterben der Freiherren von Hochberg aufgetragen und durch den Fürstbischof Johann Franz [Schenk von Stauffenberg] an die Familie der Freiherren Schenk von Stauffenberg verliehen wurde. Die jeweiligen Besitzer der Herrschaft Geislingen aus der Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg besaßen dieses Mannlehen nach dem Inhalt der vom Domkapitel am 23. August 1726 ausgestellten Anwartschaft (Exspectanz) und einem Schreiben an den Fürstbischof von Konstanz vom 30. Juni 1728. Zuletzt war das Lehen durch den fürstbischöflich-konstanzischen Lehenhof an Anton Schenk Graf von Stauffenberg am 29. Oktober 1801 verliehen worden. Alle anderen Rechte des Ausstellers und anderer Rechteinhaber bleiben davon unberührt. Der Belehnte hat durch den dazu bevollmächtigten Obertribunalprokurator Johann Gottlob Moerike die gewöhnliche Lehenspflicht geleistet. 
Pergament - Ausfertigung 
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